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Wyse 5020 und 7020: Neue Thin Clients von Dell mit Windows 10 IoT

Dell erweitert die Produktpalette seiner Wyse 5000- und 7000-Serie. Bei den neuen Thin Clients setzt Dell auf Windows 10 IoT Enterprise.

Mit den neuen Thin Clients Wyse 5020 und Wyse 7020 gehört Dell zu den ersten Unternehmen, die VDI-Clients (Virtual Desktop Infrastructure) mit Windows 10 IoT Enterprise ausliefern. Diese Version von Windows 10 bietet ein vollständiges Betriebssystem, das speziell für den Einsatz in industriespezifischen Endgeräten wie Geldautomaten, PoS-Terminals (Point of Sales) oder natürlich auch Thin Clients abgesichert werden kann. Damit eignet sich Windows 10 IoT Enterprise ideal für den Einsatz in der Handels-, Finanz- oder Gesundheitsbranche sowie in der herstellenden Industrie.

Die beiden neuen Dell-Thin-Clients gehören zur Wyse-5000- beziehungsweise Wyse-7000-Serie und bieten auf Basis von Windows 10 Arbeitsplätze für anspruchsvolle virtuelle Desktops, die von den umfangreichen Sicherheits- und Management-Funktionen in Windows 10 Gebrauch machen können.

Sowohl der Dell Wyse 5020 als auch der Wyse 7020 setzen auf Quad-Core-CPUs der AMD-G-Serie mit 4 GB DDR3-Arbeitsspeicher und 32 GB Flash-Speicher. Zudem kommen Grafikkarten der AMD Radeon HD Serie zum Einsatz. Beide Geräte bieten einen Kensington-Slot für ein entsprechendes Kensington-Schloss, vier USB-2.0- sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse und sind Citrix-zertifiziert. Zudem können sie über 10/100/1000 Gigabit Ethernet mit dem Netzwerk verbunden werden und funktionieren mit dem neuesten Remote Desktop Protocol 10.

Die Wyse-Variante 7020 verfügt über mehr Leistung, verbraucht aber trotzdem weniger als 10 Watt, während der Dell Wyse 5020 eher bei 15 Watt liegt. Ein Unterschied von nur fünf Watt mag auf den ersten Blick nicht nach viel aussehen, addiert man aber den Stromverbrauch von tausenden Maschinen auf, dann kann sich dieser Unterschied durchaus bemerkbar machen.

Sicherheitsfunktionen in Windows 10 IoT Enterprise

Was die neuen Thin Clients von Dell von vergleichbaren Produkten unterscheidet, ist der Einsatz von Windows 10 IoT Enterprise, durch das IT-Abteilungen einige neue Enterprise-Funktionen bei der Absicherung und Verwaltung der Clients zur Verfügung stehen. Das neue Betriebssystem untersützt dabei natürlich auch die neue App-Plattform der Universal Windows Apps und bringt zum Beispiel die folgenden Security-Features mit:

Trusted Platform Module (TPM): Das Trusted Platform Module ist eine auf einem physischen Chip basierende Sicherheitstechnologie, durch die den Thin Clients ein kryptografischer Prozessor für Verschlüsselungs- und Authentifizierungsvorgänge zur Verfügung steht.

BitLocker: BitLocker ist eine Verschlüsselungstechnologie, mit der sämtliche Daten eines Laufwerks verschlüsselt werden können. BitLocker greift dabei zum Beispiel auch auf den TPM-Chip zurück, um die Daten im Fall gestohlener oder verlorener Thin Clients abzusichern.

Secure Boot: Die Sicherheitstechnik Secure Boot verhindert das Laden unsignierter Programme und Treiber in den Kernel und verhindert den Zugriff auf Systemdateien oder auf andere Software für schädliche Zwecke.

Windows Defender: Windows Defender ist eine Antimalware-Lösung von Microsoft, die das Betriebssystem gegen Viren, Spyware und andere Bedrohungen schützen hilft.

Verwaltung von Dell Wyse 5020/7020 mit Windows 10

Dell stellt verschiedene Möglichkeiten bereit, Wyse-Thin-Clients zu verwalten. Eine davon ist der Wyse Device Manager (WDM), ein sicheres und skalierbares Management-Tool für die Verwaltung und Überwachung von Thin und Zero Clients von Dell. Mit dem Wyse Device Manager lassen sich auch mehrere Tausend Client-Geräte über einen einzigen Management-Server verwalten. IT-Abteilungen können über die WDM-Lösung Software bereitstellen, Patches aufspielen, Updates durchführen oder auch Richtlinien verwalten.

Eine andere Option wäre Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM), die Microsoft-Lösung zur Verwaltung von Desktops und Server über das gesamte Unternehmen hinweg. SCCM ermöglicht die Remote-Verwaltung, Bereitstellung von Betriebssystem-Images sowie zum Beispiel auch die Verteilung und Inventarisierung von Software. Da System Center Configuration Manager ein Microsoft-Produkt ist, können damit auch Clients anderer Hersteller verwaltet werden.

Windows 10 macht den Unterschied

Mit dem Marktstart von Windows 10 im Juli 2015 war es nur eine Frage der Zeit, bis das neue Microsoft-Betriebssystem auch auf Thin Clients ankommen würde, im Fall der Wyse Clients in Form von Windows 10 IoT Enterprise. Trotzdem ist Windows 10 aber nach wie vor noch ein vergleichsweise neues Betriebssystem und muss seine volle Enterprise-Tauglichkeit wohl erst noch beweisen.

Windows 10 IoT Enterprise sollte aber mehr als ausreichen, um virtuelle Desktops auf den neuen Wyse-Thin-Clients zu betreiben. Wenn es richtig angestellt wird, dann dürfte das Betriebssystem für die Anwender praktisch unsichtbar sein, was den Fokus auf die Client-Hardware selbst richten würde. Beide Thin Clients können von IT-Abteilungen auch unkompliziert getestet werden, daher sollte eigentlich nichts gegen erste Testläufe sprechen.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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