VMware OSPs unter SUSE Linux Enterprise Server installieren und modifizieren

VMware OSPs mit SUSE Linux Enterprise Server verwenden

VMware Tools und SUSE Linux Enterprise Server (SLES) harmonieren besser, wenn Sie VMware OSPs (Operating System Specific Packages) mit ins Spiel bringen. Auch ein speziell angepasster Kernel ist kein Problem. Sie können die Paket-Installation maßschneidern.

VMware OSPs sind eine alternative Herangehensweise, um die VMware Tools für Linux-Gastsysteme zu verwalten. Das gilt auch für SUSE Linux Enterprise Server 11 SP2. Diese Linux-Distribution dient in unserem Fall hier als Beispiel.

Verwenden Sie die hier gezeigte Methode als eine Vorlage, um VMware Tools von VMware OSPs zu installieren. VMware-OSPs-Management funktioniert auf anderen Linux-Distributionen sehr ähnlich. Diesen Artikel können Sie äquivalent für andere unterstützte Client-Plattformen wie zum Beispiel Ubuntu oder Red Hat Enterprise Linux übertragen.

Zunächst bereiten Sie die Repositories vor, aus denen sich die Pakete installieren lassen. Das Gast-Betriebssystem vertraut den Repositories, wenn Sie sichere GPG-Dateien einsetzen. Diese Dateien spielen Sie auf dem Gast-Betriebssystem ein. Sie importieren die beiden Schlüsseldateien mit dem Befehl: rpm --import *.pub

Nachdem Sie die GPG-Schlüssel importiert haben, können Sie das Repository für die VMware-OSPs-Dateien hinzufügen. Beachten Sie, dass Sie die richtige ESXi-Version (wie zum Beispiel 5.1) angeben. Das gilt auch für das Gast-Betriebssystem (wie zum Beispiel SUSE Linux Enterprise Server 11.2) und die Architektur des Gast-Betriebssystems (wie zum Beispiel x86_64).

Basierend auf diesen Informationen können Sie einen Befehl ausführen, der dem nachfolgenden ähnelt:

#zypper addservice --type=YUM http://packages.vmware.com/tools/esx/5.1/sles11.2/x86_64vmware-tools-collection

Durch das Ausführen des Befehls zypper packages vmware-tools-collection erhalten Sie eine Liste mit allen Paketen, die das neu hinzugefügte Repository zu bieten hat. Stellen Sie sicher, dass spezifische Pakete für Ihr Betriebssystem zur Verfügung stehen.

Bevor Sie die VMware Tools installieren, benutzen Sie den Befehl uname -r. Damit finden Sie den Typ des eingesetzten Kernels und die derzeitig verwendete Version heraus. Beachten Sie unbedingt das Ende der Ausgabe. Gibt der Befehl zum Beispiel 3.0.18-0.27-default aus, ist das „default“ entscheidend. Sie verwenden dieses Suffix im Namen des Pakets vmware-tools-esx-kmods. Angenommen Sie verwenden einen Kernel des Typs default, können Sie nun folgenden Befehl ausführen:

zypper install vmware-tools-collection vmware-tools-esx-kmods-default vmware-tools-esx

VMware OSPs  für modifizierte Linux-Kernel

Sie haben die VMware Tools nun für einen Standard-Kernel von einem VMware OSPs installiert. Es könnte aber auch vorkommen, dass sich auf dem System ein modifizierter Kernel befindet. Um die VMware Tools von einem VMware OSPs für einen angepassten Kernel zu verwenden, müssen Sie ein Binär-Modul für diesen speziellen Kernel einbinden. Laden Sie sich dazu die Quellpakete bei VMware herunter. Setzen Sie zum Beispiel SLES 11 SP2 unter ESXi 5.1 ein, bekommen Sie die Quellpakete mithilfe dieser Liste (Abbildung 1).

Abbildung 1: Quellpakete für modifizierte Kernel sind auf der VMware-Website erhältlich.

Sobald Sie alle Quellpakete bei VMware heruntergeladen haben, müssen Sie noch die Pakete gcc, kernel-source und kernel-syms auf Ihrem SUSE-Server einspielen. Danach benutzen Sie die Quellpakete und führen dazu folgendes Script aus:

for i in *.src.rpm

do

rpmbuild --rebuild $i

done

Das Script geht davon aus, dass sich alle Quellpakete im aktuellen Verzeichnis befinden. Es erschafft alle notwendigen Binärpakete, die zu Ihrem speziell angepassten Kernel passen. Sie erkennen diese Pakete am Namen. Diese enden alle mit x86_64.rpm. Installieren können Sie die Pakete mit diesem Script.

for I in *.x86_64.rpm

do

rpm --ivh --nodeps $i

done

Nun sind die speziell angepassten RPM-Pakete auf dem virtuellen Gastsystem Ihres Servers installiert.

Artikel wurde zuletzt im Juli 2013 aktualisiert

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