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Windows-Systeme an Microsofts Operations Management Suite anbinden

Microsoft OMS ist ein neues Cloud-Tool zur Verwaltung von Windows-Umgebungen. Wie können bestehende Systeme daran angebunden werden?

Microsofts Operations Management Suite (OMS) ist ein Cloud-Service, daher gibt es außer Agents auch nichts, was installiert werden könnte. OMS kann aber in bestehende Produkte wie Microsoft System Center integriert werden. Der Hauptteil bei der „Bereitstellung“ entfällt daher auf das Anlegen von Benutzerkonto und Management Workspace sowie auf das Verbinden der Komponenten, die per Operations Management Suite verwaltet werden sollen.

Am Anfang sollte man sich einfach auf der offiziellen Produktseite der Operations Management Suite anmelden, dies erfolgt entweder über einen privaten Microsoft-Account oder über ein Firmenkonto. Anschließend wird ein einzigartiger Name für den entsprechenden Workspace vergeben. Dieser Workspace bietet später alle eigenen Management-Daten und ermöglicht die Organisation von Daten und Teams. Dieser Workspace kann hier auch, falls gewünscht, mit einer gültigen Azure Subscription verknüpft werden.

Im nächsten Schritt werden die Services oder Aufgaben angewählt, die verwaltet werden sollen, und die entsprechenden Server mit OMS verbunden. Administratoren können hier aus einer Vielzahl an unterschiedlichen OMS-Services wählen, beispielsweise Site Recovery, Malware Assessment, Backups, System Update Analysis, Automation oder Change Management. Hierfür müssen lediglich die entsprechenden Kästchen ausgewählt werden.

Entscheidend ist dann noch die Frage, wie sich OMS mit der eigenen Umgebung verbinden soll. Dies kann entweder über System Center Operations Manager (SCOM) erfolgen, etwa über SCOM 2012 SP1/SP2, oder aber über den eigenen Azure-Account mit einer Windows- oder Linux-Erweiterung. Eine weitere Möglichkeit wäre die Nutzung von Agents, wodurch man sich ebenfalls den Weg über SCOM erspart.

Administratorn können Agents für unterschiedliche 64-Bit-Systeme herunterladen, diese benötigen dann aber mindestens Windows Server 2008 SP1 oder Windows 7 SP1 und höher. Über Skripte und andere Deployment-Tools können Agents auch großflächig ausgerollt werden. Um die Installation zu beenden, werden Schlüssel und ID eines Azure Operationional Insights Workspaces benötigt, anschließend kann es durchaus bis zu zehn Minuten dauern, bis alle Agents auch wirklich mit OMS kommunizieren.

Sobald die Verbindung eingerichtet ist, muss zumindest ein Log für die Management-Daten angelegt werden. Typischerweise beinhalten Logs IIS-Web-Server (Internet Information Server) oder Event-Logs für Warnmeldungen, Fehler oder andere Ereignisse.

Administratoren können aber auch den Weg über SCOM statt über das OMS-Portal gehen, um Systeme mit der Operations Management Suite zu verbinden. Hierfür muss man sich zunächst an der SCOM-Konsole anmelden, die Administration anwählen und sich bis zur Operational Insights Connection durchkämpfen. Über Register to Operational Insights wird ein Assistent gestartet, in dessen Verlauf sich Computer oder Gruppen zu Operational Insights unter Azure und OMS hinzufügen lassen.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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