Tipps für das Management von Nutzer-Profilen bei VDI

In einer virtuellen Desktop-Infrastruktur kann jeder Anwender über ein Nutzer-Profil (VDI) seine persönliche Desktop-Arbeitsumgebung erhalten.

Würden Sie gern auf Ihre Browser-Lesezeichen, den eigenen Desktop-Hintergrund und persönliche Einstellungen auf Ihrem Computer verzichten? Wahrscheinlich nicht.

Genau aus diesem Grund ist eine Möglichkeit zur Verwaltung von Nutzer-Profilen in einer Umgebung mit virtueller Desktop-Infrastruktur (VDI) so wichtig. Damit Nutzer VDI akzeptieren, sollten Administratoren dafür sorgen, dass ihre Profile zuverlässig zur Verfügung gestellt und gesichert werden.

Durch Desktop-Virtualisierung wird die Verwaltung von Nutzer-Profilen komplizierter, denn oft basieren alle virtuellen Desktops auf ein und demselben „goldenen“ Image, das nicht für einzelne Nutzer individualisiert wird. Deshalb sollten Administratoren Möglichkeiten zur Konfiguration von Nutzer-Profilen schaffen. Außerdem müssen sie registrieren können, wenn Änderungen daran vorgenommen werden, und dafür sorgen, dass sich die Profile wiederherstellen lassen, wenn sie gelöscht oder beschädigt werden.

In Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Best Practices im Zusammenhang mit dem Management von Nutzer-Profilen in Ihrer VDI-Umgebung.

Wie funktionieren Nutzer-Profile bei VDI?

Nutzer-Profile enthalten Informationen wie die Präferenzen für die Desktop-Darstellung oder Einstellungen für die Anwendungen der Nutzer. Über sie können Administratoren eine Personalisierung erlauben, obwohl die virtuellen Desktops sämtlich vom selben Master-Image stammen. Dafür gibt es Werkzeuge der Software-Anbieter. Mit ihrer Hilfe können Administratoren sogar selbst die Kontrolle über Einstellungen und Konfiguration der Nutzer-Profile behalten.

Brauche ich in meiner Umgebung personalisierbare Profile?

Wenn alle Nutzer Ihrer virtuellen Desktops dieselben Aufgaben zu erledigen haben und keine Personalisierung benötigen, können Sie einfach mit vorgeschriebenen Profilen arbeiten. Allen Nutzern identische Profile zu geben hält die Umgebung konsistent und erleichtert die Verwaltung, weil Änderungen beim Abmelden nicht gespeichert werden. In anderen Fällen können Sie persönliche Nutzer-Profile vorsehen und diese über Windows Roaming Profiles oder andere Werkzeuge verwalten.

Was muss ich vor einer Virtualisierung mit Nutzer-Profilen machen?

Wenn Sie den Einsatz von VDI vorbereiten, sollten dafür sorgen, dass die Windows-Nutzerprofile nicht direkt auf lokalen Geräten gespeichert sind – auf diese Weise sind sie nicht verloren, wenn der Umstieg auf virtuelle Desktops erfolgt. Über Active Directory können Sie einstellen, dass Nutzer-Profile auf einer Netzwerk-Freigabe gespeichert werden. Eines allerdings sollten Sie bei Roaming Profiles bedenken: Profile lassen sich erst dann öffnen, wenn sie komplett vom Server geladen sind. Zum Glück kann eine Ordner-Umleitung dabei helfen, den Zeitaufwand für den Zugriff von Nutzern auf ihre Profile zu verringern.

Wie erstelle ich Backups von Nutzer-Profilen?

Wenn Sie sich die Mühe machen, persönliche Nutzer-Profile zu ermöglichen, müssen Sie diese auch sichern können. Bei Windows Roaming Profiles werden die Nutzer-Daten auf einer Datei-Freigabe gespeichert – wenn es Backups für Ihren Datei-Server gibt, ist die Angelegenheit damit also schon erledigt. Sorgen Sie zudem dafür, dass sich Nutzer sauber von ihren Desktops abmelden (und nicht einfach ihren Thin Client ausschalten), damit die Profile aktuell bleiben. Wenn Sie individuelle Profile in einer Datenbank speichern, sichern Sie diese Datenbank und ihren Server. Eventuell lohnt sich auch die Investition in eine Dateisystem-basierte Backuptechnik, mit der Sie statt der gesamten Profil-Datenbank auch einzelne Dateien oder Ordner wiederherstellen können.

Lassen sich Nutzer-Profile löschen?

In manchen Organisationen kann es nötig sein, dass Nutzer eigene Profile haben, die aber nach dem Abmelden wieder gelöscht werden sollen. Dies können Sie mit der Verwendung nicht-persistenter virtueller Desktops über VDI-Software wie VMware View oder Citrix XenDesktop erreichen. Alternativ können Sie auch Zwangsprofile von Active Directory nutzen und vorsehen, dass diese beim Anmelden neu geladen werden. Eine weitere Möglichkeit zum Löschen von Nutzer-Profilen ist das Microsoft-Werkzeug User Profile Deletion Utility.

Welche Werkzeuge für Nutzerprofil-Management gibt es?

Abgesehen von Active Directory und Roaming Profiles gibt es auch weniger bekannte, aber dennoch praktische Werkzeuge für das Management von Nutzer-Profilen – manche davon sind sogar kostenlos. AppSense und RES Software haben komplexere Produkte im Angebot, und die Werkzeuge DelProf2 und RegShot bieten Funktionen zur Verwaltung der Profil-Registry und für Migrationen.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Desktop-Virtualisierung

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close