Red Hat Summit 2016: Red Hat erweitert sein Container-Portfolio

Management, Security und Storage: Der Red Hat Summit 2016 steht mit verschiedenen Produkt-Updates ganz im Zeichen der Container-Virtualisierung.

Auf dem Red Hat Summit 2016 in San Francisco hat Red Hat eine Reihe neuer Produkte rund um sein Container-Portfolio vorgestellt. Damit will Red Hat, so zumindest Paul Cormier, President Products and Technologies bei Red Hat, das bisher umfangreichste Toolset linuxbasierter Container-Lösungen am Markt bieten und so seine Marktführung weiter ausbauen.

Kernstück der neuen Container-Lösungen ist Red Hats PaaS-Produkt (Platform as a Service) OpenShift, das um verschiedene Produkte und Funktionen erweitert wird. Das neue Red Hat OpenShift Container Local beispielsweise wird kostenloser Bestandteil des Red Hat Container Developer Kits und soll Entwicklern zukünftig die Bereitstellung von Containern auf lokalen Maschinen ermöglichen.

In die gleiche Kerbe schlägt Red Hat OpenShift Container Lab, was die Evaluierung von Containern in Test- und Entwicklungsumgebungen zum Ziel hat.

Neue Produkt-Suite Red Hat OpenShift Container Platform

Red Hat vermaktet dieses neue Produktportfolio zusammen mit existierenden Lösungen nun als Red Hat OpenShift Container Platform – bisher als Red Hat OpenShift Enterprise bekannt. Die Red Hat OpenShift Container Platform bildet somit eine Art Bindeglied zwischen der IaaS-Schicht (Infrastructure as a Service) bestehen aus Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und RHEL Atomic Host sowie der Paas-Schicht Red Hat Application Services, letztere besteht vor allem aus der JBoss-Middleware.

Red Hat Container Stack
Der neue Red Hat Container Stack.

Zusammen mit den bereits vorhandenen Produkten OpenShift Online und OpenShift Dedicated sowie der Red Hat Cloud Suite (Red Hat OpenShift, Red Hat OpenStack Platform und Red Hat CloudForms) ergibt sich so ein umfassender Container-Stack, der den gesamten Lebenszyklus von Container-Applikationen in physischen, virtuellen sowie in Private- und Hybrid-Cloud-Umgebungen abdecken soll.

Auf Storage-Ebene wurde auf dem Red Hat Summit zudem die Container-Version von Red Hat Gluster Storage vorgestellt, die ebenfalls Teil der Red Hat OpenShift Container Platform sein wird und Red Hats Software-defined-Storage-Lösung als Container zur Verfügung stellt.

Damit, so Paul Cormier, entfällt in Container-Umgebungen die Notwendigkeit für separate Storage-Cluster, da durch die Bereitstellung in Container-Form die Orchestrierung sowohl von Container-Applikationen als auch von Container-Storage einheitlich über Kubernetes erfolgen kann. Letztendlich verspricht Red Hat so eine höhere Effizienz sowie Kosteneinsparungen.

OpenSCAP ermöglicht Security-Scans

Updates für RHEL Atomic Host öffnen Red Hats Container-Host zudem für ein breites Partner-Ökosystem, wodurch jetzt zum Beispiel die bereits 2015 angekündigte Kooperation mit Black Duck Software für Security-Scans von Containern für Produktivumgebungen freigegeben werden konnte. Auch wenn Black Duck Software einer der ersten Partner sei, so Paul Cormier, liege der Fokus für Red Hat aber vor allem auf einem möglichst breiten Partner-Ökosystem, das sich jetzt über das Open Security Content Automation Protocol (OpenSCAP) in Red Hats Container-Plattform einklinken könne.

Black Duck Softare bietet als Deep Container Inspection eine Art Threat-Erkennung bekannter Open-Source-Anfälligkeiten und ermöglicht damit das Scannen von Containern sowohl im Betrieb als auch im Ruhezustand. Damit soll eine weitere Sicherheitsschicht in Container-Umgebungen eingezogen werden, die aufgrund des gemeinsam genutzten Kernels oft als besonders unsicher gelten. Der Security-Scan soll Container-Admins unter anderem Einblick darin geben, welche Software innerhalb der Container ausgeführt wird und ob zum Beispiel die aktuellsten Sicherheitsupdates eingespielt wurden.

Vorteil Red Hat: Der durchgehende Linux-Stack

Mit all den Neuerungen des Red Hat Summit rund um das Container-Portfolio sowie der neuen Produkt-Suite OpenShift Container Platform stellt Red Hat klar die Weichen in Richtung Container-Virtualisierung. Noch ist der Markt für Container-Tools  recht jung und Red Hat offensichtlich bemüht, hier frühzeitig ein umfangreiches Produktportfolio als schlagendes Argument für die Red-Hat-Plattform auf die Beine zu stellen.

Als großen Vorteil sieht Red Hat hierbei vor allem den durchgängigen Linux-Stack auf Basis von Red Hat Enterprise Linux. Spätestens mit Windows Server 2016 und Hyper-V- beziehungsweise Windows-Containern könnte Red Hat dann ernsthafte Konkurrenz bei der Bereitstellung von Containern im Enterprise-Umfeld bekommen.

Folgen Sie SearchDataCenter.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Erfahren Sie mehr über Open-Source-Virtualisierung

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close