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XenDesktop 7.14: Current Release bringt Smart-Tools- und Unidesk-Integration

Auf der Citrix Synergy 2017 wurde XenDesktop 7.14 vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die Unidesk- und Smart-Tools-Integration.

Rund um die Citrix Synergy 2017 wurde auch die neueste XenDesktop-Version 7.14 veröffentlicht, die zahlreiche neue Funktionen enthält. Die komplementäre Hypervisor-Plattform XenServer 7.2 soll in Kürze folgen. Trotz des kleinen Versionssprungs enthält das XenDesktop-Update zahlreiche Verbesserungen und neue Funktionen.

In einem Vortrag zu XenDesktop 7.14 und XenServer 7.2 auf der Citrix Synergy 2017 gaben Carisa Stringer, Director Workspace Services Product Marketing, und Andrew Cresswell, Senior Product Manager Workspace Services, einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen der neuen VDI-Plattform (Virtual Desktop Infrastructure).

HDX-Updates und Receiver für Windows 10 S

Mit XenDesktop 7.14 wurde auch die neue Citrix-Technologie Adaptive Transport verbessert, mit der Citrix eine bessere Skalierbarkeit der VDI-Umgebung sowie eine effizientere Bandbreitennutzung verspricht. Per Adaptive Transport sollen virtuelle ICA-Kanäle automatisch auf sich verändernde Netzwerkbedingen reagieren und so zwischen dem bandbreiteneffizienterem UDP und der Quasi-Fallback-Lösung TCP hin- und herwechseln.

Der besseren Benutzererfahrung kommt zudem die Unterstützung der Continuum-Funktion von Windows 10 zugute. Wird Windows 10 also als virtueller Desktop ausgeführt, so können Anwender wie auf lokal ausgeführten Desktops in Windows 10 zwischen dem für die Touch-Benutzereingabe optimierten Tablet- und dem auf die Mauseingabe getrimmten PC-Modus wechseln. Voraussetzung hierfür ist neben XenDesktop 7.14 auch XenServer 7.2.

Für Windows 10 S, die von Microsoft kürzlich vorgestellte Windows-10-Version für Schulen und Bildungseinrichtungen, soll zudem in Kürze Citrix Receiver als Universal Windows App (UWP) im Microsoft Store zur Verfügung stehen. Auf Geräten mit Windows 10 S können nur Anwendungen aus dem Microsoft Store installiert werden, die Installation des regulären Citrix Receiver ist somit nicht möglich. Der Umweg über den Microsoft Store bietet IT-Abteilungen die Möglichkeit, XenDesktop- und XenApp-Anwendungen auch auf Windows 10 S zur Verfügung zu stellen.

Neu in XenDesktop 7.14 ist zudem der Receiver Update Service. Bisher wurden Installationen von und Updates für Citrix Receiver entweder direkt von der IT-Abteilung oder indirekt durch Anwender über die Weboberfläche durchgeführt. Der neue Receiver Update Service ist ein Cloud-Dienst, über den Citrix Receiver automatisch aktualisiert werden kann. IT-Abteilungen, so das Versprechen seitens Citrix, werden so entlastet, während Citrix Receiver automatisch immer auf dem aktuellen Stand gehalten wird.

Unidesk- und Smart-Tools-Integration in XenDesktop

Mit XenDesktop 7.14 erfolgt jetzt auch die Integration der im Januar 2017 bekanntgegebenen Übernahme von Unidesk. Unidesk ersetzt damit die Citrix-eigene App-Layering-Technologie AppDisk. Das App Layering bricht Master Images einer VDI-Umgebung in unterschiedliche Schichten auf und erleichtert das Management virtueller Desktop-Infrastrukturen, indem einzelne Schichten unabhängig voneinander aktualisiert und verwaltet werden können.

Einer der zentralen Vorteile von Unidesk ist laut Carisa Stringer die Möglichkeit, jetzt auch mehrere App-Schichten übereinander anordnen zu können. Mit AppDisk, so Stringer während ihres Vortrages, sei es dabei schnell zu Performance-Problemen gekommen. Neu in XenDesktop 7.14 ist zudem die Preview von Anwender-Schichten (User Layer) in Verbindung mit Windows 10. User Layers soll Benutzern das Installieren individueller Anwendungen auf gepoolten, also nicht-persistenten Desktops ermöglichen, ganz so als würden sie mit dedizierten, also persistenten Desktops arbeiten.

Seit Januar 2017 sind die Smart Tools für XenDesktop erhältlich, die mit XenDesktop 7.14 allen Citrix-Kunden mit dem Support-Level Customer Services Select (bisher Software Maintenance) zur Verfügung stehen werden. Smart Tools stellen XenDesktop-/XenApp-Anwendern vier zentrale Funktionen zur Verfügung: Über Smart Check proaktive Diagnose- und Reparaturfunktionen für Citrix-Umgebungen, über Smart Scale die automatische XenApp-Skalierung in der Public Cloud, über Smart Build eine sichere automatisierte Bereitstellung nach Citrix-Best-Practices sowie über Smart Migrate eine vereinfachte Anwendungs- und Policy-Migration auf die jeweils aktuellste XenApp- und XenDesktop-Version.

Ebenfalls neu mit XenDesktop 7.14 ist die Integration in Microsofts Azure-basierten Monitoring-Service Operations Management Suite (OMS), vorerst allerdings lediglich als Preview. Auf Security-Seite unterstützt XenDesktop 7.14 die erstmals in XenServer 7.2 realisierte Hypervisor Introspection von Bitdefender, die bereits zur Synergy 2016 vorgestellt wurde.

Seit XenDesktop 7.7/7.8 wurde der Support auf Current Releases (CR) und Long-Term Service Releases (LTSR) umgestellt. LTSR-Versionen sollen demnach fünf Jahre Mainstream Support und fünf weitere Jahre Extended Support erhalten und etwa alle zwölf Monate erscheinen. CR-Releases dagegen erscheinen mehrmals pro Jahr und bieten wesentlich kürzere Support-Zeiträume. Der aktuelle LTRS-Release von XenDesktop ist XenDesktop 7.6, der nächste LTRS-Release ist für das dritte Quartal 2017 geplant. Bei XenDesktop 7.14 handelt es sich daher um eine CR-Version.

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