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Cisco UCS für hyperkonvergente Nutanix Enterprise Cloud validiert

Nutanix hat seine Hyperconverged-Plattform für den Einsatz auf Cisco UCS-Servern validiert. Eine Partnerschaft resultiert daraus aber nicht.

Hyperconverged-Start-ups haben ein grundlegendes Problem: Die Kunden-Akzeptanz. Die meisten Unternehmen verstehen mittlerweile den Vorteil hyperkonvergenter Infrastruktur, scheuen aber mögliche Lock-in-Effekte, wenn sie sich auf einen Anbieter festlegen. Nutanix adressiert dieses Problem jetzt durch die neue Möglichkeit, die Software seiner Enterprise Cloud Platform auf Cisco UCS-Servern einsetzen zu können. Auf diese Weise können bestehende Investments in Cisco UCS für die Bereitstellung der Nutanix Enterprise Cloud Platform genutzt werden.

Hierfür hat Nutanix im Alleingang Cisco UCS für den Einsatz mit der Nutanix-Software validiert, konkret handelt es sich dabei um die Cisco UCS C-Serie an Rack-Servern, explizit validiert sind Cisco UCS C220-M4S, C240-M4L und C240-M4SX. Blade-Server der B-Serie bleiben also außen vor. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine gemeinsame Partnerschaft zwischen Cisco und Nutanix, sondern um einen einseitigen Vorstoß von Nutanix, um Cisco UCS-Anwender auf die eigene Plattform zu ziehen.

Damit können zwar laut Nutanix alle Vorteile der Enterprise Cloud Platform genutzt werden, zum Beispiel der Acropolis-Hypervisor (neben vSphere und Hyper-V) oder die Daten-Optimierung über Nutanix Prism. Anders als bei den Hardwarepartnern Dell und Lenovo wird die Nutanix-Lösung im Fall der UCS-Variante aber nicht als integriertes Produkt verkauft, Interessenten müssen vielmehr über geeignete Reseller und Systemhäuser Nutanix-Software und Cisco-Hardware separat beziehen, erst dann werden beide Komponenten integriert.

Während Nutanix bei diesem Vorgehen den Vorteil für seine Channel-Partner betont, müssen Nutanix-Kunden dagegen mit zwei separaten Support-Kontakten für Software (Nutanix) und Hardware (Cisco) leben. Im Gegenzug erhalten Nutanix-Kunden damit aber auch Zugriff auf Ciscos SDN-Lösung (Software-defined Networking) Cisco ACI (Application Centric Infrastructure).

Vereinfacht ausgedrückt wird hiermit also die hyperkonvergente Nutanix-Lösung bestehend aus integrierten Compute-, Storage- und Virtualisierungs-Komponenten mit der konvergenten Cisco-Lösung kombiniert, deren großer Vorteil die Einbindung von Netzwerk-Komponenten ist. Während der Vorteil für Nutanix auf der Hand liegt, scheint sich die Gegenliebe seitens Cisco für die Validierung arg in Grenzen zu halten. Ein offizielles Statement von Cisco gibt es hierzu jedenfalls nicht.

Vor einigen Wochen gab es bereits Gerüchte über eine Partnerschaft zwischen Cisco und Nutanix, die Cisco allerdings öffentich dementierte. Gut möglich also, dass damals keine Einigung erzielt wurde und Nutanix jetzt den Alleingang gewählt hat. Cisco UCS bildet die Basis so unterschiedlicher konvergenter Produkte wie EMC Vblock, NetApp FlexPod oder auch Nimble Storage SmartStack. Im Bereich hyperkonvergenter Lösungen gibt es bereits Partnerschaften mit SimpliVity und Springpath. Die UCS-Validierung dürfte Nutanix damit wesentlich mehr Vorteile bringen als Cisco.

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