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Microsoft: Project Honolulu heißt jetzt Windows Admin Center

Das bislang unter Project Honolulu geführte neue Verwaltungs-Tool für Administratoren, heißt nun offiziell Windows Admin Center und steht allgemein verfügbar zum Download parat.

Bislang ließ sich Project Honolulu ganz trefflich dazu nutzen, die Server-Varianten des Veröffentlichungskanals Semi-Annual Channel zu verwalten. Diese, derzeit Windows Server 1709 und Windows Server 1803, müssen ja ohne grafische Benutzeroberfläche auskommen. Und so hatte Microsoft das Project Honolulu auf der Ignite 2017 im September 2017 als eine Art browser-basierten Server-Manager vorgestellt. Seitdem sind einige Insider-Versionen erschienen, nun ist das Administrator-Tool als Windows Admin Center als Version 1804 offiziell zum Download verfügbar.

Das Windows Admin Center soll bestehende Administrator-Werkzeuge wie die RSAT (Remote Server Administration Tools) oder SCVMM ergänzen und nicht ersetzen, so Microsoft. Mit dem Windows Admin Center sollen Administratoren vielfältige Aufgaben an einer zentralen Stelle erledigen können. Bislang müssten Admins hierfür bis zu 20 unterschiedliche Werkzeuge einsetzen. Das beinhaltet beispielsweise das Verwalten von Serverrollen, die Windows-Updates, die Ereignisanzeige, Netzwerkeinstellungen als auch die Verwaltung von Hyper-VMs. Auch wenn es auf den verwalteten Systemen mal eben etwas per PowerShell zu erledigen oder in der Registry zu ändern gilt, soll dies über das Windows Admin Center zu erledigen sein.

Microsoft: Project Honolulu heißt jetzt Windows Admin Center
Abbildung 1: Das bislang als Project Honolulu geführte Windows Admin Center erlaubt Administratoren die zentrale Server-Verwaltung in einem Dashboard.

Windows Admin Center wird laut Microsoft für Windows Server 2019 optimiert und mit dessen Erscheinen sollen die Aufgaben des Verwaltungs-Tools wachsen. So hat Microsoft bei Ankündigung des Servers bekanntgegeben, dass sich künftig Windows-Server-Umgebungen besser mit den Cloud-Diensten verbinden lassen sollen. Anwendungen wie beispielsweise Azure Backup oder Azure File Sync sollen sich dann auch über Project Honolulu beziehungsweise Windows Admin Center verwalten lassen.

Windows Admin Center: Voraussetzungen, Download und Lizenz

Windows Admin Center wird lokal über ein Standardinstallationspaket installiert und läuft dann im Browser. Eine Internetverbindung ist nicht zwangsweise erforderlich und auch keine Verbindung zu Microsoft Azure. Offiziell unterstützt werden bislang die Browser Microsoft Edge (ab Windows 10, Version 1709) sowie Google Chrome.

Mit dem Windows Admin Center lassen sich Windows-Server und Windows-10-Systeme verwalten. Es werden Windows Server ab der Version Windows Server 2012 unterstützt. Das Windows Admin Center bedient sich einiger PowerShell-Fähigkeiten, die der Windows Server 2008 R2 nicht unterstützt, daher beginnt die Unterstützung bei Windows Server 2012. Ebenfalls verwaltet werden können die Hyper-V Server 2016 und 2012.

Im Desktop-Betrieb kann man Windows Admin Center auf Windows-Systemen ab Windows 10 Version 1709 installieren. Im Gateway-Betrieb läuft Windows Admin Center auf einem Server (Windows Server 2016 oder Windows Server 1709), der Zugriff erfolgt dann über einen Client-Browser auf einem anderen System.

Laut Microsoft fallen für das Windows Admin Center keine weiteren Lizenzkosten an. Windows Admin Center könne mit gültigen Lizenzen von Windows Server oder Windows 10 verwendet werden und sei gemäß Windows Supplemental EULA lizenziert.

In diesem Video erklärt Microsoft die Funktionen des Windows Admin Center:

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