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So ordnet man Cloud-Workloads optimal Azure VM-Größen zu

Bei der Auswahl eines Instance-Typs für Azure VMs passt nicht jede Größe für alle Anwendungen. So ordnet man Cloud Workloads optimal Azure VM-Größen zu.

Azure Virtual Machines (VM) ermöglichen eine flexible Virtualisierung verschiedenster Cloud-Computing-Lösungen. Nutzern stehen eine ganze Reihe von Auswahloptionen für Azure VM-Größen und -Typen zur Verfügung. Bei dieser Vielfalt an Optionen kann es schwierig sein, zu entscheiden, welche VM-Größen und -Typen für Ihre Cloud Workloads am besten geeignet sind.

In einer lokalen Umgebung gestaltet sich die Definition einer virtuellen Maschine (VM) einfach: Dort legen Sie die Anzahl der virtuellen CPUs (vCPU) und die Gesamtmenge an Arbeitsspeicher fest, die Ihre VM während des Bereitstellungsprozesses haben soll. Beim Cloud Computing muss man in der Regel eine bestimmte VM-Größe mit einer festen Anzahl von vCPUs und Memory auswählen. Wenn Sie planen, lokale Server nach Azure zu migrieren, wählen Sie die VM-Größe, die den Anforderungen Ihres Servers hinsichtlich CPU, Arbeitsspeicher und Storage am ehesten entspricht.

Es gibt auch Gruppen von Maschinengrößen, die für eine bestimmte Anwendung ausgelegt sind. Beispielsweise sind einige Azure VM-Größen für eine hohe CPU-, Memory- oder Speichernutzung optimiert. Passen diese nicht, können Sie sie ändern. Nachdem Sie Ihre Wahl getroffen haben, messen Sie die Leistung und stellen die Größe auf den Bedarf ein.

Azure VM-Typen

Microsoft stellt im Web eine Liste der Azure VM-Größen zur Verfügung. Anstatt die gesamte Liste dieser VM-Größen zu durchforsten, ist es besser, sich auf die verschiedenen verfügbaren Typen zu konzentrieren.

Allgemeiner Zweck: Dieser VM-Typ ist für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen CPU und Memory ausgelegt. Der Typ umfasst die VM-Größen Dsv3, Dv3, DSv2, Dv2, DS, D, Av2, A0-7 und B – sie befinden sich derzeit im Preview-Status. Diese Typen eignen sich vor allem für Workloads, die niedrige bis mittlere Aktivitätsniveaus unterstützen müssen. Die Basisschicht innerhalb dieser Gruppe bedient am besten Entwicklungs- und Testszenarien, die keine erweiterten Funktionen wie Load Balancing und Auto Scaling erfordern.

Compute-optimiert: Dieser VM-Typ hat ein hohes CPU-zu-Memory-Verhältnis und ist für rechenintensive Workloads optimiert. Zu den Azure VM-Größen innerhalb dieser Gruppe gehören die Fsv2-, Fs- und F-Serien.

Arbeitsspeicheroptimiert: Dieser VM-Typ bietet ein hohes Memory-zu-CPU-Verhältnis und eignet sich gut für produktive Workloads, die viel Speicher benötigen – etwa Datenbankserver und In-Memory-Caches. Zu den speicheroptimierten Azure VM-Größen gehören die VMs der Esv3-, Ev3-, M-, GS-, G-, DSv2-, DS-, Dv2- und D-Serien. Die VM-Größe der M-Serie bietet bis zu 128 vCPUs und zwei TB Arbeitsspeicher.

Speicheroptimiert: Für Workloads, die intensive Schreib-/Lesevorgänge und geringe Latenzzeiten erfordern – wie zum Beispiel Big-Data-Anwendungen – ist die Ls-Serie eine gute Wahl. In dieser Serie gibt es vier Azure VM-Größen. Sie reichen von Hunderten bis hin zu Tausenden von Gibibytes (GiB) lokalen SSD-Speicher und bieten eine hohe Lese-/Schreibleistung.

GPU-optimiert: Die NV und NC VM-Größen in dieser Gruppe sind bestens für intensive Grafik-Rendering-Workloads und Videobearbeitung geeignet. Diese Azure VM-Größen werden von Nvidia-Grafikprozessoren unterstützt.

High Performance Computing: Die rechenintensivsten VMs bilden die H-Reihe und A-Serie. Die zugrunde liegende Hardware, die diese VMs antreibt, ist für rechen- und netzwerkintensive Workloads optimiert, einschließlich von Cluster-Anwendungen für High-Performance Computing.

Jenseits von CPU und Memory

CPU und Arbeitsspeicher sind wichtige Kriterien bei VMs. Es gibt aber auch weitere Features, die zu beachten sind, zum Beispiel Storage, Netzwerkkonfiguration und regionaler Support.

Jede VM verfügt über eine virtuelle Betriebssystem-Festplatte, die sich im Azure Storage befindet. Standardmäßig ist diese Festplatte 127 GB groß, Sie können diese Speichergröße jedoch auf 2.048 GB erhöhen. Unternehmen dürfen auch weitere Datenträger hinzufügen, die eine Kapazität von jeweils bis zu 4.095 GB unterstützen. Die Anzahl der hinzufügbaren Datenträger variiert jedoch je nach Größe der Azure VM. Beispielsweise unterstützt eine Standard_A0 VM nur eine Festplatte, während Standard_GS5 bis zu 64 Platten erlaubt.

Unternehmen müssen sich zwischen Azure Standard und Premium Storage entscheiden. Der Hauptunterschied zwischen den beiden: Standard Storage verwendet klassische Festplatten, Premium Storage hingegen SSD-Speicher und somit eine bessere Speicherleistung.

Wenn Sie eine I/O-intensive Arbeitslast in Azure bereitstellen möchten, wählen Sie also besser Premium Storage. Jede Azure VM-Größe, die ein „s“ in ihrem Namen enthält, unterstützt Premium Storage, einschließlich der VMs der Serien DS, DSv2, GS, Ls und Fs. Höhere Azure VM-Größen unterstützen mehr I/O-Operationen pro Sekunde als ihre kleineren Pendants.

Jeder Azure VM-Typ unterstützt auch eine unterschiedliche Anzahl von maximalen Netzwerkschnittstellen. Dies ist eine wichtige Unterscheidung für VMs, die eine Netzwerkschnittstelle in mehreren virtuellen Netzwerken benötigen. Dazu gehören zum Beispiel VMs, die als Netzwerk-Appliance fungieren.

Letztendlich sollten Sie schließlich auch darauf achten, in welchen Regionen Azure VM-Typen verfügbar sind und welche Kosten Ihnen entstehen. Bestimmte VM-Typen sind nur in einer begrenzten Anzahl von Regionen verfügbar.

Es ist auch möglich, dass der Preis für eine VM-Größe regional unterschiedlich ist. Wenn Sie eine VM-Größe ins Auge fassen, sollten Sie deshalb immer sicherstellen, dass sie in der von Ihnen gewählten Region verfügbar ist. Anschließend können Sie den Azure-Preisrechner nutzen, um die Kosten zu schätzen.

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Nächste Schritte

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2018 aktualisiert

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