EVO:RAIL, Nutanix und Tintri: Modernes VMware-Management im Wandel

Konvergente Infrastrukturlösungen erleichtern Installation und Management. Admins werden so von Routineaufgaben entlastet.

Die Geschwindigkeit, mit der heutige Geschäftsanforderungen wachsen, legt immer mehr Aufgaben in die Hände von IT-Abteilungen, was letztendlich verschiedene Produkte zur Folge hat, die das Management moderner VMware-Infrastrukturen grundlegend verändert.

Es gibt inzwischen einige Hersteller, die einen grundsätzlich neuen Ansatz für Storage in virtuellen Umgebungen verfolgen, manche gehen inzwischen auch das Thema Compute-Management an. Das Ziel ist es dabei, VMware-Admins mit Informationen zu versorgen, die sie bisher nicht oder nur sehr schwer erhalten haben.

An erster Stelle stehen dabei VMware selbst mit der hyper-konvergenten und von verschiedenen Herstellern gebauten und vertriebenen EVO:RAIL-Appliance sowie Nutanix und Tintri. Dies sind natürlich nicht die einzigen Anbieter im Bereich (hyper-)konvergenter Systeme, als Referenzpunkte sollen diese drei aber ausreichen.

VM-basiertes Management

Selbst erfahrene VMware-Administratoren können sich noch über VM-basiertes Management freuen, vor allem weil gerade Administratoren schon immer die virtuelle Maschine im Blick hatten, wenn es um Messgrößen ging. Probleme traten dabei meist immer dann auf, wenn andere Tools oder Storage ins Spiel kommen.

Ein VM-basierter Ansatz ermöglicht Administratoren das Reporting auf VM-Ebene statt auf Basis einer größeren Gruppe virtueller Maschinen. Gerade bei der Suche nach Performance-Problemen ist diese Sichtweise auf einzelne VMs sehr hilfreich, so lassen sich auch die größten Verbraucher in der Infrastruktur aufspüren und bei der Planung berücksichtigen. Bei allen drei Anbietern erhalten Admins detaillierte Einblicke in I/O, Bandbreite, Latenz und Kapazität jeder einzelnen virtuellen Maschine, ohne komplexe oder zeitraubende Tools bemühen zu müssen.

VM-basiertes Management geht aber weit über bloße Reporting-Funktionen hinaus. Ein großer Vorteil ist beispielsweise auch die Möglichkeit der VM-basierten Replikation für DR-Szenarien (Disaster Recovery). Sowohl VMware mit EVO:RAIL als auch Tintri und Nutanix lassen Administratoren die Wahl, welche ihrer VMs repliziert werden sollen. 

Das geht sogar so weit, dass für jede einzelne VM andere Replikationsziele ausgewählt werden können. Unternehmen mit mehreren Data Centern oder einer großen Anzahl an Niederlassungen oder Zweigstellen können diese unterschiedlichen Orte so problemlos als Speicherort ihrer Recovery-VMs nutzen.

Wer auf VMware Site Recovery Manager setzt, hat zudem die Möglichkeit, bei seinen Recovery-Plänen auf die gleiche VM-basierte Granularität zu setzen. Letztendlich führt diese Flexibilität zu besseren Kontroll- und Management-Möglichkeiten bei der Recovery-Planung. 

Vielen Unternehmen bereitet es Schwierigkeiten, bei der DR-Planung nicht auf VM-basierten Schutz zurückgreifen zu können. Daher wird in diesen Fällen entweder sehr viel Speicherplatz durch die Replikation zu vieler VMs oder zu viel Zeit bei dem Versuch verschwendet, tatsächlich nur die wichtigen VMs zu replizieren.

Einfache Installation

Genaugenommen sollte jede IT-Infrastruktur, die heutzutage veröffentlicht wird, einen großen Fokus auf eine einfache Installation und Bereitstellung sowie auf ein einfaches Management legen. Die Produkte aller drei Hersteller bieten eine entsprechend einfache Installationserfahrung.

Alle drei Produkte benötigen keine tagelange Vorbereitungs- und Installationszeit. Eine Grundkonfiguration ist sogar meist in weniger als einer Stunde möglich. Typischerweise werden zur Installation nur wenige Angaben benötigt: Ein Plan der Netzwerkverbindungen, eine Liste der IP-Adressen, DNS-Namen sowie ein Account für die Verbindung zu vCenter.

Nach der Grundkonfiguration ist wohl EVO:RAIL am einfachsten bereitzustellen, da VMware durch den sehr klar abgegrenzten Einsatzbereich seiner Appliance in Sachen Einfachheit ein gutes Stück weiter gehen kann als andere Anbieter. Abseits der einfachen Installation erledigt EVO:RAIL auch das vSphere-Switching und einige andere Aufgaben, um Kunden ohne großen Eigenaufwand einen nach VMware-Vorgaben konfigurierten vSphere-Cluster zu bieten. Das dürfte vor allem für all die Unternehmen ein großer Vorteil sein, die keine Support-Kosten eingeplant haben und keine tiefgehenden vSphere-Kenntnisse haben.

Einfache Upgrades

Upgrades sollten heutzutage nicht mehr alleine deshalb ignoriert werden, weil der Upgrade-Prozess zu schwer durchzuführen ist und zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Ziel sollte vielmehr ein einfacher Prozess sein, der die Geschäftstätigkeit nicht beeinträchtigt und somit auch während regulärer Geschäftszeiten durchgeführt werden kann. Produkte sollten dabei zum Beispiel auch kein langes Studium mit Herstellerdokumentationen voraussetzen, um die Kompatibilität mit unterschiedlichen Hardware- und Softwareversionen sicherzustellen.

Für VMware-basierte Angebote sollten Upgrades sogar noch straffer und kontrollierbarer durchzuführen sein, immerhin haben entsprechende Hersteller in diesem Fall die Kontrolle sowohl über Hardware als auch Software ihrer Produkte. Dies sollte sie auch in die Lage versetzen, verständlichere Support-Dokumentationen mit eindeutigen Angaben zur unterstützen Hardware zu erstellen. Dies würde die Zeit- und Energieaufwand von Upgrades wesentlich verringern und stellt genau die Nutzererfahrung dar, die Kunden erwarten.

Der tatsächliche Upgrade-Prozess sollte dann genauso einfach sein wie beschrieben. Obwohl alle drei Anbieter etwas unterschiedliche Ansätze verfolgen, haben sie doch alle den Upgrade-Prozess auf das Downloaden der neuen Softwareversion verkürzt. 

Die neue Version kann anschließend kontrolliert und in einzelnen Phasen unterteilt ausgerollt werden, um die Verfügbarkeit und Performance der Umgebung nicht zu beeinträchtigen. In den meisten Fällen ist der ganze Vorgang mit einigen wenigen Klicks im Management-Interface erledigt.

Abschließende Gedanken

Mit (hyper-)konvergenter Intrastruktur können Admins einen größeren Teil ihrer wertvollen Zeit produktiveren Arbeiten widmen, als einfach nur immer wiederkehrende Aufgaben abzuarbeiten. Durch die vereinfachten Produkte von VMware, Tintri, Nutanix oder auch SimpliVity wird weniger Zeit für Planung, Berichterstattung und Automatisierung verwendet, wodurch mehr Spielraum für die tatsächliche Verbesserung der Geschäftstätigkeiten anderer Fachabteilungen bleibt.

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Artikel wurde zuletzt im März 2015 aktualisiert

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