Angepasste Windows-10-Images mit Sysprep installieren

Mit dem richtigen Know-how kann die IT benutzerdefinierte Windows-10-Images erstellen und installieren. Dazu dient das Systemvorbereitungs-Tool von Microsoft.

Wenn Sie mit Microsofts Systemvorbereitungs-Tool arbeiten – ein Kommandozeilen-Utility, mit dem sich neue Windows-Installationen duplizieren, testen und bereitstellen lassen –, wird Windows 10 in einer Referenz-VM nicht aktiviert. Als Folge davon können Sie das Betriebssystem nicht personalisieren.

Um diese Einschränkung zu umgehen, nutzen Sie Ihren Host, um benutzerdefinierte Windows-10-Themes zu erstellen, einschließlich Änderungen von Desktop-Hintergrund, Farben, Bildschirmschoner, Sounds und mehr.

Danach müssen Sie diese Theme-Datei in einem benutzerdefinierten Windows-10-Image im Assets-Ordner auf dem Host-PC speichern – hierbei handelt es sich in der Regel um die gleiche Maschine, auf der die Referenz-VM läuft.

Wenn Sie das Systemvorbereitungs-Tool (abgekürzt: Sysprep-Tool) verwenden, um das benutzerdefinierte Windows-10-Image in der Referenz-VM zu erstellen, können Sie es generalisieren, indem Sie alle Desktop-, Startmenü- und Windows-Explorer-Anpassungen in ein Standardbenutzerprofil kopieren.

Das Standardprofil dient dann als Basis für alle anderen User-Profile. Dabei übernehmen Sie allerdings auch alle zuletzt verwendeten Dateien und Ordner sowie Schnellzugriffsinhalte des aktuellen Users in das Standardbenutzerprofil. Das Anmeldekonto ist in diesem Fall der integrierte Administrator-Account.

Batch-Datei als Workaround nutzen

Die folgende, aus zwei Zeilen bestehende Batch-Datei – eine Textdatei, die Befehle für das Betriebssystem enthält – setzt den Schnellzugriff und die zuletzt verwendeten Elemente zurück, wann immer ein neuer User sich zum ersten Mal anmeldet.

Öffnen Sie auf dem Host-PC den Windows-internen Editor, und übernehmen Sie per Copy and Paste die folgenden zwei einfachen Befehlszeilen in ein neues Textdokument:

echo Y|del %appdata%\microsoft\windows\recent\automaticdestinations\*

del %0

Speichern Sie es anschließend im Assets-Ordner als Datei mit dem Namen RunOnce.bat. Dazu wählen Sie im Dialog Speichern unter des Editors als Dateityp Alle Dateien. Später werden Sie diese Datei in die Referenz-VM importieren, wo Sie sie im Ordner %appdata%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Start-up speichern müssen. Dadurch wird garantiert, dass sie jedes Mal ausgeführt wird, wenn sich ein neuer Benutzer zum ersten Mal anmeldet.

Hier ist eine kurze Erläuterung der Befehle in der Batch-Datei:

  • echo Y |Sendet den Buchstaben Y per Pipe an das Kommando, das dem Pipe-Zeichen (|) folgt.
  • del %appdata%\microsoft\windows\recent\automaticdestinations\*: Setzt den Schnellzugriff und die Liste der zuletzt verwendeten Elemente auf die Default-Werte zurück. Dieser Befehl erwartet, dass der Anwender entweder Y für Yes (Ja) oder N für No (Nein) eingibt. Da Y durch die Pipe an den Befehl übergeben wird, ist kein Eingreifen des Benutzers notwendig. Stattdessen wird das Y automatisch bei der Ausführung der Batch-Datei eingegeben.
  • del %0: Löscht die Batch-Datei selbst nach deren Ausführung. Wenn man die Batch-Datei nicht löscht, wird der Schnellzugriff jedes Mal zurückgesetzt, wenn sich der Anwender anmeldet. Das soll natürlich nicht passieren. RunOnce muss nur einmal gestartet werden, und auf diese Weise stellen Sie sicher, dass dies pro Anwender geschieht.

Bereiten Sie eine Grafik für das OEM-Logo vor, wenn Sie dies in der OEM-Komponente Ihrer Datei Unattend.xml angegeben haben. Bei dieser Datei muss es sich um eine Bitmap-Grafik handeln, die maximal 120x120 Pixel groß sein darf. Falls es nicht anders geht, können Sie auch eine größere Grafik verwenden, diese wird dann aber auf 120x120 Pixel herunterskaliert.

Wenn Sie diese Datei erstellen, speichern Sie sie als oemlogo.bmp im Assets-Ordner auf dem Host-PC ab.

An diesem Punkt sollte Windows die Installation in der Referenz-VM abgeschlossen haben und wartet, dass es im Audit-Modus neu gestartet wird. Wenn nach dem Reboot der Desktop des Audit-Modus erscheint, können Sie damit beginnen, Software für Ihr benutzerdefiniertes Image zu installieren und anzupassen.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Sysprep: Angepasstes Windows-10-Image erstellen

Ein gehärtetes Windows-10-Image erstellen

Management von Windows-10-Images mit DISM

Artikel wurde zuletzt im März 2018 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Desktop-Management

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close