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VMworld 2016 bringt neue Funktionen für VMware Blast Extreme

Tesla M10, Raspberry Pi und Windows 10: Auf der VMworld 2016 wurden zahlreiche neue Funktionen von VMware Blast Extreme verkündet.

VMware hatte im Februar 2016 zusammen mit Horizon 7 auch das neue Remote-Protokoll Blast Extreme vorgestellt, das zunächst vor allem bei der Auslieferung virtueller Desktops und Applikationen an mobile Endgeräte über vergleichsweise langsame Datenverbindungen zum Einsatz kommen soll, langfristig aber durchaus das Zeug dazu hat, PCoIP komplett zu ersetzen. Zumindest arbeitet VMware beständig an der Ausweitung des H.264-basierten Remote-Protokolls und hat auf der VMworld 2016 einige wichtige Neuerungen vorgestellt.

Bislang konnte das neue Remote-Protokoll lediglich im Zusammenhang mit virtuellen Desktops und Apps auf Basis von Horizon 7 genutzt werden, ab sofort soll auch das DaaS-Bereitstellungsmodell (Desktop as a Service) von Horizon Air sowie Desktops und Applikationen unterstützt werden, die per Horizon Air Hybrid Mode bereitgestellt werden. Unabhängig davon, wo der Desktop gehostet wird, können VMware-Kunden damit zukünftig einheitlich das gleiche Remote-Protokoll verwenden.

VMware reagiert aber auch auf technische Weiterentwicklungen der letzten Monate und hat inzwischen die Unterstützung für NVIDIAs vGPU Tesla M10 integriert. Die neue Tesla M10 erweitert das NVIDIA-GRID-Portfolio nach unten um eine kostengünstige Möglichkeit, Anwendern grafikbeschleunigte virtuelle Desktops und Anwendungen auszuliefern. Erreicht wird dies durch eine höhere Nutzerdichte von bis zu 120 Anwendern pro Server, die jetzt auch Blast Extreme unterstützt.

Zudem wurde von VMware die sofortige Unterstützung von Windows 10 inklusive Anniversary Update sowie von Windows Server 2016 ab dem Zeitpunkt der allgemeinen Verfügbarkeit verkündet. Als Technical Preview wurde zusätzlich ein Horizon Client als Universal Windows App veröffentlicht, dessen finale Version somit zumindest prinzipiell sowohl für Windows 10 als auch für Windows 10 Mobile gleichermaßen erhältlich werden könnte.

Bei der Unterstützung von Windows kann Blast Extreme zukünftig zudem mit Maus-Support auf iPads punkten. iPads unterstützen nativ keine Maus-Eingabe, ähnliches hatte daher bislang nur Citrix mit seiner X1-Maus im Portfolio. VMware unterstützt hierfür die Swiftpoint GT Maus, um über den Horizon Client für iOS virtuelle Windows-Anwendungen per Maus bedienen zu können.

VMwares Blast-Protokoll findet auch zunehmend Rückhalt unter den Herstellern von Thin und Zero Clients. Rund um die VMworld 2016 kündigten Dell, HP, Atrust, 10zig, IGEL und Fujitsu entsprechende Client-Geräte mit Support für Blast Extreme an. Während Blast Extrem also bisher eher im Zusammenhang mit mobilen Szenarien beworben wurde, soll das neue Remote-Protokoll zukünftig auch vermehrt in stationären VDI-Bereitstellungen (Virtual Desktop Infrastructure) zum Einsatz kommen.

Auf der Client-Seite von VDI-Bereitstellungen macht sich zudem immer stärker auch der Kleinstrechner Raspberry Pi breit, den Citrix mit dem HDX Ready Pi bereits vermarktet. Auch VMware springt jetzt auf den Zug auf und verspricht den zukünftigen Support von Blast Extreme für Raspberry Pis. Eine Technology Preview wurde auf der VMworld 2016 bereits vorgestellt.

Blast Extrem soll in RDSH-Bereitstellungen (Remote Desktop Session Host) laut VMware zudem Real-Time Audio and Video (RTAV) und generische USB-Redirection für Peripheriegeräte wie Smartcard-Lesegeräte oder biometrische Sensoren unterstützen.

Zu guter Letzt gibt es für Nutzer von VMware Horizon 7 in der Enterprise-Edition zukünftig die Möglichkeit, sich über VMware vRealize Operations Performance-Metriken für Blast-Extreme-Bereitstellungen anzeigen zu lassen. So erfahren Horizon-Admins etwa, wie es um Round-Trip-Latenz, Encoding-Framerate oder Datendurchsatz steht. Über vRealize Operations kann zudem automatisiert auf voreingestellte Ereignisse reagiert werden.

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