Dell Datacenter Scalable Solutions adressiert Large-Scale-Kunden

Zwischen Hyperscale und Standard: Dells neuer Geschäftsbereich Datacenter Scalable Solutions (DSS) adressiert den Large-Scale-Markt.

Serverhersteller Dell hat den neuen Geschäftsbereich Datacenter Scalable Solutions (DSS) vorgestellt, der sich vor allem an Large-Scale-Kunden richtet und diesen individuelle Hardwarekonfigurationen wie aus dem Hyperscale-Bereich mit Dell-Support bietet. Je nach Stückzahl sollen die Kosten von DSS-Hardware dabei nicht zwangsläufig höher ausfallen als bei Standardhardware.

Bisher hat Dell seine Server aufgeschlüsselt nach Support und Standardisierung grob in drei Kategorien angeboten. Auf der einen Seite werden Standard-PowerEdge-Server wie der PowerEdge R730 angeboten, die mit umfangreichem Support den Massenmarkt adressieren. Auf der anderen Seite wurde als Reaktion auf den wachsenden Hyperscale-Markt bereits vor acht Jahren der Geschäftsbereich Data Center Solutions (DCS) eingerichtet. Anders als bei Standardservern handelt es sich hierbei um ein reines Projektgeschäft, bei dem für große Kunden wie beispielsweise Microsoft Highend-Systeme entwickelt werden, die standardmäßig nicht zu kaufen sind. In diesem Bereich werden wesentlich weniger Stückzahlen verkauft und auch Service und Support werden individuell nach Kundenvorgaben angeboten.

Neben diesen beiden Extremen sieht Dell laut Peter Dümig, Senior Server Product Manager bei Dell Deutschland, einen Markt für Large-Scale-Kunden, die ähnliche Anforderungen an die Individualisierungsmöglichkeiten haben wie Hyperscale-Kunden, aber weniger leistungsstarke Systeme suchen. Neben DCS-Lösungen und Standardservern bedient Dell diesen Markt derzeit lediglich mit seiner dritten Produktfamilie der PowerEdge-C-Reihe. Dabei handelt es sich um Derivate aus dem DCS-Bereich, die ebenfalls projektgetrieben auch in Einzelstückzahlen zugänglich gemacht werden.

Mit diesem Produktportfolio, so Peter Dümig, könne Dell die wachsende Zahl an Large-Scale-Kunden aus dem Telekommunikations-, Webhosting- oder Forschungsbereich aber nicht ausreichend bedienen, was der jetzt neu eingerichtete Geschäftsbereich Dell Scalable Solutions korrigieren soll. Laut Dell wächst dieser Markt dreimal schneller als der klassische x86-Servermarkt und soll ein Volumen von rund 5,4 Milliarden Euro haben.

Über den DSS-Geschäftsbereich soll Hardware wie Festplatten oder auch CPUs, die im Standardportfolio von Dell nicht erhältlich sind, mit Support direkt von Dell in zertifizierten Dell-Systemen erhältlich werden. Um Support und Zertifizierung der Systeme bieten zu können, werden die neuen Hardwarekonfigurationen zuvor von Dell getestet und eventuelle Softwareanpassungen, beispielsweise am BIOS, vorgenommen.

Mit der neuen DSS-Abteilung reagiert Dell laut Peter Dümig auch auf den wachsenden Druck vor allem chinesischer oder asiatischer ODMs (Original Device Manufacturer), die durch die wachsende Nachfrage nach günstiger Standardhardware zu einer immer größeren Konkurrenz für große Serverhersteller wie Dell werden. Auch wenn diese Entwicklung den deutschen und europäischen Markt wohl nicht so hart treffen werde wie den US-amerikanischen, so Peter Dümig, müsse sich Dell dem globalen Verdrängungswettbewerb stellen, der neue DSS-Geschäftsbereich ist also als Antwort auf diese Entwicklung zu verstehen.

Dabei müssen Lösungen der Datacenter Scalable Solutions nicht zwangsläufig teurer sein als Standardharware. Wie so oft kommt es dabei auf die individuelle Konfiguration und vor allem die Stückzahlen an. Die ersten DSS-Produkte will Dell bereits im Herbst 2015 auf den Markt bringen.

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