Definition

Microsoft Hyper-V

Mitarbeiter: Wolfgang Dietl

Hyper-V ist der Name von Microsofts eigenem Hypervisor zur Server-Virtualisierung. Hyper-V ist als kostenloses Einzelprodukt Microsoft Hyper-V Server oder als Server-Rolle Windows Server Hyper-V erhältlich und gehört zur Klasse der Bare-Metal-Hypervisoren (auch Typ-1-Hypervisor genannt).

Der kostenlose Microsoft Hyper-V Server basiert auf einer Core-Installation der jeweiligen Windows-Server-Version inklusive des Hyper-V-Features, während alle anderen Server-Rollen deaktiviert sind. Hyper-V wurde von Microsoft zusammen mit Windows Server 2008 (Microsoft Hyper-V Server 2008 beziehungsweise Windows Server 2008 Hyper-V) auf den Markt gebracht und stellt eine Reaktion auf den damals stark wachsenden Trend hin zur Server-Virtualisierung dar, den vor allem VMware mit seiner Virtualisierungslösung vSphere ins Rollen brachte.

In der Folge wurde Hyper-V mit jeder neuen Server-Version um neue Funktionen erweitert und bietet inzwischen in etwa die gleiche Funktionalität wie vSphere: Mit Windows Server 2012 wurden beispielsweise Hyper-V Replica, Netzwerk-Virtualisierung und Extensible Virtual Switch eingeführt, Windows Server 2012 R2 brachten unter anderem Storage QoS und Shared VHD, zusätzlich wurde mit Windows Server 2012 R2 die bisherige Hyper-V Quick Migration durch die Hyper-V Live-Migration abgelöst.

Auch mit Windows Server 2016 hat Microsoft seiner Virtualisierungsplattform Hyper-V neue Funktion hinzugefügt, eine der wichtigsten ist die Container-Virtualisierung mit Docker, durch die Docker-Container nicht mehr nur auf Linux-Systemen, sondern als Hyper-V- und Windows-Server-Container auch auf der Windows-Plattform zur Verfügung stehen. Dafür wurde extra die neue Bereitstellungsmethode Nano Server eingeführt, die noch weniger Overhead produziert als die sowieso bereits reduzierte Server-Core-Bereitstellung.

Hyper-V 2016 bietet beispielsweise aber auch die für Windows-Systeme neue verschachtelte Virtualisierung, Neuerungen rund um die PowerShell 5.0 wie PowerShell Direct oder PowerShell JEA, Shielded VMs, die Möglichkeit zum Secure Boot für Linux-VMs und noch einige weitere neue Features wie Storage Resiliency oder Production Checkpoints.

Hyper-V ist ein Hypervisor für x86- und 64-Bit-Systeme mit Windows als Host-Betriebssystem. An Gast-Betriebssystemen unterstützt Microsoft mittlerweile aber auch zahlreiche Linux-Betriebssysteme wie SUSE Linux Enterprise Server, Red Hat Enterprise Linux oder auch CentOS. Für eine bessere Unterstützung von Gast-Betriebssystemen gibt es für Hyper-V die Hyper-V Integration Services, die damit eine ähnliche Funktion einnehmen wie beispielsweise die VMware Tools.

Hyper-V ist nicht zu Verwechseln mit Client Hyper-V, seit Windows 8 der Nachfolger des Client-Hypervisors Windows Virtual PC. Microsoft Hyper-V kann über Microsoft- sowie über Drittanbieter-Tools verwaltet werden.

Diese Definition wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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