VMworld 2012: Lufthansa Systems sieht Wandel bei Cloud-Nutzung

Bei Cloud-Lösungen, egal ob öffentlich, privat oder hybrid, findet ein Wandel in Richtung vCloud mit lokaler Installation und remote Verwaltung statt.

Bei Unternehmen, die mit öffentlichen, privaten oder hybriden Clouds arbeiten, hat ein Wandel stattgefunden. Dies sagte Jörg Liebe, Chief Information Officer von Lufthansa Systems, bei einer Veranstaltung auf der VMworld Europe 2012.

Lufthansa Systems mit Sitz in Kelsterbach bei Frankfurt/M. übernimmt das Hosting einer Reihe von Anwendungen für Fluglinien und Reisegesellschaften. Viele dieser mandantenfähigen Systeme sind geschäftskritisch und beherbergen etwa Buchungsplattformen oder Navigationssysteme für Flugzeuge.

So hat die deutsche Fluggesellschaft Eurowings im Februar entschieden, Lufthansa Systems den Betrieb seines Rechenzentrums sowie das Anwendungsmanagement und Hosting von SAP übernehmen zu lassen. Eurowings setzt etwa zehn Anwendungen ein, die für seinen Flugbetrieb  essentiell sind.

Liebe sagte dazu: „Der vCloud-Ansatz liegt etwa in der Mitte zwischen privater und öffentlicher Cloud. Statt die Cloud in unserem Rechenzentrum in Deutschland zu betreiben, machen wir das in der Nähe der Fluglinie als Kunden, behalten aber dennoch Sicherheit und Management in der Hand.“ Dabei gehe es darum, die Rechenzentren in die Nähe Piloten zu bringen, so dass die ihre Daten von einem näher gelegenen Rechnersystem bekommen können.

Carl Eschenbach, Chief Operating Officer und Co-President von VMware, meinte dazu: „Im Prinzip stellt man eine private Cloud zur Verfügung, betreibt dafür aber nicht überall auf der Welt Rechenzentren. Stattdessen wird eine öffentliche Cloud im Rechenzentrum des Kunden eingerichtet, auf deren Dienste man mit VMware-Werkzeugen zugreifen kann.“

Eschenbach richtete hierzu die folgende Frage an Liebe: „Die Technologie reift schnell heran, so dass die meisten Kunden jetzt eine private, öffentliche oder hybride Cloud einrichten könnten. Was ist Ihrer Meinung nach das größte Hindernis dafür – vielleicht kultureller Wandel?“

Liebes Antwort: „Die meisten Leute fragen sich wohl: Wenn das Rechenzentrum virtualisiert ist und man es an einen beliebigen Ort auf der Welt verschieben kann, was habe ich dann als Administrator überhaupt noch zu tun? Dabei sieht es in Wirklichkeit so aus, dass immer noch eine Menge Arbeit beim Testen und in der Entwicklung anfällt, so dass technisches Personal weiterhin dringend gebraucht wird.“

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