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Unified Communications und Collaboration: Besser in der Cloud

Unified Communications und Collaboration in der Cloud eröffnet Anwendern neue Möglichkeiten, ihre Kommunikationsinfrastruktur auf eine stabile Basis zu bauen.

Mit einer Cloud-basierten Kommunikations- und Kollaborationslösung (UCC) können Unternehmen die digitale Transformation in ihrem eigenen Tempo angehen. Flexible Zahlungsmodelle und ein erweiterbarer Funktionsumfang schaffen Freiraum.

Auf andere Aspekte müssen Unternehmen allerdings gesteigerten Wert legen, vor allem bei Zugriffsrechten, Datenhaltung und Datentransfer.

Die voranschreitende Vernetzung und das Teilen von Informationen in Quasi-Echtzeit stehen im Vordergrund, um die Produktivität der Mitarbeiter im Zuge des digitalen Wandels zu steigern. In der Unternehmenswelt kommen deshalb Unified-Communications- und Collaboration-Lösungen verstärkt zum Einsatz.

Die UCC-Technologie wird der De-facto-Standard der Kommunikation werden, wenn All-IP komplett eingeführt ist. Bis Ende 2018 will die Deutsche Telekom mehr als 21 Millionen Analog- und ISDN-Anschlüsse in ihren Telekommunikationsnetzen auf IP-basierte Anschlüsse umstellen.

An UCC knüpft sich das Leistungsversprechen, E-Mail, Telefon, Fax, Instant Messaging, Mobility, Videokonferenzen und Web Collaboration innerhalb eines Netzwerkes bereitzustellen. Wer alle Funktionen auf einer übersichtlichen und leicht bedienbaren Oberfläche erhält, der muss nicht ständig seinen Arbeitsablauf unterbrechen und zwischen Anwendungen und Geräten wechseln.

Integrationsfähigkeit ist entscheidend

Eine Softwarelösung verfügt in der Regel über Standardfunktionen wie One-Number-Service (konsolidierte Rufnummer für Mobil- und Festnetzgespräche), Unified Messaging, Wählen per Mausklick („Click to dial“), Audio-, Video- und Webkonferenzen, persönliches Portal (pro Benutzer) sowie softwarebasierte Clients für Mobil- und Festnetztelefone. Insbesondere die Cloud-Telefonie verschafft Unternehmen die gewünschte Flexibilität.

Ausgereifte UCC-Lösungen decken den gesamten Workflow in der Zusammenarbeit noch effizienter ab, wenn sie Unternehmensanwendungen wie Cloud-Storage, Dokumenten-Management oder Customer Relationship Management (CRM) bereits integriert haben oder sich diese unkompliziert nachträglich integrieren lassen. Ein bewährter Ansatz ist es, eine collaborative Plattform as a Service (cPaaS) als ein offenes Ökosystem aufzubauen, in dem wesentliche Komponenten die erste Integrationsschicht bilden. An diese lassen sich dann weitere Branchenlösungen und Workflows andocken. Mit diesem flexiblen Ansatz bestimmt ein Unternehmen selbst das Tempo der eigenen digitalen Transformation.

Allerdings müssen sich die Unternehmen im Vorfeld die damit einhergehenden Compliance-Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben – etwa die EU-Datenschutzgrundverordnung – vergegenwärtigen und sicherstellen, dass sie die Integrität der übertragenen Daten durchgehend gewährleisten.

Zugangsabsicherung und Nutzerverantwortung

Wie moderne Sicherheitstechnologien und -standards bei einer UCC-Lösung ineinandergreifen, um jederzeit den Datenschutz und die Datensicherheit zu wahren, lässt sich anhand moderner UCC-Lösungen veranschaulichen. Die Nutzerdaten und Konversationen liegen in einem Cloud-Rechenzentrum, in dem die Mandanten strikt getrennt werden. Und eine sorgfältige Zugangskontrolle sorgt dafür, dass nur klar definierte Berechtigte auf die Daten zugreifen können, die einem Anwender und einem Anwenderunternehmen gehören. Denn der Nutzer ist Besitzer der Daten. Er ist und bleibt für den gesamten Audio-, Video- und Textinhalt verantwortlich, der in der Kollaborationsapplikation abliegt. Diese Verantwortung schließt auch seine Interaktionen mit anderen Nutzern ein.

