Virtuelle Maschinen mit vCenter Operations Manager bändigen (Teil 2)

Probleme in der virtuellen Umgebung spüren Administratoren mit vCenter Operations Manager (vCOPs) auf. Die Software visualisiert gesammelte Daten.

Es handelt sich bei diesem Artikel um den zweiten Teil einer Artikelserie. Der erste Teil hat sich mit Installation und Konfiguration von vCenter Operations Manager befasst. In diesem Teil geht es um den VMware vCenter Operations Manager (vCPOs). Dahinter verbirgt sich ein Reporting-Tool, das Administratoren bei Problemen in virtuellen Infrastrukturen unterstützt. In diesem Beitrag sehen wir uns die Oberfläche und Funktionsweise der Software an.

Das Dashboard von vCenter Operations Manager erkunden

Verwenden Sie die während der Installation eingerichtete URL, um sich mit vCenter Operations Manager zu verbinden. Melden Sie sich mit dem von Ihnen definiertem Log-in an. Das Konto des Domänen-Administrators funktioniert ebenfalls. Sollten Sie das vCOPs-Plug-in nicht installieret haben, können Sie die Applikation mithilfe der vSphere-Konsole benutzen.

Wenn Sie keine Seriennummer eingeben, funktioniert das System in einem Evaluierungs-Modus. Dieser ist zeitlich unbegrenzt nutzbar. Allerdings haben Sie keinen Zugriff auf die erweiterten Funktionen. Dazu gehört zum Beispiel, das individuell anpassbare vCenter Operations ManagerDashboard. Um die Lizenz einzugeben, öffnen Sie den vSphere-Client und finden über Administration die Option Licenses. Klicken Sie auf Assets und Sie sehen vCenter Operations Manager aufgelistet. Mit einem Doppelklick können Sie die Evaluierung aktivieren oder einen Schlüssel für eine komplette Lizenz eingeben. Starten Sie die Applikation aus der vCOPs-Administrations-Konsole neu (Status, Application Controls und danach Restart). Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern.

Nach dem Anmelden sehen Sie die Anwender-Oberfläche von vCenter Operations Manager.

Abbildung 1: Der Reiter Dashboard zeigt den Gesundheitszustand Ihrer virtuellen Umgebung. Weiterhin gibt es einen Ausblick auf mögliche Risiken und Workload-Belastung.

Leider ist das Dashboard lediglich in der Standard- und Advanced-Version verfügbar. Dieses ist dreigeteilt. Sie haben die Möglichkeit, sich einen Überblick hinsichtlich der Infrastruktur zu verschaffen (Abbildung 1). Im Mittelteil sehen Sie die für Sie relevanten Daten. Klappen Sie die linke Spalte ein, verfügen Sie über mehr Platz. An der Oberseite sehen Sie mehrere Reiter. Dazu gehören Environment, Operations und Alerts. Der letzte Reiter gibt einen generellen Überblick bezüglich der Infrastruktur. Ein ausgegrauter Reiter bedeutet, dass bisher keine Daten hierfür gesammelt wurden.

Jeder der Top-Reiter versorgt Sie mit verschiedenen Metriken für das jeweilige Objekt. Um diese Metriken zu verstehen, müssen Sie die Bedeutung der Embleme und der relevanten Daten kennen.

Die Farbe der Embleme ist ein Indikator für den Gesundheitszustand des Systems. Grün bedeutet Alles in Ordnung. Gelb weist auf ein mögliches Problem hin. Orange ist die Farbe für schwächelnde Performance. Grau deutet auf einen unbekannten Zustand hin und ein X steht für Ausgeschaltet.

Die Embleme Health, Risk und Efficiency in der oberen Hälfte sind wichtiger. Je kleiner die Zahl, desto besser für den allgemeinen Gesundheitszustand. Die anderen Metriken auf dem Dashboard sind Workload, Anomalies und Faults.

Das Emblem Health weist auf den Gesamtzustand der Umgebung hin. Unter der Überschrift Health Weather Map sehen Sie verschiedene Blöcke. Diese Sektion teilt Ihnen visuell mit, in welchem Zustand sich die gesamte Umgebung befindet. Sie zeigt die letzten sechs Stunden an. Fahren Sie mit der Maus über einen Block, erhalten Sie den Namen des zu untersuchenden Objekts. Ein Klick auf einen Block zeigt detaillierte Informationen an und verrät, wo sich das mögliche Problem befindet.

Workload steht im Zusammenhang mit der Arbeitslast der einzelnen Objekte. Im Laufe der Zeit wird das System lernen und ein Bereich für den Normalzustand evaluieren. Liegt etwas außerhalb dieses Bereichs, wird sich das negativ auf den Punktestand auswirken.

Anomalies beschreibt unerwartete Ereignisse oder Änderungen. Kleine Anomalien sind normal. Bekommen Sie allerdings eine Spitze angezeigt, weist das auf eine Abweichung der Norm hin. Wenn Sie mehr als nur ein Grundrauschen an Warnungen von vCenter bekommen, deutet das auf ein ernsthaftes Problem hin. Dieses kann immer noch bestehen. Ein Alarm wird Sie darauf hinweisen, dass mit der Infrastruktur etwas nicht stimmt.

Den allgemeinen Gesundheitszustand der virtuellen Umgebung

Abbildung 2: Der Reiter Operations bietet Ihnen eine detailliertere Ansicht der Schlüssel-Metriken Prozessor und Arbeitsspeicher. Andere Metriken hinsichtlich der Infrastruktur sind dort ebenfalls einsehbar.

Das Hauptfenster verrät Ihnen durch einen Gesamt-Punktestand, wie gut die Umgebung funktioniert. Dieser setzt sich aus den oben genannten Metriken zusammen. Um etwas tiefere Einblicke zu bekommen, klicken Sie doppelt auf die Schaltfläche World Health. Ihre Ansicht verändert sich und Sie gelangen zu Operations (Abbildung 2). Hier haben Sie den Gesundheitszustand der virtuellen Umgebung visuell aufgeschlüsselt. Sie können sich über CPU, RAM und andere Metriken einen Eindruck verschaffen.

In der Operations-Ansicht sehen Sie außerdem eine Liste, die sich Top Offenders nennt. Hier sind die Einheiten aufgezählt, die mit Problemen innerhalb der Infrastruktur zu kämpfen haben. Um der Sache genau auf den Grund zu gehen, klicken Sie auf den jeweiligen Hyperlink.

Sie können auch die Werte anpassen, bei denen sich die Farbe der Embleme ändern soll. Weiterhin gibt es zwei verschiedene Typen an Objekten, die das Workload-Emblem zusammenstellen. Das erste ist eine virtuelle Maschine, und das zweite entspricht Data Store. Somit könnten Sie Data Store zum Beispiel bei 80 Prozent Auslastung gelb einfärben und bei 90 Prozent rot.

Alarme lassen sich auch mittels E-Mail oder SNMP aussenden. Sie konfigurieren das in der vCOPs-Administrations-Konsole. SMTP oder SNMP aktivieren Sie durch einen Klick auf SMTP/SNMP. Hier hinterlegen Sie zudem die benötigten Anmeldedaten.

Noch ein Hinweis: Es gibt eine Sektion für vordefinierte Reports. Hier finden sich wertvolle Informationen, wie zum Beispiel über- oder unterdimensionierte virtuelle Maschinen. Lassen Sie den Report laufen und laden diesen danach als PDF herunter. Somit können Sie Ihr System mit dem Idealzustand vergleichen.

Artikel wurde zuletzt im November 2013 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Virtuelle Maschinen: Monitoring, Fehlerbehebung, Alerting

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close