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Swarm und Kubernetes: Zwei Tools zur Orchestrierung von Docker-Containern

Container-Orchestrierung ist eine noch recht junge Technologie. Zwei Tools scheinen sich dabei durchzusetzen: Google Kubernetes und Docker Swarm.

Durch Docker hat die Container-Virtualisierung im letzten Jahr enorm an Popularität gewonnen. Container bieten eine modularisierte Umgebung, mit der sich Applikationen zwischen Clouds migrieren lassen, ohne dass hierzu ein großer Mehraufwand betrieben werden müsste. Wenn es dabei um die Erstellung von Applikationen für Cloud-Umgebungen oder lokale Infrastrukturen geht, dann punkten Container vor allem mit ihrer Portabilität und Einfachheit.

Im gleichen Maß, in dem Container auch in Unternehmensumgebungen Einzug halten, werden die verschiedenen Anbieter von Container-Technologien auch neue Funktionen integrieren, mit denen sich Container-basierte Umgebungen skalieren lassen – und dabei wird es vor allem auch um die Container-Orchestrierung gehen.

Tools zur Container-Orchestrierung bieten vor allem Cluster-Technologien, mit denen sich Container-basierte Applikationen skalieren lassen.  Diese Tools nutzen die Container-Services und orchestrieren diese, um die Interaktion der Container untereinander zu beeinflussen. Orchestrierung ermöglicht Containern aber vor allem, in Clustern angeordnet zu werden, wodurch sie auch für anspruchsvollste Workloads skaliert werden können.

Kubernetes und Swarm die populärsten Orchestrierungs-Tools

Der erste Schritt bei der Container-Orchestrierung ist natürlich die Auswahl des richtigen Tools, und hier entscheiden sich die meisten Unternehmen für eine der beiden populärsten Optionen: Docker Swarm oder Google Kubernetes.

Docker Swarm ist das Orchestrierungs-Tool von Docker selbst, mit dem sich Applikationen bereitstellen lassen, die sich über mehrere Container und Hosts erstrecken, während gleichzeitig die Skalierbarkeit und Verwaltbarkeit Container-basierter Umgebungen erhalten bleibt. Docker Swarm ist als Alternative zu Google Kubernetes ins Leben gerufen worden, das bereits einen wesentlich größeren Marktanteil hat.

Google Kubernetes ist ein Open-Source-Cluster-Manager, der ähnliche Funktionen bietet wie Docker Swarm. Kubernetes kann beispielsweise eine große Anzahl an Container-Replikas über eine Gruppe von Node-Instanzen verteilen. Das Replikations- und Distributionsmodell des Google-Tools arbeitet dabei generisch genug, um die gängigsten Container-basierten Applikationen skalieren zu können.

Sowohl Docker Swarm als auch Google Kubernetes sind also in der Lage, auch massive Container-Umgebungen zu skalieren. Dabei hat Kubernetes den großen Vorteil der längeren Marktpräsenz und der Unterstützung durch Google, während Docker Swarm noch vergleichsweise neu ist. Vor der Entscheidung für eines der beiden Tools sollte auf jeden Fall eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden, die praxisnahe Workloads beinhaltet.

Auch die Applikations-Architektur entscheidet

Ein guter Ratschlag zur Container-Orchestrierung lautet auch, sich die Architektur der Applikation anzusehen. Viele Unternehmen nehmen sich bei der Container-basierten Virtualisierung nicht genug Zeit, vor allem seitdem Orchestration-Tools einige der zugrundeliegenden Komplexitäten beseitigt. Es zahlt sich aber durchaus aus, sorgfältig zu planen, wie die Applikation auf Container aufgeteilt werden soll, die mit dem Orchestrierungs-Tool verwaltet werden sollen.

Wenn beispielsweise die Container zu feingliedrig aufgeteilt sind, werden auch die Container-Services zu stark verteilt und damit sehr komplex. Wenn die Container andererseits zu groß werden, werden wiederum diese selbst zu komplex. Hier müssen Unternehmen also je nach den spezifischen Anforderungen ihrer Applikationen eine geeignete Balance finden.

Zu guter Letzt sollten ausführliche Tests der Container-Orchestrierung durchgeführt werden. Am Ende des Tages muss den Anwendern schließlich eine Infrastruktur an die Hand gegeben werden, die funktioniert und so weit wie möglich eine Verfügbarkeit von 100 Prozent erreicht. Aus Sicherheitsgründen sollten zudem Regressions-, Performance- und Penetration-Tests durchgeführt werden.

Anschließend sollte sichergestellt werden, dass Container und Container-Cluster Administratoren Zugang zu Rechteverwaltung und Monitoring gewährend. Die Container-Orchestrierung ist noch immer eine recht junge Technologie, aber die Handlungsempfehlungen hierfür haben sich meist auch schon in anderen Bereichen etabliert. Dabei sollte man sich nicht blind dem Hype anschließen, wichtig ist zu erkennen, wo Container hilfreich sind und wie man sie am besten im Unternehmen einsetzen kann.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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