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Umgebungsdateien erhöhen die Flexibilität von OpenStack Heat

OpenStack Heat dient der Orchestrierung von OpenStack-Komponenten. Umgebungsdateien können dabei die Flexibilität bei der OpenStack-Konfiguration erhöhen.

OpenStack Heat stellt innerhalb des Cloud-Frameworks Orchestrierungsfunktionen zur Verfügung. Administratoren können über Heat-Templates einen vollständigen Cloud-Stack bereitstellen, der eine nahezu beliebig große Anzahl virtueller Maschinen samt dazugehöriger Konfiguration aufweist. Für diese Orchestrierungs- und Konfigurationsarbeit sind eben erwähnte Heat-Templates im HOT-Format (Heat Object Template) nötig.

Templates für OpenStack Heat werden in YAML geschrieben. Alle Template-Dateien sowie die darin zusätzlich gespeicherten Konfigurationen müssen also innerhalb der HOT-Datei im YAML-Format abgespeichert werden. Heat-Templates können in einer statischen Art und Weise geschrieben werden und so alle nötigen Komponenten für die Konfiguration enthalten, allerdings ist dies oft nicht flexibel genug für die sich stets wandelnden Anforderungen einer OpenStack-Cloud.

OpenStack Heat mit Umgebungsdateien nutzen

Für einen weitaus flexibleren Umgang mit Heat-Parametern können Admins Umgebungsdateien für OpenStack Heat verwenden. Dadurch wird das HOT über den Befehl heat zusammen mit den im Englischen „environment file“ genannten Umgebungsdateien verarbeitet.

Überblick über die wichtigsten OpenStack-Komponenten.
Abbildung 1: Überblick über die wichtigsten OpenStack-Komponenten.

Im Template selbst setzen Administratoren Variablen, um auf spezifische Parameter zu verweisen, können diese Parameter aber auch im HOT selbst definieren. Genau dies ist in der folgenden Beispieldatei der Fall.

In diesem Beispiel wird die Variable über geschweifte Klammern referenziert:

{ get_resource: volume }

Dies verweist auf den Parameter volume, der weiter unten in der Template-Datei definiert wird. Der Ausdruck resources verweist dagegen auf die spezifische OpenStack-Komponente (etwa Compute-Instanzen oder Sicherheitsgruppen), die Administratoren bereitstellen wollen.

Beispieldatei eines Heat Object Template:

heat_template_version: 2014-10-16

description: A simple server

resources:

  server:

    type: OS::Nova::Server

    properties:

      block_device_mapping:

        - device_name: vda

          delete_on_termination: true

          volume_id: { get_resource: volume }

      flavor: m1.nano

      networks:

        - network: internal001

      user_data_format: RAW

      user_data: |

        #!/bin/sh

        while [ 1 ]; do echo $((13**99)) 1>/dev/null 2>&1; done

  volume:

    type: OS::Cinder::Volume

    properties:

      image: 'Cirros 0.3.4'

      size: 1

Das Definieren und Verwenden zusätzlicher Parameter in Umgebungsdateien sorgt für eine wesentlich größere Flexibilität mit OpenStack Heat, vor allem je höher skaliert die Umgebung ist. Um eine Private Cloud mit Heat Object Template und Umgebungsdatei bereitzustellen, wird einfach der Befehl heat verwendet, etwa folgendermaßen:

heat stack-create -r -f my-template.yaml -e my-env.yaml my-stack

Dabei referenziert das Attribut –f auf das HOT, während –e die Umgebungsdatei angibt.

Umgebungsdateien sind aber nicht die einzige Möglichkeit, die Flexibilität im Umgang mit OpenStack Heat zu erhöhen. Administratoren könnten bei der Eingabe von heat zum Beispiel auch spezifische Parameter integrieren, zum Beispiel über –p key=value.

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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