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Anbieter von Desktop-Virtualisierung verbessern Management

IT-Profis wünschen sich für virtuellen Desktop-Umgebungen verschiedene Verbesserungen. Beim Management virtueller Desktops stechen vier Trends heraus.

Wenn sich die Technologien ändern, die Produkte besser werden und neue Funktionalitäten hinzukommen, entwickelt sich auch das Management virtueller Desktop-Umgebungen weiter.

Beim Management virtueller Desktops haben sich vier Schlüsseltrends herauskristallisiert: Die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen User Experience (UX), die Sicherung von System- und Datenressourcen, die Überwachung von System- und Desktop-Ressourcen sowie die Optimierung des System- und Desktop-Managements.

Ein qualitativ hochwertiges Benutzererlebnis ermöglichen

Eine schlechte User Experience kann dazu führen, dass ein virtuelles Desktop-Projekt schnell scheitert. UX gilt heute als wichtigster Faktor. Die Anbieter von Desktop-Virtualisierungs-Lösungen sind aus diesem Grund ständig bemüht, die User Experience zu verbessern. Vor allem auf zwei Komponenten sollten sich IT-Verantwortliche und Admins konzentrieren, wenn es um UX geht: Wie Benutzer ihre virtuellen Desktops erleben und welche Tools Administratoren zur Verfügung stehen, um diese Erfahrung zu optimieren.

Ein Trend, der auf beide Bereiche abzielt, ist ein effizienterer Helpdesk-Support. Durch die Verbesserung der Tools, mit denen die IT-Abteilung die Anwender unterstützt, kann das Helpdesk-Personal effizienter arbeiten – und die Anwender erhalten die Lösungen schneller.

Hersteller von Desktop-Virtualisierungs-Lösungen kümmern sich ebenfalls um UX, indem sie Administratoren bessere Einblicke in ihre VDI-Implementierungen geben. Sie stellen Tools zur Verfügung, mit denen sie sehen können, wo Probleme aufgetreten sind oder in nächster Zeit auftreten können. Im Idealfall können diese Werkzeuge die Probleme auch sofort beheben. Das übergreifende Ziel ist es, die Endanwender so wenig wie möglich zu stören.

Sichere System- und Datenressourcen

Um die Verwaltung virtueller Desktops zu verbessern, haben mehrere Anbieter von Desktop-Virtualisierungs-Lösungen ihre Tools zum Schutz von Daten und Privatsphäre verbessert – unabhängig davon, wo die Benutzer arbeiten oder welche Geräte sie verwenden. Die Anbieter optimieren auch mit ausgefeilten Sicherheitsmaßnahmen Systemüberwachung, Benutzerauthentifizierung und Datenschutz. Dazu gehört zum Beispiel die Implementierung fortschrittlicher kryptographischer Algorithmen wie SHA-2 (Secure Hash Algorithm 256).

Citrix hat kürzlich eine Preview veröffentlicht, in der Administratoren Citrix Machine Creation Services zur Automatisierung der Desktop-Bereitstellung verwenden können. Möglich ist auch ein sicheres Deployment von Workloads in Microsoft Azure Government und Azure Germany. Darüber hinaus hat Citrix seine Verwaltungsfunktionen für Windows AppLocker erweitert.

Auch Microsoft setzt sicherheitsrelevante Änderungen an den Remote Desktop Services (RDS) um. Zum Beispiel können RDS-Bereitstellungen jetzt Azure Active-Directory-Authentifizierung verwenden. Außerdem sind das RDS-Gateway und die Web Roles nicht mehr mit dem Internet verbunden und anfällig für Angriffe.

Überwachung von System- und Desktop-Ressourcen

Effektives Monitoring kann dabei helfen, eine qualitativ hochwertige Nutzererfahrung zu gewährleisten. Gleichzeitig ist es damit möglich, Ursachen zu analysieren, die Anwendungsleistung zu bewerten, andere Variablen zu verfolgen und das Management der Desktop-Virtualisierung insgesamt zu verbessern.

Ein Qualitätsüberwachungs-Tool erledigt zuverlässige Datenerfassung und Reporting in einem zentralen Management-Dashboard. Die IT-Abteilung kann eine Vielzahl von Tools verwenden, um Metriken zu sammeln, die detailliertere Daten über laufende Anwendungen und Dienste liefern sowie Desktop- und Systemleistung und andere Infrastrukturkomponenten.

Anbieter von Desktop-Virtualisierungs-Lösungen wie Parallels haben beispielsweise Dashboards zur Leistungsüberwachung hinzugefügt. VMware bietet jetzt das vRealize Operations Service Discovery Management Pack für das Tracking von Services, die in jeder virtuellen Maschine (VM) ausgeführt werden, und das Verfolgen der Abhängigkeiten zwischen Services verschiedener VMs.

Anbieter mit spezialisierten Überwachungsprodukten sind unter anderem Ivanti und ControlUp. LoginVSI hat Login PI für die kontinuierliche Benutzerüberwachung auf den Markt gebracht. Liquidware Stratusphere UX 6.0 fügt einen Dashboard Builder, neue anwendungsbezogene Berichte und die Collector Appliance zur Erfassung von Client- und Netzwerkdaten hinzu.

Ein weiteres Beispiel ist Uila, das Erweiterungen des Transaktionsprotokolls und Warnungen für wichtige Anwendungen enthält. Lakeside Software bietet SysTrack Workspace Analytics, mit dem Administratoren virtuelle Implementierungen überwachen und analysieren können, um die UX zu optimieren.

Optimierte System- und Desktop-Verwaltung

Neue Funktionen für das Management von Desktop-Virtualisierungen tragen ebenfalls zur Optimierung von Verwaltungsaufgaben bei.

Eine Möglichkeit ist die Einbindung des VDI Session Managements in ein administratives Dashboard. Dies erlaubt es Administratoren, Aufgaben wie das Trennen von Benutzern, das Abmelden von virtuellen Desktops oder das Versenden von Nachrichten bequem auszuführen.

Einige Anbieter von Desktop-Virtualisierungs-Lösungen bieten HTML5-Konsolen für die Bereitstellung und den Betrieb von VDI-Umgebungen an. Andere Lösungen enthalten einfache, zentral verwaltete Optionen, die lediglich grundlegende administrative Fähigkeiten für die Ausführung der Aufgaben erfordern.

Üblich sind heute in jedem Fall zentrale Management-Konsolen für das Tracking von Benutzern und für Ressourcen, Sicherheit und Workflows. Es ist mittlerweile verbreitet, Anwendungen wie Office 365 oder App-Layering-Tools sowie tiefere Anwendungssicherheitsfunktionen mit PowerShell-Modulen oder durch Support für SQL Server Always On besser zu integrieren.

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Artikel wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

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