Verschlüsselter Transport und Firewalls

Die Datenübertragung erfolgt stets verschlüsselt. Es empfiehlt sich, WebRTC, einen offenen Standard für die Web-Echtzeitkommunikation, für Audio- und Videokonferenzen, zu nutzen. Konversationen laufen dann geschützt ab, weil das Verschlüsselungsprotokoll DTLS-SRTP (Datagram Transport Layer Security, Sicheres Echtzeit-Transportprotokoll) zum Einsatz kommt. Die Tischtelefone nutzen SRTP, um ihre Audio- und Videodaten zu verschlüsseln.

Bei der IP-Telefonie stellt ein SIP (Session Initiation Protocol) Trunk die Verbindung zum Telefonnetz her. Für die Verschlüsselung an der SIP-Trunk-Schnittstelle ist der SIP-Service-Provider zuständig.

Der gesamte Datentransfer zwischen den Anwendern läuft über eine sichere HTML5-WebSockets-Schnittstelle. Hier basiert die Verschlüsselung auf HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure). Den Transport der SIP-Signale zwischen Cloud-basierter UCC-Lösung, SIP-Service-Provider und Tischtelefon realisieren die hybriden Verschlüsselungsprotokolle TLS (Transport Layer Security) oder MTLS (Mutual TLS-Authentifizierung).

Jan Hickisch, Atos

„Wie moderne Sicherheitstechnologien und -standards bei einer UCC-Lösung ineinandergreifen, um jederzeit den Datenschutz und die Datensicherheit zu wahren, lässt sich anhand moderner UCC-Lösungen veranschaulichen.“

Jan Hickisch, Atos

Die Applikationsarchitektur der UCC-Lösung sollte zudem ein multiples Set an Firewalls für das höchstmögliche Sicherheitsniveau besitzen. Zusätzlich werden virtuelle Netzwerke logisch per VLAN (Virtual Local Area Network) getrennt.

Die so aufgespaltene virtuelle Umgebung verfügt über VLAN-Grenzen, die sich heute nicht technologisch überwinden lassen. Daraus entsteht ein hochsicheres Public-Multi-Tenant-Cloud-Angebot, das geschützte Webbrowser für die Verbindung in die Cloud nutzt.

Erfolgsfaktoren Nutzerfreundlichkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit

Unternehmen wollen nicht nur Daten, sondern auch kritische Geschäftsprozesse in die Cloud verlagern. Die Erwartungshaltung, die Kommunikations- und Kollaborations-Tools in ihre digitalen Arbeitsplätze zu integrieren, erfüllen jene Cloud-basierten Lösungen am besten, die alle Kommunikationskanäle und -anwendungen in einer Oberfläche zusammenführen.

Eine solche Anwendung muss auf allen Endgeräten verfügbar sein und sich in bestehende Business-Applikationen integrieren lassen. Nur dann können Anwenderunternehmen ihren Cloud-Service schrittweise ausbauen.

Gleichzeitig sind aber auch verschlüsselte Datenübertragungen, intergerierte Firewalls und rollenbasierte Zugriffskontrollen zwingende Voraussetzungen. Denn nur in einer gesicherten IT-Infrastruktur ist die virtuelle Teamarbeit effektiv und sinnvoll.

Über den Autor:
Jan Hickisch ist Vice President Global Solution Management Unify bei Atos.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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Allein der erste Abschnitt stellt den wichtigsten Vorteil von UCC vor, Flexibilität. Dabei geht es nicht nur um Abrechnungsmodelle, sondern auch technischen Freiraum und Skalierbarkeit. Der große Vorteil einer Cloudlösung ist neben der unkomplizierten Einrichtung die hohe Skalierbarkeit. Bis zu einer gewissen Anzahl an Anschlüssen können schnell und einfach neue Anschlüsse geschaffen werden. Dies ist vor allem für stark wachsende Unternehmen ein entscheidender Faktor. 
Was die Integration und den Zugang angeht, sind dann die Hersteller gefragt. UCC bzw. VoIP Clients wie z.B. von pascom sind diesbezüglich schon recht weitentwickelt. In Zukunft werden, aber die Kommunikationsmöglichkeiten per Instant Massaging oder Mail eine wichtigere Rolle spielen. Ein Client muss sich die Rolle einer Kommunikationszentrale erfüllen. 
Ein weiterer entscheidenden Faktor ist die Infrastruktur, diese muss mit den technischen Möglichkeiten mit halten.
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