So leeren Sie temporäre Verzeichnisse in Windows automatisch

Temporäre Windows-Verzeichnisse sind oft der Grund für unerklärliche Programmabstürze. Daher sollten sie oft geleert werden - am besten automatisch.

So gut wie jedes Programm, das mehr als nur Standardaktivitäten durchführt, benutzt temporäre Verzeichnisse in Windows als Abladeplatz für seine Dateien.

Darüber hinaus können temporäre Verzeichnisse in Windows einer der Hauptgründe für rätselhafte Fehlfunktionen von Programmen sein. Ein mit Datenmüll verstopftes temporäres Verzeichnis kann zum Beispiel dafür verantwortlich sein, dass Anwendungen aus unerklärlichen Gründen abstürzen, selbst wenn man sie entfernt und anschließend wieder installiert.

Daher empfiehlt es sich, dass Sie die temporären Verzeichnisse in Windows immer wieder leeren. Allerdings haben die wenigsten Windows-Administratoren Lust, diese Bereinigung regelmäßig manuell zu erledigen. Im Folgenden finden Sie einige Möglichkeiten, wie Sie die temporären Verzeichnisse in Windows automatisch leeren.

Sie können zum Beispiel eine Batch-Datei erstellen, die beim Login ausgeführt wird und diese Befehle enthält:

 

rd /s /q %temp%

md %temp%

rd /s /q %systemroot%\temp

md %systemroot%\temp

 

Hiermit erreichen Sie nicht nur, dass temporäre Verzeichnisse gelöscht, sondern auch als leere Ordner wieder angelegt werden. Hinweis: Falls das Skript auf Dateien trifft, die gerade in Benutzung sind, wird der gesamte Löschvorgang für alle Verzeichnisse abgebrochen. Aus diesem Grund ist es am besten, dieses Skript bei der Anmeldung zu starten, wenn noch keine anderen Anwendungen laufen.

An dieser Stelle einige Worte zur Architektur der temporären Verzeichnisse von Windows. Es gibt zwei temporäre Verzeichnisse, die kontrolliert werden müssen: ein Verzeichnis im Benutzerprofil und der temporäre Ordner des Systems. 

Der erste Ordnerpfad variiert abhängig vom Benutzernamen, lässt sich aber anhand der Umgebungsvariable TEMP herausfinden. Wenn Sie auf der Befehlszeile SET TEMP eingeben, erhalten Sie den Pfadnamen in der 8.3-Notation. Der zweite Pfad führt üblicherweise zu einem Ordner namens TEMP unter dem Hauptsystemverzeichnis, der ebenfalls über die Variable %SystemRoot% zugänglich ist.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Programme von Drittanbietern einzusetzen, die bestimmte Aufräumarbeiten automatisch durchführen, zum Beispiel die Freeware CCleaner. Sie können CCleaner so konfigurieren, dass die Software den TEMP-Ordner in einem Benutzerprofil leert, müssen ihn jedoch manuell hinzufügen. 

Sie sollten temporäre Windows-Verzeichnisse nicht automatisch leeren, wenn Sie Software installieren, die zum Abschluss der Installation einen Neustart des Rechners erfordert.

Zudem lässt sich diese Aufgabe nur durchführen, wenn der Windows-Explorer versteckte Verzeichnisse anzeigt. Dazu klicken Sie in CCleaner in der Menüleiste links auf Einstellungen, dann im Options-Bereich unter Einschließen auf Hinzufügen. Anschließend navigieren Sie mit der Durchsuchen-Schaltfläche zum TEMP-Ordner im jeweiligen Benutzerprofil.

Haben Sie das erledigt, klicken Sie unter Einstellungen auf die gleichnamige Option und wählen CCleaner beim Hochfahren starten, damit diese Bereinigung automatisch stattfindet. Zum Schluss wählen Sie über den Menüpunkt Cleaner den Windows-Tab und setzen im unteren Bereich (unter Erweitert) ein Häkchen vor die Checkbox Benutzerdefinierte Dateien und Ordner

Wenn Sie nicht sicher sind, ob bestimmte Dateien im TEMP-Ordner noch benötigt werden, klicken Sie unter Einstellungen auf Erweitert und wählen dann Dateien aus dem Windows-Temp-Ordner nur löschen, wenn sie älter als 24 Stunden sind.

Hinweis: Sie sollten temporäre Windows-Verzeichnisse nicht automatisch leeren, wenn Sie Software installieren, die zum Abschluss der Installation einen Neustart des Rechners erfordert. 

Beispiele hierfür sind Programme, die einen oder mehrere Geräte-Treiber installieren. Viele Software-Installer verwenden für ihre Setup-Dateien temporäre Verzeichnisse in Windows, solange der Vorgang noch nicht abgeschlossen ist. Wenn diese Dateien gelöscht werden, kann der Installer nicht weitermachen oder stürzt sofort ab.

Beachten Sie, dass, falls ein Installationsprogramm aus anderen Gründen abstürzt, dessen Setup-Dateien dennoch im temporären Verzeichnis verbleiben können. Diese sollten gelöscht werden, bevor Sie den Installer eines anderen Programms aufrufen. Andernfalls kann es zu einem Konflikt zwischen den beiden Dateigruppen kommen.

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Artikel wurde zuletzt im November 2005 aktualisiert

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