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Unterstützung für VDI von Anwendern und Entscheidungsträgern

Will die IT-Abteilung VDI einsetzen, muss sie den Mitarbeitern und dem Management die Technologie gut verkaufen. Anwendungsfälle sind mobile Belegschaft und Leiharbeiter.

IT-Profis finden sich oftmals in einer Zwickmühle wieder. Es gibt Technologien, die sie gerne einsetzen würden. Anwender und Entscheidungsträger, die den Kauf genehmigen, interessieren sich aber nicht dafür.

Führt die IT-Abteilung etwas Neues ein, versprechen sich Anwender davon ein einfacheres Leben. Entscheidungsträger wollen Geld sparen und die Effizienz erhöhen. Deswegen müssen IT-Profis wissen, wie Sie den Wert von Desktop-Virtualisierung kommunizieren. Nur dann bekommen sie von allen Leuten im Unternehmen Unterstützung für VDI. Sobald die IT-Abteilung VDI einsatzbereit hat, muss sie den Anwendern demonstrieren, wie sie von der Technologie profitieren können.

Um Unterstützung für VDI zu erhalten, sollte sich die IT-Abteilung den Problemen der Anwender annehmen. Das gilt sowohl für die Genehmigung von oben als auch die Benutzerakzeptanz. Virtuelle Desktops können einige Probleme lösen. Anliegen in Sachen Business sollten allerdings auf einem anderen Blatt stehen als technische Schwierigkeiten. Die IT-Profis müssen die Business-Sprache identifizieren, die unterm Strich zur Akzeptanz von VDI führt.

Sich mit der mobilen Belegschaft auseinandersetzen

Die häufigste Beschwerde von mobilen Mitarbeitern ist, dass Notebooks zu klobig und zu schwer zum Reisen sind. VDI kann mobilen Nutzern mehr Flexibilität bieten als ein herkömmliches Notebook. Ein klassisches Beispiel ist das Gesundheitswesen. Medizinisches Personal bewegt sich von Abteilung zu Abteilung oder von Klinik zu Klinik. Es braucht Zugriff auf die elektronischen Aufzeichnungen, die Mitarbeiter wollen aber kein Notebook mit sich herumschleppen. Thin Clients zusammen mit VDI könnten in einem Klinikum die Antwort sein. Das Personal kann somit ein Gerät nutzen, das im Moment zur Verfügung steht.

Weitere Vorteile, die für eine Unterstützung von VDI sprechen, sind Kompatibilität und Sicherheit. Datenschutz ist in vielen Bereichen ein Muss und dazu gehört selbstverständlich auch das Gesundheitswesen. Auf Thin Clients befinden sich keine Daten des Unternehmens. Die IT-Abteilung kann solche Geräte als vertrauenswürdig behandeln, denn sie weiß, dass sensible Daten sicher im Data Center aufgehoben sind.

Datenhoheit und Kontrolle

Datenhoheit und Kontrolle sind weitere Probleme, die sich durch VDI verbessern lassen. Das ist immer dann der Fall, wenn die IT-Abteilung den Mitarbeitern Zugriff auf Anwendungen und Daten geben muss, ohne dass sich die Informationen exportieren lassen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein ausgelagertes Call Center. Die Mitarbeiter des Call Centers brauchen Zugriff auf die Informationen des Kunden, sollten die Daten allerdings nicht für den eigenen Nutzen kopieren können. Ein anderer Anwendungsfall ist Outsourcing bei der Softwareentwicklung. Die Programmierer brauchen Zugriff auf den Quellcode, sollten ihn aber nicht kopieren können.

Hier kann die IT-Abteilung das Business wirklich positiv verändern, weil sich gewisse Bereiche des Unternehmens auslagern lassen. Wie gesagt kann es sich hier um ein Call Center handeln und im Gegenzug wird Geld gespart. Die Mitarbeiter haben keine Möglichkeit, sensible Daten zu extrahieren oder preiszugeben.

Leiharbeiter

Setzen Unternehmen viel auf Leiharbeiter, wollen sie diesen oftmals kein Notebook zur Verfügung stellen. VDI erlaubt es den Vertragsarbeitern, eigene Notebooks zu benutzen und per Fernzugriff auf Unternehmens-Desktops zuzugreifen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass neue virtuelle Desktops meist viel schneller einsatzbereit sind als neue Notebooks. Dafür gibt es eine Image-Vorlage für die Firma und die IT-Abteilung kann Leiharbeiter sehr schnell einsatzbereit machen. Das spart natürlich auf beiden Seiten Zeit und Geld. Die IT-Abteilung muss sich nicht mit den Notebooks der Vertragsarbeiter auseinandersetzen und die temporären Mitarbeiter müssen im Gegenzug nicht auf die IT-Abteilung warten. Das Unternehmen spart möglicherweise auch Geld, weil es keine zusätzlichen Lizenzen für die Notebooks der Leiharbeiter kaufen muss.

Die Infrastruktur lässt sich immer einfacher managen und die Cloud reduziert Aufgaben am eigenen Standort. Kluge IT-Profis werden sich enger am Geschäft orientieren und prüfen, welche Probleme sich optimal lösen lassen. Virtuelle Desktop setzen Sie dann erfolgreich ein, wenn Sie die Probleme erkennen, mit denen sich Management und Endanwender plagen.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2018 aktualisiert

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