Leistungs-Management von virtuellen Umgebungen mit dynamischen Warnungen

Für das effiziente Monitoring von virtuellen Infrastrukturen sind die exakte Definition von Schwellenwerten sowie eine dynamische Anpassung sinnvoll.

Virtuelle Umgebungen bestehen bekanntermaßen aus vielen mobilen Komponenten, deren Einrichtung sich im Allgemeinen als schwierig erweist. IT-Umgebungen können abhängig von der Größe des Unternehmens entweder eine Handvoll virtueller Maschinen (VMs) oder Hunderte VMs aufweisen. 

Für derartige Bereitstellungen virtueller Infrastruktur ist das Monitoring der Leistung von VMs und der VM-Nutzung hilfreich. Ebenso wichtig ist es, die Integrität Ihrer virtuellen Appliances sicherzustellen und sofort zu wissen, wenn etwas schief läuft.

Karthik Ramachandran,
Product Marketing Specialist,
SolarWinds

Was Sie aber unter allen Umständen vermeiden möchten sind Warnungen, die rund um die Uhr auf Sie einprasseln, insbesondere für nicht kritische Situationen. Warnungs-Management kann eine ausgeklügelte, aber gefährliche Aktivität sein. 

Darüber hinaus kann sich die manuelle Festlegung von Warnungsschwellenwerten als äußerst zeitaufwendig erweisen. Andererseits führt die Verwendung statischer Schwellenwerte, die keine echten Leistungsprobleme widerspiegeln, oft zu einer Flut an Warnungen, so dass Administratoren diese im schlimmsten Fall komplett ignorieren. 

An dieser Stelle wird es gefährlich, denn oft gehen dann tatsächliche kritische Warnungen unter. Intelligente, dynamische Warnungen können deshalb eine wichtige Rolle spielen für die Effizienz des Personals und die Zuverlässigkeit des Systems.

Fehlalarme: Gründe und Vermeidungsstrategien

Nachfolgend einige Beispiele, weshalb für Ihre virtuelle Umgebung Warnungen häufiger als üblich ausgelöst werden:

  • Ereignisse, die häufig auftreten, wie beispielsweise die Ressourcenauslastung, können öfter als die meisten anderen virtuellen Komponenten Warnungen auslösen.
  • Sie erhalten „Spam“-Warnungen von VMs oder Hosts, die nicht mehr verwendet werden oder ausgemustert wurden.
  • Nicht optimierte Schwellenwerte können zu plötzlichen Warnungsspitzenwerten führen.

Intelligente Warnungsprozesse sorgen dafür, dass keine irrelevanten Warnungen generiert werden. Der Administrator für eine virtuelle Umgebung hat dadurch Zeit, sich um „echte“ Warnungen zu kümmern und diese zu beseitigen. Warnungsfehler können Sie wie folgt vermeiden:

Warnungs-Management kann eine ausgeklügelte, aber gefährliche Aktivität sein.
  • Richten Sie Warnungen für bestimmte VMs ein, deren Beeinträchtigung sich Ihrer Meinung nach wirklich nachteilig auf Ihre Benutzer oder Ihr Geschäft auswirkt.
  • Nutzen Sie nach Möglichkeit dynamische Schwellenwerte basierend auf Verlaufstrends, um realistischere Schwellenwerte für Ihre Cluster, Hosts, VMs und Ihren Datenspeicher einzurichten.
  • Richten Sie klar definierte Schwellenwerteinstellungen ein. Auf diese Weise können Sie die Warnungstypen definieren, die Sie tagsüber erhalten, und sicherstellen, dass Sie nach der Arbeit nicht belästigt werden.
  • Legen Sie passende Abhängigkeiten fest, um die Anzahl der erhaltenen Warnungen deutlich zu senken.
  • Leiten Sie spezifische Warnungen an die dafür vorgesehenen Teams weiter, da diese sich mit dem Schweregrad der Warnung auskennen und das Problem sofort beheben können.
  • Bestimmen Sie, was Sie weshalb überwachen möchten.

