Integrated Container und Photon Platform: Neue Container-Architektur von VMware

Auf der VMworld 2015 hat VMware zwei neue Architektur-Optionen für Container vorgestellt: Photon Platform und vSphere Integrated Container.

Auf der VMworld 2015 hat VMware die zwei neuen Preview-Versionen vSphere Integrated Container und Photon Platform vorgestellt, mit denen VMware-Administratoren neue Architektur-Optionen beim Hosten von Container-Applikationen erhalten werden.

Container und virtuelle Maschinen nutzen eine unterschiedliche Infrastruktur, wodurch sich IT-Abteilungen mit unterschiedlichen Tools, Plattformen und Arbeitsabläufen konfrontiert sehen. Mit vSphere Integrated Container (VIC) will VMware diese Gräben überwinden helfen und bildet die Spezifikationen der Open Container Initiative auf vSphere-Infrastruktur ab, was die Container-Virtualisierung auf bestehender VMware-Infrastruktur und mit bekannten VMware-Tools ermöglichen soll. Das Herzstück von vSphere Integrated Container bildet ein Mikro-Hypervisor auf Basis des Photon OS (bisher als Project Photon bekannt und im April 2015 vorgestellt), Performance und Container-Dichte werden durch Instant Cloning aus vSphere 6 optimiert, wodurch neue Ressourcen nur durch Container-Komponenten verbraucht werden, die vom geklonten Container abweichen.

Neben Photon OS und Instant Cloning bündelt VIC auch Project Bonneville, um durch eine größere Isolierung der Container die Sicherheit der Umgebung zu erhöhen. VMware NSX ermöglicht zudem die Mikrosegmentierung der Container-Umgebung sowie die Durchsetzung richtlinienbasierter Sicherheitsfunktionen. Durch die Integration in VMwares umfangreiche Virtualisierungs-Plattform vSphere profitiert VIC auch durch die vielfältigen Möglichkeiten zum Ressourcen-Management von vSphere 6, so können beispielsweise Service-Level über VMware Distributed Resource Scheduler festgelegt oder Ausfallzeiten durch VMware High Availability und vMotion reduziert werden.

Die Verwaltung kann zudem gewohnt über vCenter Server durchgeführt werden. Gleichzeitig ist auch die Integration in andere Container-Ökosysteme wie Docker, Kubernetes, CoreOS, Mesosphere oder Cloud Foundry möglich.

vSphere Integrated Container richtet sich laut VMware vor allem an Unternehmen, die noch am Anfang der Container-Virtualisierung stehen und monolithische Applikationen gerade erst in Mikro-Services aufbrechen. In diesen Szenarien soll VIC den reibungslosen parallelen Betrieb von Container- und VM-Umgebung ermöglichen.

VMware Photon Platform: Neue Deployment-Option für Container

VMwares zweite neue Preview-Technologie, Photon Platform, empfiehlt VMware dagegen für neue Container-Projekte, bei denen keine oder kaum Altlasten in Form klassischer virtueller Maschinen vorhanden sind. Die Photon-Plattform soll lediglich die Komponenten enthalten, die auch tatsächlich für das Hosten von Cloud-basierten Container-Applikationen notwendig sind. Anders als bei klassischen vSphere-Umgebungen stehen hier laut VMware Skalierbarkeit und Performance im Vordergrund, nicht die vielfältigen Management-Möglichkeiten.

VMware Photon Platform besteht aus zwei Komponenten: Photon Machine und Photon Controller. Photon Machine wiederum enthält vor allem den ESXi-Mikro-Hypervisor zusammen mit der Laufzeitumgebung Photon OS. Anders als bei vSphere Integrated Container übernimmt bei Photon Platform jetzt aber Photon Controller das Management, nicht mehr vSphere. Photon Controller bietet eine auf Performance getrimmte, mandantenfähige Management-Schicht, die über Programmierschnittstellen und Kommandozeile angesprochen werden kann.

Die Container-Orchestrierung erfolgt über Tools wie Docker Swarm, Kubernetes, Mesos oder Cloud Foundry. Für die Zukunft stellt VMware auch die Integration in SaaS- (Software as a Service) und PaaS-Dienste (Platform as a Service) sowie die Unterstützung von NSX, vSAN und vRealize Suite in Aussicht.

Die Laufzeitumgebung Photon OS kommt also sowohl in VMware Integrated Container als auch in der Photon-Plattform zum Einsatz. In der aktuellen Technical Preview 2 unterstützt Photon OS auch PXE-Boot-Optionen sowie Installationen über das Netzwerk. Bei der Wahl der Installationsquelle sind Administratoren dabei recht flexibel, das Spektrum reicht von internen HTTP-Servern bis hin zu öffentlichen Internet-Repositories. Zusätzlich bietet Photon OS jetzt auch die Möglichkeit für geskriptete Installation im JSON-Format, was die Tür für erweiterte Programmierungen öffnet.

Project Photon OS ist als Open-Source-Software auf GitHub erhältlich, Photon Controller soll im 4. Quartal in einer geschlossenen Betaversion zugänglich gemacht werden.

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