Windows-Boot-Schleife: Tipps zur Lösung des Problems

Ein Windows-Boot-Loop ist ein wahrer Teufelskreis. Wir zeigen fünf Wege, wie Sie die Ursache ermitteln und das zugrunde liegende Problem in den Griff bekommen.

Wenn ein Windows-Rechner in einer endlosen Reboot-Schleife festhängt, müssen Sie als IT-Profi verstehen, warum dies passiert und wie sich das Problem beheben lässt.

Ursächlich verantwortlich für die Windows-Boot-Schleife sind häufig Gerätetreiber, fehlerhafte Systemkomponenten oder Hardware, die dafür sorgen, dass ein Windows-System plötzlich mitten während des Boot-Vorgangs neu startet. Das Endergebnis ist ein Computer, der nie zu Ende bootet.

Was Sie gegen die Windows-Boot-Schleife unternehmen können

Versuchen Sie, im abgesicherten Modus zu starten. Falls Sie das System im abgesicherten Modus booten können – drücken Sie dazu beim Start F8 –, stehen die Chance gut, dass ein Gerätetreiber das Problem verursacht. Im abgesicherten Modus werden Windows-eigene Treiber geladen, die nur eine minimale Funktionalität bieten, aber, und das ist viel entscheidender, stabil sind.

Deaktivieren Sie den automatischen Neustart. Per Default ist auf vielen Rechnern die Windows-Funktion, bei einem Systemfehler einen automatischen Neustart durchzuführen, aktiviert, was wahrscheinlich zum Problem beiträgt, denn dadurch bekommen Sie die eigentliche Absturzmeldung nicht zu Gesicht. Um das Feature zu deaktivieren, müssen Sie die Registry des betreffenden PCs bearbeiten.

Starten Sie den Registrierungs-Editor und navigieren zu

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CrashControl.

Dann erstellen oder bearbeiten Sie ein DWORD mit der Bezeichnung AutoReboot und legen dessen Wert auf 0 fest.

Das Dilemma: Sie können die Registry nicht ändern, ohne das System zu starten. Wenn Sie in den abgesicherten Modus booten können, wie oben beschrieben, ist das kein Problem. Wenn dies allerdings nicht funktioniert, müssen Sie Windows austricksen und die Registry offline editieren.

Das lässt sich auf verschiedene Arten erreichen. Sie können das Systemlaufwerk mit einem anderen Computer verbinden – etwa indem Sie es in ein externes Laufwerksgehäuse einbauen – und dann mit RegEdit oder einem anderen Tool den Wert von AutoReboot ändern.

Sie können aber auch ein Tool wie den Offline NT Password & Registry Editor nutzen, den Sie direkt auf dem Zielsystem booten und verwenden können, ohne dazu Windows zu starten.

Notieren Sie alle Absturzmeldungen nach der Deaktivierung des automatischen Neustarts. Der Blue Screen of Death (BSOD) ist normalerweise ein unerwünschtes Zeichen. Doch wenn Sie es mit einer Windows-Boot-Schleife zu tun haben, ist der BSOD besser als ein weiterer Neustart.

Anhand der Meldungen auf dem Bildschirm lässt sich herausfinden, was schiefgelaufen ist und warum. Wenn Sie nach einem Absturz in den abgesicherten Modus booten können, stehen Ihnen Tools zur Verfügung, um die Informationen zum Absturz zu untersuchen und weitere Diagnosen durchzuführen. Microsoft bietet seine eigenen Tools, aber es gibt auch andere Optionen, zum Beispiel die Freeware BlueScreenView von NirSoft, die alle komplexen Analysen übernimmt und die vom System aufgezeichneten BSODs in einem kompakten Bericht aufbereitet.

Der Blue Screen of Death ist normalerweise ein unerwünschtes Zeichen. Doch wenn Sie es mit einer Windows-Boot-Schleife zu tun haben, ist der BSOD besser als ein weiterer Neustart.

Erwägen Sie einen Hardwareaustausch, wenn es keinen BSOD gibt. Wenn der automatische Neustart bei einem Systemfehler deaktiviert ist und der Rechner einfach neu startet, ohne abzustürzen, geht es möglicherweise um etwas Gravierenderes. Eine potenzielle Ursache ist defekter Arbeitsspeicher. Lassen Sie das Tool Memtest86+ über Nacht auf dem betreffenden Computer laufen, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.

Versuchen Sie eine In-Place-Reparatur oder eine komplette Neuinstallation. Eine In-Place-Reparatur – die Installation von Windows auf einem bereits vorhandenen Windows – tastet die Anwendungen und Benutzereinstellungen nicht an, führt aber zu einer erneuten Initialisierung der Systemkomponenten. Sie sollten diese Möglichkeit nur dann nutzen, falls alles andere fehlschlägt.

Reboot-Schleife: Optionen für Windows 10

Wie jede andere Windows-Installation zeigt auch ein permanent neu startendes Windows 10 den gleichen bekannten BSOD. Der Blue Screen of Death kann auch eine Meldung wie Internal Power Error anzeigen, mit ähnlichen Problemen. Selbst wenn Sie von Windows 7, 8 oder 8.1 aus auf Windows 10 upgraden, lässt sich die rätselhafte Windows-Boot-Schleife nie völlig ausschließen.

Ein neu veröffentlichter Fix von Microsoft sorgt für Abhilfe. Gehen Sie folgendermaßen vor:

Öffnen Sie Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update. Klicken Sie auf Nach Updates suchen und spielen Sie alle gefundenen Updates ein. Damit sollte das Problem mit dem endlosen Boot Loop behoben sein.

Um die Reboot-Schleife unter Windows 10 zu verhindern, stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Treiber verwenden und dass sie mit dem Betriebssystem kompatibel sind.

Nächste Schritte

Recovery-Partition für Windows 10 anlegen

Simple Ursachen für WLAN-Probleme mit Windows

Gratis-eBook: Mehr Sicherheit für Windows 10

Artikel wurde zuletzt im Januar 2019 aktualisiert

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