Die meisten Administratoren müssen Hunderte von virtuellen Appliances überwachen, was wahrscheinlich auch eine Menge Warnungen bedeutet. Vor diesem Hintergrund müssen Sie einige Dinge im Vorfeld festlegen:

  • Überprüfen Sie für jeden Host, ob alle VMs des Hosts überwacht werden müssen oder ob das Monitoring von einigen kritischen VMs reicht.
  • Sprechen Sie mit den Geschäftsbereichen oder Nutzern, um sich einen Überblick über die Auswirkungen zu verschaffen. Dadurch haben Sie eine Vorstellung davon, für wie viele VMs und Datenspeicher Warnungen eingerichtet werden müssen. Möglicherweise werden auf diesen VMs und Datenspeichern erfolgsentscheidende Anwendungen ausgeführt, wodurch die Geschäftsleistung beeinträchtigt werden kann.

Statistische Schwellenwerte: die bessere Methode zur Festlegung von Ausgangswerten für Ihre virtuelle Umgebung

Üblicherweise müssten Sie die Leistung von Hosts, VMs und Datenspeichern mehrere Wochen lang überwachen, um den idealen oder optimalen Ausgangswert zur Festlegung von Warnungsschwellenwerten und kritischen Schwellenwerten zu ermitteln. 

Integrierte Virtualisierungs-Management-Tools sollten in der Lage sein, die Leistung von Clustern, Hosts, VMs und Datenspeichern für die letzten Tage automatisch zu berechnen und die Ausgangswerte zu bestimmen. Sie können dann Ihre Arbeitsstunden, Nächte und Wochenenden auswählen. Anhand der Tageszeit lassen sich die Ausgangsdaten für die Leistung bei Tag und Nacht von virtuellen Appliances berechnen.

Statistische Schwellenwerte ermöglichen also Folgendes:

  • Anwenden von Schwellenwerten auf Cluster, Hosts, VMs und Datenspeicher.
  • Interpretation der Ausgangswertstatistiken mithilfe der Standard-Abweichungsberechnung für die Systemleistung bei Tag und Nacht.
  • Statistische Einblicke in Leistungsmessdaten und deren Abweichung über einen bestimmten Zeitraum. Erfassen von Statistiken für höhere und niedrigere Schwellenwerte für einzelne VMs und Hosts.
  • Das Berechnen von Schwellenwerten anhand von Leistungsverlaufsdaten spart Zeit beim Anpassen der Schwellenwerte und ermöglicht intelligentere Warnungen.
  • Festlegen der passenden Schwellenwerte mit dem integrierten Baseline Calculator. Hiermit werden die empfohlenen Schwellenwerte für Warnungen und kritische Phasen für Cluster, Hosts, VMs und Datenspeicher berechnet und angewendet.

„Spam“-Warnungen werden dadurch zwar nicht vollständig eliminiert, aber der Administrator hat es mit wesentlich weniger Meldungen zu tun. Er kann deshalb mehr Zeit und Aufmerksamkeit dafür aufwenden, einen Mittelweg zwischen dem Monitoring der VM-Nutzung und der Hypervisor-Leistung zu finden und die passenden Schwellenwerte festzulegen. So sparen Sie Zeit und Energie und können die Leistung Ihrer virtuellen Umgebung mühelos überwachen.

Über den Autor:
Karthik Ramachandran ist Product Marketing Specialist bei SolarWinds. Er besitzt ein umfangreiches IT-Management-Know-how im Systemmanagement – einschließlich Expertenwissen in den Bereichen Anwendungs-, Server- und Remote-IT-Management. SolarWinds bietet unter anderem das integrierte Virtualisierungs-Management-Tool SolarWinds Virtualization Manager an, das sich in die Backbone-Technologie des Herstellers integrieren lässt.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2014 aktualisiert

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