Die VDI-Landschaft: Einführung, Übersicht und Exploration

Was ist eine virtuelle Desktop-Infrastruktur? Da VDI mittlerweile ein Buzzword ist, erläutert unser Experte in diesem Tipp die Grundlagen von VDI.

Die Bezeichnung virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) ist inzwischen zum Modewort geworden. In diesem Artikel erläutere ich daher, was VDI ist und warum IT-Anwender VDI verwenden. Ich werde auch analysieren, was real ist und was als Hype einzustufen ist.

Die VDI-Konzept ist einfach. Anstatt einem Benutzer einen Desktop-PC zu installieren, auf dem eine Kopie von Microsoft Windows läuft, virtualisieren sie die Desktops, indem Sie diese auf einem Server in einem Rechenzentrum laufen lassen. 

Um seinen virtuellen Desktop zu nutzen, braucht sich der Anwender von seinem Client-Gerät aus nur über ein Thin-Client-Computing-Protokoll mit dem virtualisierten Desktop auf dem Server zu verbinden. Der Client kann dabei ein spezieller Thin Client oder ein ganz normaler PC sein. Damit hat der Anwender Zugriff auf seinen Desktop und kann mit ihm genau so arbeiten, wie er auf einem lokal installierten Desktop arbeiten würde.

Im Backend werden die virtualisierten Desktops in der Regel auf zwei Arten bereitgestellt:

  • Auf einem VMware Server oder Microsoft Virtual Server läuft ein ganzes Bündel von Windows VMs, und jeder Benutzer stellt eine Eins-zu-eins Verbindung zu seiner virtuellen Maschine (VM) her.
  • Eine Reihe von Blades wird mit Windows geladen, und jeder Benutzer verbindet sich Eins-zu-eins mit einem Blade (Dieses Verfahren wird manchmal als "Bladed PC" bezeichnet).

So oder so: Die Idee hinter dem Konzept ist, dass der Anwender jedes Endgerät verwenden kann, das er verwenden möchte. Er kann sich mit seinem Desktop von überall verbinden, und die IT kann die Desktops leichter verwalten, da sie innerhalb des Rechenzentrums stehen.

Wirklich interessant am VDI-Ansatz ist: Während die Technologien neu sind, ist das Konzept der Bereitstellung eines Desktops als Service schon über ein Jahrzehnt alt. Traditionelle Server-basierte Computing-Lösungen - wie Citrix Presentation Server oder Microsoft Terminal Server - haben schon vor über 15 Jahren VDI-Lösungen angeboten. Der Hauptunterschied ist, dass Server-basierte Computing-Lösungen personalisierte Desktops auf gemeinsamen Windows-Instanzen anbieten, während VDI-Lösungen jedem Benutzer seinen eigenen Windows-Rechner geben.

Das heißt, die Server-basierte Computing-Branche hat sich in den vergangenen Jahren entwickelt, um sich weniger auf Server-basiertes Computing zu konzentrieren, sondern mehr auf Delivery-Anwendungen für die Nutzer. So gesehen ist der Desktop nur eine andere Anwendung, die Nutzer für einen Zugang zur IT brauchen und die die IT zur Verfügung stellt.

Was bedeutet das für heute? Niemand schlägt heute wirklich vor, die traditionellen lokalen Notebooks auszusortieren und sie durch VDI-Lösungen zu ersetzen (genau wie vor 15 Jahren niemand vorgeschlagen hat, dass traditionelle Desktops aussortiert und durch Server-basierte Computing-Anwendungen ersetzt werden sollen).

Diejenigen Unternehmen, die mit Server-basiertem Computing am erfolgreichsten gewesen sind, sind die, die sich auf eine Application-to-Application- und situationsbedingte Basis ausgerichtet haben. Heute setzen die meisten Unternehmen, die Server-basiertes Computing nutzen, auf das Konzept als Teil einer ganzheitlichen Lösung. Dieses besteht aus einer Mischung von Technologien, die für bestimmte Szenarien immer nur bestimmte Anwendungen auswählt.

VDI ist nicht anders. Es ist nicht die eierlegende Wollmilchsau, die alle Desktop Nutzungsmodelle aussticht. Aber es ist eine weitere Option für die Desktop-Bereitstellung, die einige große Herausforderungen der traditionellen lokalen Desktops oder Server-basierten Computing Desktops lösen kann.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2007 aktualisiert

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