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Welche Hypervisoren werden von OpenStack unterstützt?

Wenn Unternehmen OpenStack einsetzen wollen, müssen sie die gewünschten Hypervisoren, wie Microsofts Hyper-V und VMware ausgiebig testen und auf Kompatibilität achten.

Private Clouds bieten Unternehmen viele nennenswerte Vorteile. Firmen, die von der Cloud an sich profitieren wollen, geben in diesem Fall die Kontrolle über die eigenen Daten und die eigene Infrastruktur nicht auf. Cloud Frameworks stellen die darunterliegende Virtualisierung für eine private Enterprise Cloud nicht zur Verfügung. Deswegen ist es wichtig, dass ein Cloud Framework so viele große Hypervisoren wie möglich unterstützt. Es gibt jede Menge Hypervisoren, die mit OpenStack zusammenarbeiten. Sie sollten aber vorsichtig abwägen, wie groß die Unterstützung ist und inwieweit die Wunschkomponenten ihre persönlichen Anforderungen erfüllen.

Microsoft und VMware haben zusammen den größten Marktanteil bei den Hypervisoren. Microsoft Hyper-V kann unter OpenStack virtuelle Maschinen (VM) mit Windows, Linux und FreeBSD laufen lassen. VMware vSphere 5.1.0 und später unterstützen VMware-basierte Linux- und Windows-Abbilder durch den vCenter Server. Citrix XenServer und Xen Cloud Platform können virtuelle Maschinen mit Linux oder Windows betreiben, allerdings muss der Nova-Compute-Service in einer paravirtualisierten VM installiert sein. OpenStack Nova selbst unterstützt den nativen Ironic Bare-Metal Hypervisor für Maschinen-Provisioning und -Kontrolle.

Benutzen Sie libvirt bei Linux-basierten Hypervisoren

Viele Hypervisoren, die von OpenStack unterstützt werden, basieren auf Linux. Sie brauchen für die Virtualisierung und das Management aber normalerweise das offene API libvirt. Zum Beispiel funktioniert mit libvirt KVM (Kernel-based Virtual Machine) unter OpenStack. Es gibt KVM-Versionen für die Prozessoren PowerPC und Power Architecture, IBM-System/390-Mainframes und auch die üblichere x86-Prozessor-Architektur. Der Hypervisor von Xen Project funktioniert mit libvirt und unterstützt damit virtuelle Maschinen mit Linux, Windows, FreeBSD und NetBSD unter OpenStack Nova. Libvirt unterstützt Virtuozzo 7.0.0 und später für Container und virtuelle Maschinen, die auf KVM basieren.

Generell wird OpenStack auch libvirt verwenden, um Linux Container, Quick EMUlator und User-mode Linux zu unterstützen. Die hier genannten Plattformen werden aber selten für moderne Projekte verwendet, sondern um ältere Software am Laufen zu halten.

Behalten Sie unbedingt im Hinterkopf, dass nicht alle Hypervisoren gleich gewichtet sind. Von OpenStack unterstützte Hypervisoren bekommen vielleicht nicht alle das gleiche Niveau an Unterstützung und sind nicht gleich stabil. Möglicherweise sind auch Performance und Kompatibilität unterschiedlich. Wer am Betrieb einer Private Cloud interessiert ist, sollte Zeit in umfassende Tests investieren. Administratoren müssen die Kompatibilität für die gewünschten Hypervisoren und dem Cloud Framework sicherstellen. Nur so bekommen Sie die Resultate, die Sie speziell für Ihr Unternehmen brauchen.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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