NetApps EVO:RAIL-Lösung soll FlexPod als hyper-konvergente Lösung ergänzen

Bei konvergenter Hardware vertraute NetApp bislang alleine auf Cisco UCS. Jetzt wurde eine EVO:RAIL-Appliance auf VMware-Basis angekündigt.

Nach EMC ist NetApp jetzt der nächste Storage-Anbieter, der sich in den Reigen von VMwares OEM-Partner für die hyper-konvergente Appliance EVO:RAIL einreiht. 

Wie NetApp inzwischen ankündigte, wird die eigene EVO:RAIL-Lösung in der ersten Jahreshälfte 2015 auf den Markt kommen und auf den Produktnamen NetApp Integrated EVO:RAIL Solution hören. Im Inneren werden NetApps Storage-Arrays FAS 2552, nicht näher genannte White-Box-Server sowie VMwares VSAN-Software werkeln.

Wir haben inzwischen Software-definierte Architekturen, die sich ganz einfach mit mehr als 200 NetApp-Service-Providern verbinden lassen.

Adam Fore, Director of Solutions Marketing, NetApp

NetApp positioniert seine EVO:RAIL-Lösung als Ergänzung zur FlexPod-Referenzarchitektur für Enterprise-Storage. VMware arbeitet für FlexPod mit NetApp zusammen, genauso wie auch Cisco. Während sich FlexPod aber eher an große Unternehmen richte, würde EVO:RAIL hauptsächlich auf kleinere Unternehmen oder Zweigstellen mit begrenzten IT-Ressourcen abzielen, so Adam Fore, Director of Solutions Marketing bei NetApp.

„Dies wird vor allem Kunden ansprechen, die bereits VMware- und NetApp-Lösungen in ihren Data Centern nutzen. Mit NetApps EVO:RAIL-Lösungen können vor allem größere Enterprise-Rechenzentren ihre auf NetApp-Hardware basierenden Storage-Policies und -Prozeduren auf Standorte ausdehnen, an denen momentan noch ein buntes Durcheinander unterschiedlicher Technologien herrscht“, so Fore weiter.

VMware EVO:RAIL wurde im August auf der VMworld 2014 vorgestellt, die von VMware vorgegebenen Hardware-Parameter sind dabei recht streng: Jede EVO:RAIL-Appliance besteht aus zwei Höheneinheiten mit vier x86-Server-Nodes (durch vier EVO:RAIL-Appliances skalierbar auf bis zu 16 Nodes) und VMwares neuer EVO:RAIL-Engine zusammen mit VSAN. Jeder Server-Node muss dabei Dualcore-Prozessoren (voraussichtlich Intels neuen Xeon-Prozessor), 192 Gigabyte Arbeitsspeicher, 14,4 Terabyte Festplatten- und 1,6 Terabyte Flash-Speicher enthalten.

Laut Adam Fore wird NetApp die Hardware-Anforderungen für EVO:RAIL durch Komponentenhersteller abdecken, gab aber keine Details zu den Herstellern bekannt. Weitere Einzelheiten sollen im nächsten Jahr folgen, wenn NetApps EVO:RAIL-Appliance dann tatsächlich erhältlich sein wird.

Mit OEM-Partnern wie Dell, EMC, Fujitsu, Inspur, Hitachi Data Systems, Net One und Super Micro konnte VMware bereits eine beträchtliche Marktmacht hinter seiner EVO:RAIL-Appliance versammeln. Große Storage- und Server-Hersteller wie Cisco und IBM fehlen bislang allerdings noch. EMC, Mutterkonzern von VMware und einer der größten Konkurrenten von NetApp, hat bisher allerdings noch keine Einzelheiten zur Verfügbarkeit oder sonstige Details zu seiner eigenen EVO:RAIL-Appliance bekannt gegeben.

EVO:RAIL konkurriert auf der einen Seite mit hyper-konvergenten Systemen von Nutanix oder SimpliVity und auf der anderen Seite mit auf Ciscos UCS-Plattform basierenden Systemen wie eben NetApp FlexPod oder jüngst auch entsprechenden Angeboten von Nimble Storage oder X-IO.

Auch HP plant eine hyper-konvergente Hardware-Lösung basierend auf seiner StoreVirtual-Plattform sowie eine eigene EVO:RAIL-Appliance.

Für Funktionen wie Backup, Disaster Recovery, Cloning, Replikation und Data-Offloading über die Cloud wird Data Ontap von NetApp genutzt. 

„Wir haben inzwischen Software-definierte Architekturen, die sich ganz einfach mit mehr als 200 NetApp-Service-Providern verbinden lassen, um Unternehmen diese Funktionen ganz einfach über die Cloud und wieder zurück zur Verfügung zu stellen“, so Adam Fore. 

„Das funktioniert sowohl mit Amazon, Microsoft Azure oder IBM SoftLayer. Mit EVO:RAIL bieten wir bald eine Lösung an, mit der sich auch kleinere Abteilungen oder Zweigstellen über NetApp Ontap mit Cloud-Services verbinden lassen.“

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