VMware und NVIDIA bringen GRID-vGPU-Technologie auf Horizon-6-Desktops

Für XenServer-Umgebungen war NVIDIAs GRID-Technologie schon seit längerem erhältlich, jetzt kommt sie auch für vSphere und Horizon 6.

Auf der VMworld Europe 2014 zeigte NVIDIA Technologie-Demonstrationen seiner neuen GRID-GPU-Virtualisierung für VMware Horizon 6, mit der sich zukünftig auch in VMware-VDI-Umgebungen anspruchsvolle Grafikanwendungen wie Adobe Illustrator oder Autodesk AutoCAD nutzen lassen. 

Bisher war es in VMware-Umgebungen lediglich möglich, entweder einer virtuellen Maschine eine Grafikkarte vollständig zuzuweisen, oder aber einem ganzen Pool virtueller Maschinen nur eine Grafikkarte. Ersteres kommt allerdings aufgrund der hohen Kosten in großen Deployments meist nicht in Frage, letzteres bietet für anspruchsvollere Grafikanwendungen zu wenig Performance.

GRID-vGPU-Technologie für vSphere und Horizon 6

Die neue GRID-Technologie ermöglicht es Unternehmen jetzt, GPUs gezielt auf virtuelle Maschinen aufzuteilen. In der Test-Umgebung am NVIDIA-Stand versorgte beispielsweise eine physische GRID-K2-Karte vier virtuelle Maschinen. Das Management und die Zuweisung können wahlweise über NVIDIA-Tools oder über die gewohnte VMware-Oberfläche erfolgen. 

Die entsprechende GRID-Technologie ist seit einigen Monaten bereits für XenDesktop und XenServer verfügbar, für Horizon-6- und vSphere-Umgebungen wurde soeben erst ein Early Access Program mit einer Technology Preview gestartet.

Der interessantere Anwendungsfall ist dabei aber wohl nicht in erster Linie die GPU-Virtualisierung mit Horizon 6 und vSphere, sondern aufgrund des größeren Marktanteils vielmehr die Nutzung in gemischten Umgebungen mit XenDesktop und vSphere. Da hierfür allerdings vSphere in Version 6 benötigt wird, die sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet, ist auch NVIDIA GRID für vSphere vorerst lediglich als Technology Preview verfügbar. 

Laut NVIDIA warte man derzeit aber nur noch auf VMware; unmittelbar nach der allgemeinen Verfügbarkeit von vSphere 6 soll also auch NVIDIA GRID für vSphere erhältlich sein. Interessierte Unternehmen können sich bis dahin für einen Zugang zum Early Access Program bewerben.

NVIDIA und VMware geben Partnerschaft mit Google bekannt

Zusammen mit VMware hat NVIDIA auf der VMworld Europe zudem die Kooperation mit Google bekanntgegeben, um auch auf Chromebooks ausreichend vGPU-Performance zu realisieren. Zwar dürfte es mit Horizon 6 unabhängig vom verwendeten Client keine Unterschiede in der Grafikleistung geben, die Latenz beim Streaming der Inhalte spielt aber durchaus eine Rolle. Auf Chromebooks mit NVIDIA-GPU soll sich diese Latenz durch den direkten Datenfluss von vGPU auf dem Server zu GPU im Chromebook minimieren lassen.

Damit wird es laut NVIDIA möglich, Grafiker, Designer u.ä. mit ganz neuen Geräteklassen auszustatten. Die Vorteile dieses Vorgehens liegen einerseits in potenziellen Kosteneinsparungen gegenüber voll ausgestatteten Desktop-Systemen, andererseits in der erhöhten Sicherheit von Unternehmensdaten, die bei der Einbindung von Agenturen oder externen Mitarbeitern zur Grafikbearbeitung nicht aus der Hand gegeben werden müssen.

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