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RHEL OSP 9 und VIO 3: Neue OpenStack-Versionen auf Basis von Mitaka

OpenStack Mitaka findet seinen Weg in immer mehr kommerzielle Distributionen. Die jüngsten Neuzugänge heißen RHEL OSP 9 und VIO 3.

OpenStack Mitaka wurde im April 2016 veröffentlicht und enthält vor allem Verbesserungen bei Skalierbarkeit und Anwenderfreundlichkeit. Kommerzielle Distributionen hinken dem Open-Source-Release dabei immer etwas hinterher, weil die anbieterspezifischen Funktionen schließlich erst nachträglich integriert werden können. Mitte Juli hatte bereits Mirantis die Mitaka-basierte Version seiner OpenStack-Distribution veröffentlicht, jetzt folgen auch Red Hat mit RHEL OSP 9 (RHEL OpenStack Platform) und VMware mit VIO 3 (VMware Integrated OpenStack).

Zu den größten Probleme mit OpenStack gehören nach wie vor die Installation sowie die Aktualisierung auf neuere Versionen. Viele Unternehmen scheuen vor allem vor dem komplexen Upgrade-Prozess zurück, der gemäß den kurzen Release-Zyklen im Grunde alle sechs Monate ansteht.

Vor allem mit dem Mitaka-Release, aber auch bereits mit OpenStack Liberty, hat sich die OpenStack-Community diesem Problem angenommen. Entsprechende Verbesserungen bei der Usability finden sich jetzt auch in den kommerziellen Produkten von Red Hat und VMware.

RHEL OSP Director für einfache TipleO-Deployments

RHEL OSP basiert auf einem durchgehenden Red-Hat-Stack aus RHEL 7.2, der KVM-basierten Virtualisierungschicht Red Hat Virtualization (früher Red Hat Enterprise Virtualization, RHEV) und der von Red Hat angepassten OpenStack-Version. Zusätzlich lassen sich Red-Hat-Produkte wie Ceph Storage 2 oder als Management-Tool CloudForms integrieren.

Red Hat nutzt für Bereitstellung und Aktualisierung von RHEL OSP das aufgrund der Komplexität nicht ununmstrittene  TripleO-Framework (OpenStack on OpenStack), das selbst wiederum Open Source ist, von Red Hat aber als RHEL OSP Director mit offiziellem Support vertrieben wird. Damit nutzt Red Hat die in OpenStack Mitaka eingebaute Möglichkeit für In-Place-Upgrades, wodurch RHEL OSP 9 laut Red Hat automatisierte Update- und Upgrade-Pfade bietet, durch die OpenStack besser für geschäftskritische Workloads in Produktivumgebungen nutzbar werden soll.

Über den RHEL OSP Director lässt sich auch Ceph-Storage als integrierte Software-defined-Storage-Lösung bereitstellen. RHEL OSP 9 bietet kostenfrei die Möglichkeit, bis zu 64 TB an Object- und Block-Storage zu nutzen. Neben der begrenzten Kapazität an Ceph-Speicher beinhaltet die RHEL OSP Subscription auch die Nutzung von Red Hat CloudForms, um die OpenStack-Cloud als Hybrid Cloud zusammen mit anderen Ressourcen verwalten und überwachen zu können.

VIO 3 zielt auch auf Zweigstellen und ab

Im Gegensatz zu Red Hat ist VMware wesentlich später auf den OpenStack-Zug aufgesprungen und bietet seinen Kunden erst seit der VMworld 2014 eine eigene, integrierte OpenStack-Lösung. Anders als Red Hat geht VMware auch nicht jeden OpenStack-Release mit, sondern überspringt jeweils eine OpenStack-Version.

VIO 2 basierte demnach auf OpenStack Kilo, OpenStack Liberty wurde ausgelassen und mit VIO 3 folgt jetzt zur VMworld 2016 der Sprung auf den aktuellen OpenStack-Release Mitaka. Dazwischen liegen Service- und Stabilitätsverbesserungen ohne Versionsupdate. Genau wie Red Hat bietet aber auch VMware mit seiner OpenStack-Distribution einen durchgängigen Software-Stack, der in diesem Fall auf der vSphere-Infrastruktur aufbaut.

Da auch VMware Integrated OpenStack 3 auf dem Mitaka-Release basiert, kommen die in Mitaka eingeführten Verbesserungen auch VIO-Nutzern zugute. So verspricht auch VMware mit VIO 3 unterbrechungsfreie Updates von VIO 2 auf VIO 3. Mit VIO 3 hat VMware auch die Möglichkeit integriert, über OpenStack-APIs virtuelle Maschinen von vSphere in die OpenStack-Cloud zu migrieren. Damit sollen beispielsweise Entwickler ihre Projekte schnell und unkomplizierte auf OpenStack übertragen können.

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VIO 3 soll sich laut VMware in nur zwei virtuellen Maschinen bereitstellen lassen, was aufgrund der geringen Kosten vor allem den Einsatz von OpenStack in kleinen Zweigstellen und Niederlassungen ermöglichen soll. VMware Integrated OpenStack 3 ist kostenfrei in vSphere Enterprise Plus, vSphere mit Operations Management Enterprise Plus und vSphere Standard mit NSX Advanced und in der vCloud Suite enthalten. Für den Support von VIO fallen allerdings zusätzliche Kosten an.

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