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Tipps zur Auswahl einer passenden Lösung fürs Monitoring

Lösungen zum Management der eigenen Umgebung sind eine wichtige Säule bei der Überwachung und Pflege der Firmen-IT. Welche Punkte sollten bei der Auswahl besonders beachtet werden?

Das Monitoring und die Kontrolle der in einem Netzwerk eingesetzten Geräte gehört zu den wichtigsten IT-Aufgaben in einem Unternehmen. Das trifft insbesondere bei expandierenden Firmen zu, deren Strukturen sich in einem konstanten Wachstum befinden und die kontinuierlich überwacht werden müssen. Die eingesetzten Lösungen sollten dabei alle wesentlichen Management-Standards unterstützen und die eingesammelten Daten sorgfältig auswerten.

Es gibt aber noch mehr Punkte, die Administratoren bei der Wahl der geeigneten Lösung zum Netzwerk-Monitoring beachten sollten. Wichtige Voraussetzungen sind zum Beispiel, dass die Software Warnmeldungen unterstützt, Berichte erstellen kann und zudem leicht zu nutzen sein sollte.

Der richtige Umgang mit Warnmeldungen

Die meisten Lösungen zum Netzwerk-Monitoring weisen grafisch oder mit anderen visuellen Möglichkeiten auf neue Warnmeldungen hin. Das führt jedoch immer wieder dazu, dass Admins wichtige Ereignisse übersehen oder nur an andere delegieren. Wer sich dann letztlich darum kümmert, ist nicht immer klar. Dabei gibt es mittlerweile Lösungen zum Netzwerk-Monitoring, die ein Ticket-System integriert haben.

Warnmeldungen in so einem Ticketing-System nutzen moderne Algorithmen, um einen neuen Hinweis gleich an die richtige Person zu senden und zu kontrollieren, ob die Aufgabe auch bearbeitet wird.

Der Einsatz moderner Methoden zur Indizierung ist ebenfalls hilfreich, wenn sich die IT eines Unternehmens wiederholt erweitert wird. So ist es einfacher, ein Alert-System einzurichten, das automatisch eskaliert, wenn es nötig ist. Je nach Fehler und Vorfall wird die am besten passende Ansprechperson direkt ausgewählt. Das funktioniert in der Regel sowohl als auch ohne menschlichen Einfluss.

Erweiterbarkeit im Fokus

Wenn eine Organisation erst einmal eine gewisse Größe erreicht hat, wird es nicht selten immer schwieriger, neue Geräte hinzuzufügen und zu konfigurieren. Aus diesem Grund sollte der Prozess zur Integration neuer Geräte auch die Bereiche Setup und Konfiguration umfassen.

Überprüfen Sie deswegen vor seinem Einsatz, ob das ausgewählte Tool zum Netzwerk-Monitoring auch wirklich flexibel und erweiterbar ist. Nur so können IT-Teams Log-Dateien und Dateien nach neuen Fehlerbedingungen überprüfen, aktuelle Alerts konfigurieren und in das System zum Überwachen des Netzwerks integrieren.

Zum Beispiel benötigen Administratoren in ihrer täglichen Arbeit die Möglichkeit, in Protokollen und vorhandenen Dateien nach bestimmten Zeichenfolgen zu suchen, die mit einem neuen Fehler zusammenhängen, um dann auf dieser Basis einen neuen Alert zu erstellen.

Fähigkeiten zur Analyse und zum Reporting

Das Erstellen aussagekräftiger Berichte ist einer der wichtigsten Punkte beim Netzwerk-Monitoring. Gute Lösungen sollten in der Lage sein, automatisch Trends im System zu identifizieren und darauf aufbauend neue Reports zu erstellen. Die daraus resultierenden Maßnahmen helfen dabei, aktuelle und künftige Probleme zu vermeiden.

Berichte sind unverzichtbar, um Entwicklungen aufzuspüren, die oft auf andere Weise nicht entdeckt worden wären. Diese Funktionalität sollte deswegen nicht unterschätzt werden. Vielen Herstellern ist das bewusst und sie weisen in ihren Produktbeschreibungen explizit darauf hin.

Benutzerfreundlichkeit

Eine ausgezeichnete Benutzerfreundlichkeit und leichte Bedienbarkeit der Lösung sind ebenfalls von hoher Bedeutung. Ein zu kompliziertes System wird nie in der ganzen Bandbreite seiner Möglichkeiten eingesetzt werden. Sie sollten deswegen in der Auswahlphase besonderen Wert auf die folgenden Punkte legen: wie werden Berichte erstellt, wie lässt sich auf Alerts reagieren und wie arbeitet das Tool mit anderen Bereichen zusammen?

Je nach Unternehmensgröße und Anforderungen gibt es in der Regel mehrere Lösungen zum Netzwerk-Monitoring, aus denen Sie auswählen können. Ein Beispiel ist SolarWinds, dass sich mit seinen Angeboten vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) eignet. An Unternehmen mit vielen Entwicklern richtet sich Nagios mit teilweise sogar kostenlosen Lösungen. PRTG von Paessler ist auf größere Umgebungen ausgelegt und bietet zudem eine hohe Erweiterbarkeit, die auf den wichtigsten Programmiersprachen aufsetzt. Diese Lösung kann sowohl selbst gehostet als auch in einer SaaS-Umgebung (Software as a Service) genutzt werden. Für viele Unternehmen ist letzteres ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung für die am besten geeignete Lösung zum Monitoring ihrer IT.

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Nächste Schritte

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So überwacht das Tool Nagios die IT-Umgebung

Artikel wurde zuletzt im November 2018 aktualisiert

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