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Windows-Server-Admins: Diese Kenntnisse sind gefragt

Die IT-Landschaft und -Nutzung hat sich in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Dies hat Auswirkungen auf das Verwalten und den Betrieb von Windows-Server-Umgebungen.

Ebenso wie bei der Infrastruktur eines Rechenzentrums, sind auch bei den Fähigkeiten von Administratoren regelmäßige Wartung und Upgrades vonnöten. Nur so lässt sich das Gesamtergebnis aufrechterhalten und verbessern.

Mit der Einführung von Virtualisierung und Cloud Computing hat sich die IT-Landschaft für Windows-Administratoren nachhaltig verändert. Und auch die zunehmende Popularität von Containern sorgt für Veränderungen bei klassischen Server-Administratoren. Dementsprechend gilt es, sich den sich rasch vollziehenden Änderungen zu stellen.

Die Art und Weise, wie Windows Server lokal und in der Cloud eingesetzt werden, hat sich im Laufe der Zeit verändert. Entsprechendes gilt für die Kenntnisse und Fähigkeiten, die System-Administratoren mitbringen sollten.

Ausbau von PowerShell-Kenntnissen

Die PowerShell ist weit mehr als einfache Skriptsprache. Vielmehr ist sie ein grundlegender Bestandteil von Windows und ein Framework, das sich trefflich zur Automatisierung von Aufgaben einsetzen lässt. Sowohl bei der Azure Stack Appliance als auch beim Project Honolulu zur Steuerung des Windows Servers spielt die PowerShell eine grundlegende Rolle. Irgendwann könnte die PowerShell die einzige Schnittstelle sein, um Windows Server zu verwalten.

Mit der PowerShell lassen sich viele Unternehmensanwendungen, Windows-Betriebssysteme und auch Hardwareinfrastrukturen verwalten und steuern. Dank dieser gemeinsamen Schnittstelle, lassen sich damit auch große Automatisierungsaufgaben bewältigen.

Möglichkeiten der Automatisierung ausloten

Die Zeiten, in denen man sich durch Menüs hangelt und klickt, um bestimmte Aufgaben zu erledigen, sind definitiv vorbei. Es sollte das Ziel sein, jede Aufgabe, die ein Admin mehr als einmal erledigt, zu automatisieren.

Bei der Automatisierung geht es nicht nur darum, einfach Zeit zu sparen. Es gilt, den Anwendern Dienste und Applikationen schnell und fehlerfrei zur Verfügung zu stellen. Dabei kann Automatisierung auf höchst unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Manchmal genügt ein sehr einfaches PowerShell-Skript, in anderen Fällen kommen Werkzeuge wie Ansible oder Puppet zum Einsatz.

Im Zeitalter von Self-Service-Portalen haben sich die Anforderungen geändert. Es ist erforderlich, dass ein oder mehrere Server sehr einfach in einer kontrollierten Umgebung aufgesetzt, verwaltet und überwacht werden können, ohne dass ein Admin manuell eingreifen muss. Und mit den genannten Automatisierungs-Tools lässt sich dies umsetzen.

Nach Möglichkeit Windows Server Core verwenden

Als einst mit Windows Server 2008 die Server-Core-Variante eingeführt wurde, wurde das Betriebssystem ohne grafische Benutzeroberfläche nicht allerorten gleichermaßen euphorisch aufgenommen. Inzwischen sind die Core-Varianten eine Selbstverständlichkeit, neuere Zwischenversionen wie der Windows Server 1709 kommen sogar ausschließlich als solche.

Das hat gute Gründe, denn der aufs Wesentliche reduzierte Server Core bietet weniger Angriffsfläche und benötigt auch weniger Sicherheits-Updates. So können Administratoren Server Core ganz trefflich für eine Reihe allgemeiner Aufgaben im Rechenzentrum einsetzen – etwa für Active-Directory-Zertifikatsdienste oder Hyper-V-Server. Einmal eingerichtet, sind dann nachfolgend wenig Eingriffe notwendig.

Mit Einführung von Windows Server 2016 hat Microsoft die PowerShell um weitere Cmdlets erweitert, um Server Core zu verwalten. Daher sollten sich Administratoren damit beschäftigen, wie sich Remote-Server ohne grafische Benutzeroberfläche verwalten lassen. Die klassischen Kenntnisse in der Oberfläche des Windows Servers treten da zunehmend in den Hintergrund.

Die Monitoring-Funktionen auf dem neuesten Stand halten

Trotz aller Entwicklungen wie selbstheilender Software, Machine Learning und Automatisierung verlassen sich Administratoren auf traditionelles Monitoring, um potenzielle Probleme zu erkennen. Und dies mit Fug und Recht: Es ist unmöglich, jeden Ausfall zu verhindern. Aber ein erfahrener Administrator kann Protokolldateien einige wertvolle Informationen entnehmen. Basierend auf entsprechenden Daten können Admins fundierte Entscheidungen treffen, um die Wahrscheinlichkeit von Betriebsausfällen zu reduzieren.

Und auch das Monitoring ist aufgrund der sich verändernden Infrastrukturen komplexer geworden. Es genügt nicht mehr, die Ressourcen-Nutzung und die Bits und Bytes im Netzwerk zu betrachten. Die IT-Abteilung muss den Gesamtüberblick behalten und dazu zählt auch wie die Dienste und Anwendungen beim Endanwender ankommen – es geht darum, was der Client sieht.

Das Überwachen der Anwendungserfahrung ist häufig von der entsprechenden Anwendung abhängig. Oftmals existieren hierfür spezielle Lösungen und Dashboards des jeweiligen Anbieters. Die Aufgabe des Administrators ist es dann, alles in Einklang zu bringen und das Infrastruktur-Monitoring mit der Anwendungsüberwachung abzugleichen, um das große Ganze im Blick zu behalten.

Mit verteilten Anwendungen arbeiten

Es mag nicht allerorten in den Zuständigkeitsbereich des Windows-Server-Admins fallen, aber die Art und Weise, wie Anwendungen genutzt werden, wirkt sich auf die Windows-Infrastruktur aus. Anwendungen, die ganz traditionell nur auf einem einzigen Server laufen, werden künftig wohl eher die Ausnahme bilden. Und nicht nur aus Gründen der Verfügbarkeit wird zunehmend anderen Ansätzen der Vorzug gegeben.

So kommen heutzutage zunehmend verteilte Anwendungen zum Einsatz, die über viele Windows-Knoten hinweg laufen. Per Virtualisierung kann die IT-Abteilung so fehlertolerante Anwendungen erstellen und die Arbeitslast auf mehrere Hosts verteilen.

Damit der Einsatz von verteilten Anwendungen erfolgreich ist, muss das zugrundeliegende Konzept entsprechend solide sein. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Host-Zuweisungen, Ressourcennutzung und Monitoring ist von entscheidender Bedeutung.

Das Anwendungsdesign kann sich beliebig komplex gestalten inklusiver vieler Variablen. Aber IT-Mitarbeiter mit fortgeschrittenen Kenntnissen in den Bereichen Server Core, PowerShell, Automatisierung und Monitoring sind bestens gerüstet, dies zu bewältigen.

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Artikel wurde zuletzt im März 2018 aktualisiert

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