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VDI: Häufige Fehler mit Virtual Desktop Images vermeiden

Es gibt Fehler, die scheinbar jeder VDI-Nutzer machen muss, zum Beispiel die Vergabe erweiterter Benutzerrechte. Konsequenz daraus sind schlechte Benutzererfahrungen.

Viele Nutzer virtueller Desktop-Infrastrukturen (VDI) machen schwer nachvollziehbare Fehler bei der Verwaltung von virtuellen Desktop-Images. Mit ein paar einfachen Veränderungen könnten sie alle Beteiligten glücklicher machen und sogar Geld sparen.

Ein Beispiel: Wenn die Entscheider in einem Unternehmen die unglückliche Gewohnheit haben, Laptops und PCs nach Preis zu kaufen, um Kosten zu reduzieren, so wirkt sich das meist nachhaltig auf die Stimmungslage der IT-Abteilung aus. Besonders problematisch wird es dann, wenn das Unternehmen einfach beim gerade aktuellen Schnäppchen zuschlägt. Am Ende treffen sich dann in einem überfluteten Netzwerk alle möglichen Endpunkte aller möglichen Hersteller.

Warum fehlende Standards schlecht für VDI-Nutzer sind

Mit einer zunehmenden Anzahl verschiedener Endpunkte wird auch die Verwaltung der Images für die virtuellen Desktops aufwändiger, denn jedes Image ist ein klein wenig die Neuerfindung des Rades. Die IT-Abteilung ärgert sich für jeden (und wirklich jeden) neuen Build mit spezifischen Build-Laufwerken herum und muss dann alle unerwünschten Anwendungen von den Reinstallations-Medien entfernen.

Um das Ganze noch schlimmer zu machen, ist das Entwickeln und Erzeugen von Images für virtuelle Desktops kein singuläres Ereignis. Im Ergebnis dürfen sich die IT-Profis auf dem Weg zu einem ausgewachseneren und stabileren Image mit ständigen Reviews und Updates der Images befassen.

Jeder Endpunkt verfügt zudem über seinen eigenen Grafik-Chipsatz und ein ganz eigenes grundlegendes I/O-System mit unterschiedlichen Optionen und Einstellungen. Das verkompliziert den Support, denn jede Maschine unterscheidet sich ein wenig von der nächsten. Intensiver Spaß bei der Problemsuche ist garantiert.

Nicht zu vergessen, müssen die IT-Profis auch die jeweiligen Lizenzschlüssel und Installationsmedien für all die unterschiedlichen Systeme bereithalten. Auch der Schrank mit Datenträgern und Lizenzunterlagen, auf die die IT beim Neubau eines Images Zugriff haben muss, platzt über kurz oder lang aus allen Nähten.

Viele Entscheider in Unternehmen sehen nur die Bottom-Line-Kosten. Sie verstehen nicht, welche zusätzlichen Kosten entstehen, wenn unterschiedliche Endpunkte unterschiedliche Probleme verursachen. Ultimativ ist dieses Szenario eine riesige Zeitverschwendung für IT-Fachkräfte. Ganz zu schweigen von einem Master Image für die Bereitstellung der virtuellen Desktops, das es in einem solchen Unternehmen nie geben wird.

Standardisierte Images für virtuelle Desktops auf standardisierter Hardware kann bei den notwendigen Verwaltungsarbeiten für Virtual Desktop Images eine Vielzahl erheblicher Vorteile haben. Darunter:

  • Der Neubau eines Standard-Images ohne Variationen wird zum einfachen Unterfangen. Die IT-Abteilung muss sich um abdriftende Konfigurationen keine Sorgen mehr machen.
  • Die IT-Abteilung kann Builds automatisieren. Der manuelle Neuaufbau von Laptops ist arbeitsintensiv.
  • Die Auswahl eines bestimmten Anbieters von Hardware hat viele Vorteile. Die meisten großen Hersteller bieten für verschiedene Produktlinien eine Garantie über die gesamte Support-Lebensdauer hinweg. Der Wechsel von einer Hardwareversion zur nächsten wird also nicht für einen kompletten Zusammenbruch der Konfiguration sorgen. Mit den Anbietern ist außerdem in der Regel ein zumindest kleiner Rabatt auch verhandelbar, gerade auch bei Großeinkäufen oder für loyale Kunden.

Welche Möglichkeiten für Unternehmen gibt es noch?

Die VDI nicht ordentlich abzuriegeln gehört zu den großen verpassten Chancen bei der Verwaltung von Images für virtuelle Desktops. Nehmen Sie sich die Zeit und stellen Sie sicher, dass Ihre Anwender keine erweiterten Benutzerrechte erhalten können. Auf ordentlich konfigurierten virtuellen Desktop Images sollten sie solche Rechte niemals tatsächlich benötigen. Und das letzte, was die IT-Fachabteilung gerne sieht, sind Anwender, die ihre eigene Software installieren oder Einstellungen verändern, die dann später wieder Support-Aufwand verursachen.

Installieren sie zunächst die Betriebssystem-Ebene und anschließend die Anwendungs-Ebenen.

Und um ganz ehrlich zu sein: Auch IT-Profis müssen an sich selbst denken. Erzeugen Sie für einfache Aufgaben wie die Ermittlung von IP-Umgebungsinformationen Scripts, die Sie direkt auf den Desktops der Anwender ablegen. Auf diese Weise wird die Remote-Steuerung dieser Geräte für die IT-Pros vereinfacht. Kurz gesagt: Vereinfachen Sie den Support.

Wenn Sie virtuelle Anwendungen wie Microsoft Office installieren, widerstehen Sie der Versuchung, diese mit in die Installation des Betriebssystems zu integrieren. Denn nicht jeder Desktop braucht jedes Paket daraus. Führen Sie die Installationen und Konfigurationen in Ebenen aus. Installieren sie zunächst die Betriebssystemebene und anschließend die Anwendungsebenen.

Auch die Dokumentation der Anwendungen kann eine hilfreiche Ressource sein, um mit Batch- und Konfigurationsdateien den Installationsprozess zu automatisieren. Damit wird es ein Einfaches, die benötigten Anwendungen zu installieren. Das spart Zeit und zwingt außerdem zur Einheitlichkeit.

Selbst die Kombination mehrerer Anwendungsinstallationen in einem „Feuer frei und fertig“-Paket ist eine Möglichkeit, die dem Administrator mehr zusammenhängende Zeit für andere Tätigkeiten gibt.

Zur Abrundung der Verwaltung von Virtual Desktop Images sollte die IT-Abteilung alle Endpunkte verschlüsseln und eine Remote-Löschung aktivieren. Denn Sicherheit sollte für jeden VDI-Nutzer an erster Stelle stehen.

Die fachliche Befähigung zur Verwaltung und Steuerung von Virtual Desktop Images und den damit verbundenen Daten ist nicht zu unterschätzen. Die auszuwählenden Sicherheitsprodukte sollten stets deren zentrale Verwaltung unterstützen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2018 aktualisiert

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