Definition

Zombie-VM

Eine Zombie-VM ist eine virtuelle Maschine, die – oftmals für einen bestimmten Zweck – erstellt wurde, irgendwann aber vergessen wurde und nun ohne konkreten Zweck weiterbesteht.

Im Ergebnis verbraucht die Zombie-VM weiterhin Ressourcen, ohne dafür einen Nutzwert zu liefern. Die Zunahme von Zombie-VMs in einem Rechenzentrum ist die Hauptursache für den Server- und VM-Wildwuchs.

Zu den Vorteilen der Virtualisierung gehören die Möglichkeit, virtuelle Maschinen schnell und einfach erstellen zu können, sowie die Tatsache, dass jede VM nur einen sehr geringen Teil der physischen IT-Ressourcen in Anspruch nimmt. Damit sind virtuelle Maschinen günstig zu betreiben und haben kaum Auswirkungen auf Speicher und andere Ressourcen. Die meisten Zombie-VMs sind schlicht kurzfristig genutzte virtuelle Server, die aufgrund eines laxen Lifecycle-Managements vergessen werden.

Im Idealfall sollte die Erstellung jeder einzelnen virtuellen Maschine dokumentiert sein, einschließlich ihres Zwecks und ihres Eigentümers. Wenn eine VM nicht mehr benötigt wird, sollte sie entfernt werden. Ist der VM-Wildwuchs aber bereits zu weit fortgeschritten, so kann es notwendig werden, die Zombie-VMs von den produktiven VMs zu unterscheiden. Hinweise auf eine Zombie-VM sind die Abwesenheit aktueller Support-Anfragen sowie eine niedrige Auslastung von Prozessor, Netzwerk oder Festplatten.

Die physische Entsprechung einer Zombie-VM im Rechenzentrum ist der Zombie-Server.

Diese Definition wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

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