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Windows Server Version 1709: Für wen lohnt sich der Umstieg?

Windows Server 1709 ist zwar aktueller als Windows Server 2016, dennoch ist die neuere Version und der damit verbundene Umstieg nicht für alle Unternehmen sinnvoll.

Windows Server Version 1709 ist zumindest zeitlich betrachtet der Nachfolger von Windows Server 2016. Aber nicht in jedem Fall ist ein Umstieg zur neuen Serverversion sinnvoll.

Bei Windows Server Version 1709 handelt es sich nicht um den vollständigen Nachfolger von Windows Server 2016, sondern um eine Zwischenversion, die Microsoft für Unternehmen veröffentlicht, die regelmäßiger Neuerungen in Windows-Servern nutzen wollen.

Wann ist der Einsatz von Windows Server 1709 sinnvoll?

Die wesentlichen Neuerungen in Windows Server 1709 betreffen vor allem Funktionen, die sich mit Containern beschäftigen. In Windows Server 1709 lassen sich Linux-Container parallel mit Windows-Server-Containern nutzen. Kubernetes wird ebenfalls unterstützt. Generell konzentrieren sich die Neuerungen in Windows Server 1709 vor allem um verbesserte Unterstützung für Container und Linux. Unternehmen, die nicht auf diese Technik setzen, müssen auch nicht zur neuen Version migrieren.

Windows Server Version 1709 lohnt sich vor allem in den Bereichen Virtualisierung, Container und Linux-Unterstützung. Setzen Unternehmen Serverdienste in diesem Bereich ein, kann ein Umstieg sinnvoll sein. Beim Betrieb von Containern ist zudem interessant, dass diese in Windows Server 1709 auf Dateifreigaben im Netzwerk zugreifen können, auch in Cluster Shared Volumes (CSV).

Lohnt sich der Umstieg von Windows Server 2012/2012 R2 und früheren Versionen?

Unternehmen, die von älteren Serverversionen, wie Windows Server 2008/2008 R2 oder Windows Server 2012/2012 R2 umsteigen wollen, sollten ebenfalls gut überlegen, ob sie zu Windows Server 2016 oder Windows Server 1709 migrieren. Windows Server 1709 verfügt über keine grafische Oberfläche. Wenn also ohnehin der Betrieb von Core-Servern geplant ist, kann durchaus auch auf Windows Server 1709 migriert werden.

Allerdings sind in diesem Fall in aller Regel Neuinstallationen notwendig. Dazu kommt, dass in diesem Fall alle 18 Monate die Serverversion aktualisiert werden muss. In den meisten Szenarien ist es daher sinnvoller, zu Windows Server 2016 zu wechseln, und auf die nächste Hauptversion Windows Server 2019/2020 zu warten. Diese wird dann wiederum die Neuerungen der Zwischenversionen enthalten.

Wann sollten Unternehmen nicht auf Windows Server 1709 setzen?

Arbeiten Unternehmen weder mit Container noch mit Linux oder nutzen die Nano-Installation nicht, ist der Wechsel auf Windows Server Version 1709 wenig sinnvoll. Hier ist Windows Server 2016 besser geeignet. Wer seinen Server mit der grafischen Oberfläche verwalten will, sollte ebenfalls nicht auf Windows Server 1709 wechseln, da diese Version über keine grafische Oberfläche verfügt. Auch beim Betrieb von Serveranwendungen, die eine grafische Benutzeroberfläche verwenden, wie zum Beispiel Remotedesktop-Dienste, ist Windows Server 2016 besser geeignet als Windows Server 1709.

Gut überlegt sein will der Einsatz von Version 1709, wenn wichtige Serverdienste hochverfügbar zur Verfügung stehen müssen. Da der Support für die Version nur 18 Monate ist, müssen Unternehmen nach diesem Zeitraum wieder zur nächsten Version aktualisieren.

Ist in Windows Server 1709 ein verbessertes Hyper-V integriert?

Neben Neuerungen im Bereich Container und Linux-Unterstützung bietet Windows Server 1709 auch Neuerungen in Hyper-V. Hiervon sind allerdings zum größten Teil virtuelle Linux-VMs betroffen. In Hyper-V von Windows Server 1709 können auch virtuelle Linux-Computer als Shielded-VM verschlüsselt werden.

Eine interessante Neuigkeit, auch für Testumgebungen, ist die Möglichkeit den Host-Guardian-Service, der für den Betrieb von Shielded-VMs notwendig ist, als VM zu betreiben. In Windows Server 2016 ist für den Betrieb ein physischer Server notwendig, idealerweise ein Cluster.

Fazit

Windows Server 1709 ist keine neue Serverversion, die für jedes Unternehmen sinnvoll ist. Viele der Neuerungen betreffen eine bessere Unterstützung von Linux. Unternehmen, die im Netzwerk parallel auf Linux setzen, und die neuen Features nutzen könnten, sollten den Umstieg überdenken. In diesen Fällen kann dies durchaus sehr sinnvoll sein. Der kürzere Support-Zeitraum im Vergleich zu Windows Server 2016 sollte bei der Planung aber in jedem Fall berücksichtigt werden.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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