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Wartungszeitpläne in vRealize Operations Manager nutzen

Wann sollte ein Administrator beim Einsatz einer Wartungslösung wie vRealize Operations Manager auf vorgegebene Wartungszeitpläne verzichten?

Wann sollten Administratoren reguläre Wartungszeitpläne vermeiden, wenn Management-Lösungen wie VMware vRealize Operations Manager genutzt werden?

Dynamische Schwellenwerte stellen einen mächtigen und effektiven Weg für Tools wie vRealize Operations Manager (ehemals vCenter Operations Manager) dar, um automatisch auf Veränderungen im Data Center zu reagieren. Aber Alarme und dynamische Schwellenwertberechnungen arbeiten nur dann wirklich zuverlässig, wenn die Komponenten der Umgebung ansonsten ordnungsgemäß funktionieren. Ein selbstlernendes Tool muss erkennen können, welche Berechnungsergebnisse als „normal“ und welche als „unnormal“ zu gelten haben.

Nehmen Sie den Fall, dass Komponenten zur regelmäßigen Wartung oder zwecks Aufspielen eines Upgrades aus der Data-Center-Umgebung herausgenommen werden. Ein Management-Tool erkennt den offline gegangenen Server oder die fehlende Reaktion von Anwendungen als schweren Fehler und generiert einen Alarm. Das ist in Ordnung und gewünscht, wenn die Auszeit des Servers unerwartet gekommen ist. Ist sie hingegen Teil eines normalen Wartungsfensters, so sind solche Alarme schlicht lästig und störend.

Das Problem verschärft sich bei der Anwendung dynamischer Schwellenwerte aber noch weiter: Versucht ein Tool, während einer bekannten Auszeit einen dynamischen Schwellenwert zu berechnen, so könnten die daraus resultierenden Berechnungen inakzeptable Schwellenwerte liefern, die wiederum zu exzessiven oder schlicht falschen Alarmbenachrichtigungen führen.

VMwares vRealize Operations Manager unterstützt reguläre Wartungszeitpläne und einen On-Demand-Wartungsmodus, um Alarme und Messgrößenbestimmungen für Systeme zu unterbinden, die offline sind oder wartungsbedingt eine schlechte Leistung bieten. So lässt sich vRealize Operations Manager beispielsweise auf Serverausfälle an jedem Donnerstag zwischen 13 und 16 Uhr einrichten.

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Ein neuer Wartungszeitplan wird durch Auswahl von Administration and Maintenance Schedules erzeugt. Hier kann ein neuer Zeitplan angelegt und benannt werden, es können Details zu Wartungstagen und-uhrzeiten angegeben werden und nach dem Speichern des Wartungszeitplans muss dieser lediglich noch dem gewünschten Server oder einer anderen Ressource zugewiesen werden, die durch vRealize Operations Manager überwacht wird. Ist ein Wartungszeitplan einmal angelegt, kann er natürlich auch weiterhin bearbeitet oder auch entfernt werden.

Es gibt praktischen kaum einen Grund dafür, auf regelmäßige Wartungszeitpläne zu verzichten. Jede Data-Center-Ressource benötigt regelmäßige Wartungszeit für Patches, Upgrades, Inspektionen oder beispielsweise auch eine Reinigung der Luftfilter. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass der Zweck eines Wartungszeitplans in der Vermeidung falscher Alarmbenachrichtigungen und fehlerhaften Berechnung dynamischer Schwellenwerte während regulärer Auszeiten liegt.

Es hat natürlich auch keine negativen Auswirkungen, wenn das System in der vorgesehenen Wartungszeit noch nicht offline ist und letztlich kann vRealize Operations Manager das System auch bedarfsweise ignorieren, wenn unerwartet außerhalb des Wartungszeitplans arbeiten daran nötig sein sollten.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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