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Zeitsparende Tipps für vSphere-Administratoren

Elemente in vSphere lassen sich etwa durch aussagekräftige Tags inventarisieren, um sie einfacher zu finden. Mehr Effizienz verspricht zudem PowerCLI als Automatisierungs-Tool.

Eine vSphere-Umgebung zu verwalten, kann ein mühevoller Prozess sein, besonders wenn das VMware-Deployment einer Organisation zunimmt.

Gut, dass vSphere-Administratoren einige Dinge zur Verfügung stehen, um Zeit zu sparen und das Management einfacher zu gestalten.

Tags für Objekte nutzen

Bei einer kleinen VMware-Bereitstellung ist die Suchoption in der Konsole eine nette Funktion. Wenn man allerdings ein umfangreiches VMware-Deployment betreut, kommt dem Suchfeld eine essenzielle Bedeutung zu. Das Schöne an Suchen innerhalb von vSphere: Mit ihnen kann der Anwender direkt zum Objekt gelangen, das er verwalten will. So bequem dies auch sein mag, es lässt sich per Tagging die Suchfunktion noch deutlich aufwerten.

Das Problem bei nativen vSphere-Suchen besteht darin, dass sie auf die nativen Metadaten des Objekts begrenzt sind. Durch Tagging erhalten vSphere-Administratoren die Möglichkeit, Objekten innerhalb des Inventars benutzerdefinierte Metadaten hinzuzufügen und auf diese Weise die Leistungsfähigkeit der eingebauten Suchmaschine zu steigern.

Um Tags nützlicher und konsistenter zu gestalten, verwendet vSphere ein Kategoriesystem. vSphere-Administratoren können verschiedene Kategorien erstellen und anschließend diesen Kategorien Tags zuweisen. Wenn Sie zum Beispiel Suchen anhand des Gastbetriebssystems durchführen möchten, können Sie eine eigene Kategorie für das Gast-OS anlegen, indem Sie – in der Webkonsole – auf Tags und Custom Attributes klicken, dann zum Tags-Tab wechseln und erst auf Categories, dann auf New Category klicken.

Nachdem die neue Kategorie für das Gast-OS angelegt ist, können Sie einen Tag mit dem Namen eines Gast-OS erstellen. Dazu navigieren Sie zu Tags and Custom Attributes und klicken auf den Tags-Tab. Hier klicken Sie auf New Tag und geben danach einen Namen für den Tag ein, den Sie erstellen wollen. Beispielsweise könnten Sie den Tag Windows Server 2016 nennen. Vergeben Sie noch eine optionale Beschreibung für den Tag und wählen anschließend aus dem Dropdown-Menü Category die zuvor angelegte Kategorie für das Gast-OS aus.

Im letzten Schritt weisen Sie den Tag einem Objekt zu. In diesem Fall verwende ich VMs als Beispiel, aber das gleiche grundlegende Prinzip gilt für jedes VMware-Inventarelement. Um den Tag zuzuweisen, suchen Sie im Inventar des vSphere Web Client nach dem Objekt, das Sie taggen wollen. Als Nächstes wählen Sie aus dem Actions-Menü Tags & Custom Attributes | Assign Tag. Jetzt selektieren Sie die Tag-Kategorie, gefolgt vom Namen des Tags, den Sie dem Objekt zuweisen wollen. Zum Schluss klicken Sie auf OK.

Effizienter arbeiten mit PowerCLI

Wenn Sie ein Windows-Server-Administrator sind, wissen Sie sicher, dass die PowerShell das von Microsoft bevorzugte Management-Tool ist. Für alle, die noch nicht damit vertraut sind: Bei der PowerShell handelt es sich um eine Kommandozeilenumgebung, die sich für nahezu beliebige Verwaltungsaufgaben von Windows Server einsetzen lässt. Darüber hinaus ermöglicht es die PowerShell, Skripte zu schreiben, mit denen man komplexe oder sich wiederholende Vorgänge automatisieren kann.

Eine der besten Eigenschaften der PowerShell besteht darin, dass sie erweiterbar ist. So stellt Microsoft eigene PowerShell-Module für nahezu alle seine Serverprodukte zur Verfügung. Diese Erweiterbarkeit steht aber nicht nur Microsoft offen. Jeder mit guten PowerShell-Kenntnissen kann auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene PowerShell-Module erstellen. VMware hat diesen leistungsfähigen Ansatz in Form von PowerCLI übernommen, ein Tool, um das Management und die Konfiguration von vSphere zu automatisieren. Zum Beispiel lässt sich PowerCLI nutzen, um den Inventarelementen von vSphere Tags sehr viel schneller zuzuweisen, als dies über die grafische Benutzeroberfläche möglich wäre.

Genau wie die native PowerShell benötigt auch PowerCLI etwas Zeit für die Einarbeitung, doch die höhere Effizienz und Zeitersparnis sind die Mühe wert.

Genau wie die native PowerShell benötigt auch PowerCLI etwas Zeit für die Einarbeitung, doch die höhere Effizienz und Zeitersparnis sind die Mühe wert. VMware stellt eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung, damit vSphere-Administratoren möglichst rasch mit PowerCLI arbeiten können. Der Hersteller bietet eine komplette Cmdlet-Referenz sowie ein Benutzer- und Entwicklerhandbuch an.

Wer bereits versiert im Umgang mit der PowerShell ist, wird sich freuen, zu hören, dass PowerCLI den gleichen grundlegenden Syntaxregeln wie die native PowerShell folgt. PowerCLI-Cmdlets bestehen ähnlich wie die nativen PowerShell-Cmdlets aus Verb-Substantiv-Kombinationen. Außerdem sind einige PowerCLI-Cmdlets mit den Cmdlets identisch, die zur Verwaltung von Microsoft Hyper-V dienen.

Einer der großen Vorteile von PowerCLI liegt darin, dass vSphere-Administratoren Konfigurations- und Management-Skripte nicht von Grund auf neu erstellen müssen. Auf GitHub und anderen Sites stehen zahlreiche PowerCLI-Skripte zum Download bereit.

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Artikel wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

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