Von Autoruns bis Process Explorer: Überblick über die Windows Sysinternals Tools

Die Windows Sysinternals-Suite stellt Administratoren mehr als Hundert System-Tools zur Verfügung. Wir geben einen Überblick über die Wichtigsten.

Die Windows Sysinternals-Tools können Administratoren ihre Arbeit deutlich erleichtern. Vor allem bei der Behebung von Problemen oder bei der Leistungsoptimierung können die Tools extrem wertvolle Hilfe leisten. Es gibt aber immer noch einige IT-Spezialisten, denen die Sysinternals-Tools noch nicht bekannt sind. Daher wollen wir Ihnen in diesem Überblick die Möglichkeiten dieser Werkzeuge etwas näher bringen.

Windows und Windows Server kommen bereits mit einem Set an hilfreichen Tools, aber wer tiefer in die Systemverwaltung einsteigen will, für den sind die Sysinternals-Tools ein Muss.

Was genau sind die Windows Sysinternals?

Windows Sysinternals ist ein Repository für Freeware-Utilities von Mark Russinovich und Bryce Cogswell , das 1995 entwickelt wurde. Aufgrund des großen Erfolgs kaufte Microsoft die Sysinternals-Tool schließlich im Jahr 2006. In den Sysinternals finden sich Tools zum Beispiel zur Datei-, Festplatten-, Netzwerk-, Prozess -, Sicherheits- oder allgemein zur System-Analyse. In der Sysinternals-Suite lassen sich die meisten Tools zusammen in einem Download herunterladen, gleichzeitig stehen die einzelnen Tools in einem Index aber auch separat zum Download zur Verfügung. Hier erhalten Administratoren auch den detailliertesten Überblick über die einzelnen Programme.

Am Anfang der Sysinternals gab es nur eine Handvoll Werkzeuge, heute sind es mehr als Hundert. Viele stehen mittlerweile seit Jahren zur Verfügung und werden dauerhaft weiterentwickelt, und so werden die meisten Tools auch von Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 unterstützt. Mark Russinovich hat zudem das Buch Windows Sysinternals Administrators Reference geschrieben, das einen tiefgehenden Einblick in die Arbeit mit den Sysinternals vermittelt. Hier ist zu lesen wie Windows funktioniert, wie man die verschiedenen Tools verwendet, Dienstprogramme anpasst und wie Sie häufig auftretende Windows-Probleme mit den Tools beheben. In der Microsoft Virtual Academy gibt es zusätzlich dazu auch einen kostenlosen Kurs zum Umgang mit den Sysinternals, weitere Lern-Ressourcen finden sich auf der Sysinternals-Seite.

Neben der Möglichkeit, die Sysinternals direkt bei Microsoft herunterzuladen, gibt es auch noch das KirySoft Windows System Control Center. Hier erhalten Administratoren nicht nur die komplette Sysinternals-Suite, sondern zusätzlich die NirSoft Utilities, eine weitere Sammlung wertvoller Programme zur Systemverwaltung. Sie können die Tools auf der Sysinternals-Seite allerdings auch über die Live-Webseite des entsprechenden Programms nutzen, die Sie normalerweise am rechten, oberen Rand sehen. Wenn Sie die Tools herunterladen können diese auch über eine Freigabe gestartet oder mit einem USB-Stick gestartet werden. Sysinternal-Tools sind mobil einsetzbar und müssen nicht installiert werden.

Was sind die wichtigsten Dienstprogramme von Sysinternals?

Process Explorer und Process Monitor sind unter Admins die Favoriten, denn sie sind ideal zur Reinigung von PCs. Es gibt aber  viele andere nützliche Windows-Sysinternals-Tools. Autoruns kann das Software-Debugging verbessern, Contig stellt sicher, dass alle Dateien defragmentiert sind. Desktops kann Programme auf virtuellen Desktops arrangieren und NotMyFault bringt ein System bewusst zum Absturz, was nützlich ist, wenn Sie einen Ausfall testen müssen. Andere Tools sind zum Beispiel RAMMap, mit dem sich die Nutzung physikalischen Speichers anzeigen lässt, und VolumeID  für die Suche nach Fehlern oder bei Disk-Image-Backup-und Restore-Problemen.

Wie kann ich mit Process Explorer das Windows 8/8.1-Management erleichtern?

Der in Windows 8/8.1 und Windows Server 2012/2012 R2 von Haus aus integrierte Task Manager und das Sysinternals-Tool Process Explorer sind sich ziemlich ähnlich. Sie können aber natürlich auch den Task-Manager mit Process Explorer ersetzen, die entsprechende Option dazu ist im Process Explorer zu finden. Hier können sich auch Prozesse und alle untergeordneten Prozesse beenden, um Ihren Computer schneller zu machen. Process Explorer können Sie auch zur Durchführung einer Sicherheitsanalyse oder einer Malware-Untersuchung nutzen oder sich Details Ihrer Systemauslastung anzeigen lassen. Process Explorer ermöglicht Ihnen auch, alle Prozesse im Hintergrund Ihrer Maschinen anzuzeigen und ist damit eines der vielseitigsten Sysinternals-Tools.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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