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Dieser Artikel ist Teil unseres Guides: Mehr Datensicherheit durch Replikation und Snapshots

Wiederherstellungspunkte in vSphere Replication 6 als Backup nutzen

Wiederherstellungspunkte in vSphere Replication 6 bieten gegenüber Snapshots einige Vorteile und eignen sich so auch hervorragend für Backups.

Welche Vorteile bieten Wiederherstellungspunkte in vSphere Replication gegenüber herkömmlichen Snapshots?

Sicherlich ist es mithilfe von Backup-Tools möglich, jederzeit mehrere Backups virtueller Maschinen (VMs) zu erstellen und vorzuhalten. Backup-Zyklen sind allerdings häufig weit gefasst und mitunter sogar unregelmäßig, so dass die Wiederherstellung des letzten verfügbaren Backups nicht selten mit einem erheblichen Datenverlust einhergeht. Tools wie vSphere Replication 6 können ganze VMs erfassen, schützen und auf ein beliebiges virtuelles oder konventionelles SAN, NAS oder auf ein lokales Laufwerk speichern – das Ganze in einem Bruchteil der Zeit vergleichbarer Backup-Vorgänge.

Replication 6 beschleunigt den Replikationsvorgang durch das Erfassen ausschließlich der Änderungen und Unterschiede seit der vorangegangenen Replikation. Auf diese Weise entstehen Point-in-Time-Kopien (PIT) mit Intervallen von nur 15 Minuten bis hin zu 24 Stunden, was dann dem klassischen Backup-Muster entsprechen würde.

Häufige Replikation ermöglicht Administratoren den Schutz von VMs durch mehrere Wiederherstellungspunkte. Mit dieser „Rollback“-Strategie können klassische Backups nicht so einfach mithalten. Beispielsweise können sich durch Änderungen in der Systemkonfiguration, Patches für Anwendungen, Malware-Angriffe oder andere Änderungen durchaus Fehler oder Betriebsunterbrechungen einnisten, deren Auswirkungen über Stunden hinweg unbemerkt bleiben. 

Multiple Wiederherstellungspunkte bieten eine höhere Wahrscheinlichkeit, den Zustand möglichst nahe vor der problematischen Änderung wiederherstellen zu können. Das verkürzt zudem die Fehlersuche und ermöglicht eine schnellere Problemlösung bei kleinstmöglichem Datenverlust.

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Nutzen Sie für die Konfiguration von VM-Replikationsoptionen am besten den vSphere Web Client. Er führt Administratoren Schritt für Schritt durch die Einrichtung, einschließlich Replikationstyp und -ziel, Prozess-Replikationsserver, Replikationsoptionen usw. Der zeitliche Abstand der Replikationszyklen ist in Abhängigkeit von der Arbeitslast zwischen 15 Minuten und 24 Stunden konfigurierbar. 

Administratoren können wählen, ob sie die zu replizierende VM vor Beginn stilllegen wollen. Um sicherzustellen, dass die Arbeitslast vor der Replikation konstant ist, ist dies durchaus empfehlenswert. Im Vergleich dazu benötigt ein herkömmlicher Snapshot diese vorhergehende Stilllegung nicht, jedoch könnten einige schnell veränderliche oder auf Transaktionen fokussierte Workloads ohne Stilllegung zu einem instabilen Snapshot führen.

Denken Sie dabei aber auch an die Retention-Einstellungen. Häufige Replikationen können schnell erheblichen Speicherplatz beanspruchen – selbst unter Nutzung der Delta-Differenzmethode für Einsparung von Speicherplatz und Replikationsbeschleunigung. VMwares vSphere Replication 6 ermöglicht bis zu 24 Wiederherstellungspunkte für jede virtuelle Maschine. 

Dabei können Sie die Zahl der Instanzen und die Anzahl der Tage auswählen – bis hin zu einer Gesamtzahl von 24 Instanzen. Beispielsweise könnte ein Administrator Point-in-Time-Einstellungen so konfigurieren, dass über sieben Tage hinweg jeweils drei Wiederherstellungspunkte pro Tag gespeichert werden, insgesamt also 21. Ebenso wären zum Beispiel fünf tägliche Wiederherstellungspunkte über vier Tage hinweg (insgesamt 20) oder zwölf Wiederherstellungspunkte pro Tag über zwei Tage hinweg (insgesamt 24) möglich.

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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