HCI: Achten Sie bei der Hardware auf die Workloads

Die Anschaffung von Hardware für hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) muss sorgfältig geplant werden. Die Anforderungen der Workloads spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Anbieter von hyperkonvergenten Infrastrukturen (HCI) bieten eine breite Palette an Wahlmöglichkeiten für Hardware. Bei der Auswahl sollten Sie sich nicht nur die Endanwender berücksichtigen, sondern die Workloads berücksichtigen.

Als erstes sollten Sie bedenken, warum Sie eigentlich die Entscheidung für HCI getroffen haben. Die Zieldefinition sollte die Auswahl erleichtern.

Wenn Sie HCI für virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) verwenden wollen, bieten einige Hersteller Systeme an, die für diesen Einsatzzweck vorkonfiguriert sind. In ähnlicher Weise gibt es auch für Disaster Recovery und Backup zugeschnittene Systeme.

Aber unglücklicherweise gilt dies nicht für jeden Workload. Wenn es für Ihr Thema dennoch ein vorkonfiguriertes System gibt, sollten Sie dies auf Ihre Shortlist aufnehmen. Dies könnte eine Menge Geld sparen und für Ihren Bedarf geeignet sein.

Bringen Sie Hardware und Workload in Einklang

Egal ob Sie sich für ein vorkonfiguriertes System entscheiden oder nicht, sollten Sie berücksichtigen, ob das HCI für die Anforderungen Ihres Workloads geeignet ist, ob diese nun das Backend betreffen oder den Endanwender. 

Nehmen wir an, Sie wollen HCI für Backup einsetzen. Obwohl es dafür vorkonfigurierte Systeme gibt, sind diese nur dann geeignet, wenn sie den Schutz der nötigen Datenmenge bewältigen können.

Der Funktionsumfang von HCI spielt auch eine große Rolle bei allgemeinen Workloads. Gehen wir von einer virtualisierten Datenbank mit In-Memory-Tabellen aus. Dann erfordert das HCI große Mengen an RAM und wahrscheinlich auch Hochgeschwindigkeitsspeicher. Ein HCI-System für Einsteiger mit wenig RAM und mittelmäßigem Speicher wäre in dieser Situation überfordert.

Für die Zukunft gerüstet sein

Die Anforderungen von Workloads wachsen im Laufe der Zeit. Deswegen ist es wichtig, an den künftigen Kapazitätsbedarf zu denken, wenn ein HCI angeschafft werden soll.

Im Idealfall sollte das HCI die voraussichtliche Datenmenge in fünf Jahren bewältigen können.

Bei der Kapazitätsplanung kann man allerdings schnell danebenliegen, deswegen sollte ein HCI erweiterbar sein. In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen.

Als erstes sollten Sie fragen, ob jede Komponente einzeln ausgebaut werden kann. Bei einigen HCI-Systemen ist eine Expansion des RAMs oder der Festplatten wie bei konventionellen Systemen möglich. Bei den meisten HCI-Systemen geht das allerdings nicht und eine Erweiterung ist nur durch zusätzliche Knoten möglich, wobei alle Komponenten hinzugefügt werden.

Ein zweites Problem betrifft die Systemanforderungen beim Hinzufügen von Knoten. Obwohl dies auf den ersten Blick unproblematisch scheint, ist bei manchen HCIs nur die Addition von vier Knoten auf einmal möglich und auch ein zusätzliches Chassis ist erforderlich. Deswegen sollten Sie beim Hinzufügen von Knoten die Auswirkungen auf Ihr Budget beachten.

Was ist mit dem Management?

Wahrscheinlich verwenden Sie bereits Management-Tools für Ihre vorhandenen Server. Die geplanten HCI-Systeme sollten idealerweise diese Tools nutzen können. Sonst könnte durch Management-Silos Ineffizienz entstehen.

Obwohl HCI den Ruf hat, einfach zu sein, müssen Sie bei der Planung dieselbe Sorgfalt an den Tag legen wie bei konventionellen Systemen. Wenn Sie bei der Auswahl der Hardware für HCI die Workloads nicht berücksichtigen, werden Sie Probleme bekommen. Dazu zählen Management-Silos, Vendor-Lock-in und Kapazitätsplanung.

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Artikel wurde zuletzt im März 2018 aktualisiert

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