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In vier Schritten zur sicheren und agilen Hybrid Cloud

Die Hybrid Cloud wird in Unternehmen zum Standard. Das Management dieser heterogenen Infrastruktur stellt jedoch eine große Herausforderung dar, da Daten und Anwendungen über verschiedenen Public- und Private Cloud-Umgebungen sowie die interne IT verteilt sind. Dieser Artikel beschreibt vier Schritte, die Unternehmen auf dem Weg zu einer sicheren, agilen und transparenten Hybrid Cloud-Infrastruktur beachten sollten.

Eines steht fest: Künftig kommt kein Unternehmen mehr an der Cloud vorbei. Sie bildet den Hebel für Innovationen wie Mobile Enterprise, Internet der Dinge, Big Data oder die digitale Transformation allgemein. Das Auslagern von Daten und Anwendungen in die Cloud verspricht zudem höhere Flexibilität, niedrigere Kosten sowie minimalen Administrationsaufwand. Das Gros der Unternehmen nutzt diese Vorteile.

Dem aktuellen State of the Hybrid Cloud Research Report von Veritas zufolge lagern Firmen weltweit derzeit 66 Prozent der Workloads in die Cloud aus (38 Prozent Private Cloud, 28 Public Cloud), 34 Prozent laufen On-Premise auf der herkömmlichen IT-Umgebung. Für die Studie wurden rund 1.800 IT-Entscheider von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern weltweit befragt, darunter auch 250 deutsche Firmen. Da die Sicherheitsbedenken abnehmen, wandern auch geschäftskritische Anwendungen wie CRM und ERP in die Cloud. Für die Cloud Provider steigt damit der Druck, für sichere und hochverfügbare Services zu sorgen.

Heterogene und fragmentierte IT-Landschaft
Fest steht, dass Unternehmen auch künftig nicht alle Anwendungen und Daten in die Cloud auslagern werden, sondern wichtige Aufgaben wie Backup und Recovery oder Disaster Recovery weitgehend selbst kontrollieren wollen. Damit werden heterogene Hybrid Cloud Infrastrukturen zum Standard, die unternehmenseigene herkömmliche IT-Umgebungen mit Private, Hosted oder Public Cloud Services verknüpfen und Daten über unterschiedliche Cloud-Standorte hinweg speichern.

Das Management dieser hybriden Welt gestaltet sich noch komplexer, weil Firmen ihre Cloud-Workloads auf verschiedene Anbieter verteilen. Laut Veritas-Studie setzen 74 Prozent der Unternehmen auf mindestens zwei oder mehr Provider, 23 Prozent sogar auf vier oder mehr Provider. Wie meistern Unternehmen die Herausforderungen, die mit der Verwaltung dieser zunehmend fragmentierten Infrastruktur verbunden sind? Wie erreichen sie eine transparente, hoch verfügbare und sichere Hybrid Cloud Umgebung?

   

Vier Schritte zur sicheren und agilen Hybrid Cloud
Firmen sollten beim Bau einer agilen und zuverlässigen Hybrid Cloud Infrastruktur folgende vier Schritte beherzigen:

  1. Transparente Zwischenschicht: In komplexen Hybrid Cloud Umgebungen können schnell blinde Flecken entstehen. Denn oft sind zahlreiche Cloud-Systeme lediglich mit der unternehmensinternen IT verbunden und tauschen nur mit ihr Daten aus. Die Cloud-Systeme untereinander sind oft in keinster Weise gekoppelt oder synchronisiert, sie existieren isoliert voneinander. Unternehmen sollten daher eine virtuelle Zwischenschicht definieren, die einen gemeinsamen Nenner für wichtige Services definiert und deren Qualität mit Hilfe automatisierter Prozesse kontrolliert. Dieser gemeinsame Layer schafft die Basis dafür, die IT-Umgebung und alle gekoppelten Clouds als Ganzes und deren SLA-Anforderungen zu steuern.
  2. Hohe Verfügbarkeit durch einheitliche Orchestrierung: Die Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse und Anwendungen in einer Hybrid Cloud Umgebung hängt nicht nur von einer robusten und zuverlässigen Hardware-Infrastruktur ab. Die IT muss hier auch Aspekte wie Storage-Management oder Backup berücksichtigen und benötigt einen Überblick über die komplette Daten- und Applikations-Landschaft. Nur dann ist es möglich, alle Schichten der Hybrid Cloud einheitlich zu orchestrieren, Services und Anwendungen zuverlässig bereitzustellen und Störungen schnell zu beheben.
  3. Daten-Governance: Die Organisation und Sicherung der Unternehmens-Daten und -Dienste über hybride und multiple Cloud-Umgebungen hinweg stellt eine große Herausforderung dar. Firmen benötigen dafür eine Lösung, die alle Daten an einem zentralen Ort sichert, damit sie auch schnell wiederhergestellt werden können, gleichgültig, woher die Informationen stammen und wo sie gespeichert sind. Auch hier bildet Transparenz die Basis für effizientes, automatisiertes und zentralisiertes Management. Firmen müssen ihren Datenbestand kennen und wissen, wo welche Informationen gespeichert sind, wie alt die Informationen sind etc. Nur dann sind sie in der Lage, die Daten zu priorisieren und fundierte Entscheidungen zu treffen, welche unternehmenskritischen Informationen mit Blick auf Compliance-Anforderungen, Unternehmenswert und Data Discovery sie behalten sollten oder löschen können.
  4. Kontinuierliches Monitoring und Tests: Um die SLA-Anforderungen zu erfüllen und die Qualität der Hybrid Cloud Umgebung konstant auf hohem Niveau zu halten oder zu verbessern, sollten Unternehmen ihre Services und Anwendungen konsequent und kontinuierlich überwachen und testen. Dabei geht es nicht nur um den Test der einzelnen Komponenten der komplexen Infrastruktur, sondern vor allem um deren Zusammenspiel. Wichtig: Die Tests sollten unbemerkt im Hintergrund ablaufen und die Leistung der Produktivumgebung nicht beeinträchtigen.

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