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Nutanix .NEXT: Vom Hyperconverged-Anbieter zur umfassenden Enterprise-Cloud

Physische Workloads, Container und OpenStack: Nutanix ist mit hyperkonvergenten Produkten groß geworden, zielt jetzt aber auf die Enterprise Cloud.

Auf seiner Hausmesse .NEXT in Las Vegas hat Nutanix eine Ausweitung seines Produktportfolios bekanntgegeben, mit der das erst 2009 gegründete Unternehmen nicht mehr nur virtuelle, sondern auch physische und Container-Workloads bedienen will. Zentrale Bedeutung kommt dabei immer mehr der Management-Plattform Nutanix Prism zu

Schon vor einem Jahr, so Prabu Rambadran, Director Product Marketing bei Nutanix, sei das Ziel ausgegeben worden, zukünftig nicht mehr nur als Anbieter hyperkonvergenter Produkte in Erscheinung zu treten, sondern stattdessen eine umfangreiche Enterprise Cloud-Plattform bieten zu wollen. Mit den zahlreichen Ankündigungen auf der .NEXT sei man diesem Ziel nun einen großen Schritt näher.

Nutanix mit Support für physische Workloads

Sichtbar wird dies zum Beispiel am Support physischer Workloads auf der Nutanix-Hardware. Prabu Rambadran begründet diese Entscheidung mit der großen Anzahl an Legacy-Anwendungen, deren Virtualisierung aus Performance- oder Lizenzgründen auch in Zukunft nicht zu erwarten ist.

Zudem soll es zukünftig auch einfacher werden, mit Nutanix Container-Infrastrukturen aufzubauen. Zwar ist es anhand einer Referenzarchitektur auch bisher schon möglich, Docker-Umgebung auf Basis von Nutanix-Hardware bereitzustellen, durch die Integration in die Management-Plattform Nutanix Prism soll dies aber mit erheblich weniger Aufwand möglich werden.

Hierzu wurde die Prism-Plattform um Self-Service-Funktionen erweitert, wodurch nun ohne langwierige Installation oder Konfiguration mit wenigen Klicks die Möglichkeit gegeben sein soll, sowohl physische als auch virtuelle Workloads sowie Container-Applikationen bereitzustellen. Das Ziel, so Prabu Rambadran weiter, sei es, auch die Enterprise-IT so einfach zu gestalten wie den Umgang mit der Public Cloud.

Nutanix-Private-Cloud mit OpenStack und Microsoft

Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung erfolgt durch die Möglichkeit, jetzt mit Nutanix-Lösungen auch Private Clouds auf Basis von OpenStack oder Microsoft-Produkten aufzubauen. Hierzu hat Nutanix OpenStack-Treiber für seine Plattform bereitgestellt, mit der sich auf Grundlage des Nutanix-eigenen Hypervisors Acropolis OpenStack-Umgebungen bereitstellen lassen. Allerdings kommt hierbei der im Vergleich zur aktuellen Mitaka-Version etwas ältere Kilo-Release von OpenStack zum Einsatz.

Alternativ können IT-Abteilungen aber auch auf Basis von Microsoft Hper-V eine Microsoft-basierte Private Cloud (Microsoft Cloud Platform System) wählen, die derzeit auf Windows Server 2012 R2 und Azure Pack basiert, mit der Veröffentlichung von Windows Server 2016 aber dann auch die weitreichenderen Funktionen des neueren Azure Stack bieten soll. Über die Nutanix-Plattform und Prism, erklärt Prabu Rambadran, wird es zukünftig also möglich sein, mit nur einer Management-Oberfläche sowohl vSphere-basierte virtuelle Maschinen als auch OpenStack- und Microsoft-Private-Clouds zu verwalten.

Das Management vSphere-basierter Workloads will Nutanix zudem durch eine tiefere Integration in Prism erleichtern, wodurch gängige Arbeitsaufgaben wie das Erstellen, Klonen oder Deprovisionieren direkt in Prism erledigt werden könnten und IT-Mitarbeiter für diese Administrationsaufgaben nicht mehr extra zu vCenter wechseln müssen.

Nutanix erweitert Produktportfolio um All-Flash-Varianten

Neben all den Neuerungen auf Softwareseite hat Nutanix zur .NEXT-Konferenz aber auch eine Hardwareankündigung parat: Während bisher die NX-9000-Serie das einzige All-Flash-Produkt von Nutanix war, sollen zukünftig über das gesamte Produktportfolio hinweg All-Flash-Versionen erhältlich sein. Damit verspricht Nutanix bei einem geringeren Preis seiner Appliances eine höhere Performance als All-Flash-Produkte von NetApp, EMC oder Pure Storage.

Die Nutanix-OpenStack-Treiber sind ab sofort erhältlich, ab Juli 2016 sollen dann das Microsoft Cloud Platform System auf Nutanix-Basis sowie die Container-Integration in Prism verfügbar sein. Für den Release des erweiterten vSphere-Managements sowie die Self-Service-Funktionen in Prism nennt Nutanix derzeit noch keinen konkreten Termin.

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