Mehr Performance ohne Pass-Through: NVIDIA stellt GRID vGPU 1.2 vor

NVIDIAs GRID vGPU 1.2 verspricht durch neue vGPUs mehr Leistung und soll eine ähnliche Performance liefern wie Pass-Through-Konfigurationen.

NVIDIA aktualisiert seine GRID vGPU-Engine auf Version 1.2 und bietet damit noch leistungsstärkere vGPU-Konfigurationen. Neuerungen gibt es allerdings vorerst nur auf der Software-Seite, das Portfolio der beiden NVIDIA GRID-Grafikkarten K1 (4 Kepler-GPUs und 16 Gigabyte DDR3-RAM) und K2 (2 Kepler-GPUs und 8 Gigabyte GDDR5-RAM) bleibt damit unverändert.

Neue vGPU-Profile bringen mehr Performance für die GRID-Plattform

Das Software-Update auf vGPU 1.2 steht Administratoren ab sofort zum Download zur Verfügung und bringt neben Unterstützung für 64-Bit-Hypervisoren vor allem mehr Möglichkeiten des vGPU-Managements mit sich. Durch die drei neuen vGPU-Typen K160Q/K180Q und K280Q erweitert NVIDIA sein Portfolio dem Bedarf folgend nach oben und bedient auch ohne Pass-Trough-Konfiguration grafikintensivere Workloads als bisher.

Die vGPU K160Q ermöglicht auf Basis der NVIDIA-Grafikkarte GRID K1 die Nutzung von 8 vGPUs, damit teilen sich zwei virtuelle Grafikprozessoren je einen der vier physischen. Die 16 Gigabyte Arbeitsspeicher der K1 teilen sich entsprechend zu je 2 Gigabyte Arbeitsspeicher pro vGPU auf. Die K180Q-vGPU bietet auf der gleichen Karte die leistungsstärkere Konfiguration mit lediglich vier virtuellen GPUs, so dass je ein physischer Grafikprozessor an genau einen virtuellen weitergereicht wird, dem dann vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen.

Auf Basis der GRID K2-Grafikkarte bietet schließlich das K280Q-Profil die Möglichkeit, die zwei physisch vorhandenen Grafikprozessoren an je eine vGPU weiterzureichen. Die 8 Gigabyte Arbeitsspeicher teilen sich entsprechend auf je vier Gigabyte auf.

Kaum Performance-Unterschiede zwischen vGPU und Pass-Through

Die neuen vGPU-Profile sollen laut NVIDIA fast genauso leistungsstark arbeiten wie Pass-Through-Konfigurationen, bei denen eine virtuelle Maschine (VM) direkten Zugriff auf die physische Grafikkarte des Hosts erhält. In einem von NVIDIA bereitgestellten Testergebnis ergibt sich zwischen einer K280Q vGPU und einer vergleichbaren Pass-Through-Konfiguration der NVIDIA GRID K2 sowohl im Viewperf-Benchmark als auch im Einsatz mit Solidworks CAD-Software ein um durchschnittlich lediglich drei Prozente niedrigerer Leistungswert.

Gleichzeitig bietet NVIDIAs GRID vGPU alle Vorteiler virtueller Grafikprozessoren, allen voran lassen sich VMs einer VDI-Umgebung (virtuelle Desktop-Infrastrukturen) ohne Reboot und Downtime des Hosts vGPUs zuweisen, während der Host bei einer Pass-Through-Konfiguration nach dem Hinzufügen neuer Grafikkarten neu gestartet werden muss. Zudem lassen sich über NVIDIA vGPU die Grafiktreiber bereits im VM-Image installieren, bei einer Pass-Through-Installation dagegen müssen die Treiber klassischerweise nach dem Einbau der Grafikkarte installiert und die virtuelle Maschine anschließend neu gestartet werden.

Seit GRID vGPU 1.0 ist die Nutzung in VDI-Umgebungen auf Basis von Citrix XenServer möglich, vor kurzem kündigten NVIDIA und VMware ein Early Access Program für die Verwendung auf VMware vSphere an. Laut Will Wade, Director GRID Product Management bei NVIDIA, gibt es derzeit bereits eine große Nachfrage nach diesem Early Access Program, das in der ersten Jahreshälfte 2015 in die allgemeine Verfügbarkeit übergehen wird.

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