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Funktionen und Features von Windows 10

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Windows Update for Business für LTSB und Current Branch konfigurieren

Mit Windows 10 ändert Microsoft sein Update-Modell fundamental. Mit diesen Tipps zu Windows Update for Business behalten Admins die Oberhand.

Mit Windows 10 ändert Microsoft massiv die Möglichkeiten, Updates im Unternehmen bereitzustellen. So werden nicht...

nur Einstellungsmöglichkeiten angepasst, sondern auch die Tools zur Konfiguration. Es wird aber auch weiterhin den bekannten Update-Mechanismus Windows Update geben, sowie die Möglichkeit zur Konfiguration per Gruppenrichtlinien und zur Update-Bereitstellung per WSUS.

Gänzlich neu sind dagegen die Möglichkeiten von Windows Update for Business, die nach und nach integriert werden, aber Windows 10 vorbehalten bleiben. Unternehmen, die auf Windows 7 oder Windows 8/8.1 setzen, können die neuen Funktionen nicht nutzen. Aktuell ist Windows Update for Business zudem noch nicht fertig.

Es ist zu erwarten, dass Windows Update for Business als eingeschränkte WSUS-Variante erscheint, in verschiedenen anderen Produkten wie System Center, Microsoft Intune und Enterprise Mobility Suite integriert sowie über WSUS zur Verfügung gestellt wird.

Windows Update for Business bietet neue Konfigurationsmöglichkeiten

Mit Windows 10 und Windows Server 2016 ändert Microsoft komplett den Update-Vorgang des Betriebssystems. Die bisherigen Einstellungen in der Systemsteuerung gehören größtenteils der Vergangenheit an. Es gibt eine neue Windows-10-App zum Anpassen von Aktualisierungen, die allerdings deutlich weniger Einstellungsmöglichkeiten als die Vorgängerversionen bietet. In Windows 10 Home lässt sich die Installation von Updates übrigens gar nicht verhindern.

In der neuen Einstellungs-App werden auch Einstellungen für Updates in Windows 10 Pro/Enterprise konfiguriert.

Zwar gibt es auch mit Windows 10 und Windows Server 2016 weiterhin den Serverdienst Windows Server Update Services (WSUS), allerdings übernehmen auch die Betriebssysteme immer mehr Verantwortung. So kann Windows 10 Updates für andere Windows-10-Rechner im Netzwerk zwischenspeichern und von anderen Rechnern im Netzwerk herunterladen. Das entlastet Netzwerke ohne WSUS, da Aktualisierungen auch von anderen Windows-10-Rechnern heruntergeladen werden können. Diese Einstellungen lassen sich aber von Administratoren steuern. Auch diese Technik steht exklusiv für Windows 10 zur Verfügung.

Windows 10 kann Updates für andere Rechner im Netzwerk zur Verfügung stellen

CB, CBB und LTSB – Windows Update for Business verstehen

Gemäß dem von Microsoft herausgegebenem Motto des „Windows as a Service“  werden zukünftig regelmäßig neue Updates mit neuen Funktionen für Windows 10 veröffentlicht, also nicht nur Sicherheitsupdates oder kritische Updates für das Betriebssystem. In der Home-Edition lässt sich die Installation nicht verhindern, in Windows 10 Pro/Enterprise dagegen schon. Updates erscheinen immer zuerst für die Home-Edition im sogenannten Current-Branch-Update-Pfad. Gibt es hier keine Probleme, gibt Microsoft die Updates auch für die Editionen Pro/Enterprise und damit für die Update-Pfade Current Branch for Business und Long Term Servicing Branch frei. Hier lassen sich Updates auch nicht mehr blockieren, aber zurückstellen. Durch das Zurückstellen verzögert sich die Installation, sie lässt sich aber nicht gänzlich verhindern.

In den Editionen Pro/Enterprise lassen sich in Windows 10 Updates zurückstellen

Zusätzlich können Administratoren sogenannte Verteilungsringe festlegen, in denen gesteuert wird, wann im Unternehmen welche Updates installiert werden sollen. Auch diese Verteilungsringe sind komplett unabhängig von WSUS. Aktuell ist diese Funktion noch nicht steuerbar.

Current Branch und Current Branch vor Business

Microsoft unterscheidet die Verteilung von neuen Updates zwischen den Editionen Windows 10 Home, Pro, Enterprise und Education. Alle Editionen unterstützen die Verteilung von Updates über die Windows-Update-Funktion (Current Branch, CB). Die professionellen Editionen Pro, Enterprise und Education erlauben die Aktualisierung über Current Branch for Business (CBB), also den Verteilungsring von Updates, der nach Current Branch kommt.

Updates werden sozusagen auf den Heimrechnern getestet (Current Branch) und danach für die Installation in Unternehmensumgebungen freigegeben (Current Branch for Business). Windows 10 Enterprise bietet zusätzlich noch den Long Term Servicing Branch (LTSB). Damit lassen sich Updates, vor allem neue Funktionen, nahezu unbegrenzt verzögern, ohne den Support-Anspruch zu verlieren. Diese Politik soll dafür sorgen, dass Unternehmensrechner nicht mehr durch instabile Updates außer Funktion gesetzt werden. Dazu hat Microsoft eine Kette von Update-Konfigurationen erstellt, die aufeinander aufbauen:

  1. Neue Updates werden intern bei Microsoft und von Partnern über „Engineering Builds“ getestet.
  2. Tauchen keine Fehler auf, werden die Updates intern bei Microsoft validiert und freigegeben.
  3. Anschließend erhalten Microsoft-Insider über die Insider Preview die Updates.
  4. Läuft auch hier alles nach Plan, erhalten alle Rechner mit Current Branch über Windows Update die neuen Updates. Auf Rechnern mit Windows 10 Home erfolgt das automatisch, auf Rechnern mit Windows 10 Pro/Enterprise ist dies konfigurierbar.
  5. Danach erhalten alle Rechner, die mit Current Branch für Business konfiguriert sind die Updates. Diese Updates sollen sich auf Wunsch bis zu 12 Monate verzögern lassen, nachdem Sie über den Current Branch zur Verfügung gestellt wurden. Das wird durch die Funktion Updates zurückstellen in den Windows-Updates und Gruppenrichtlinien erreicht.

Updates auf Basis von Current Branch for Business werden mit Windows Server Update Services verteilt. Die komplette Funktion dieser Steuerung wird wohl erst mit Windows Server 2016 kommen, und dann auch für Netzwerke mit Windows Server 2012 R2 verfügbar gemacht werden.

Long Term Service Branch für Windows 10 Enterprise

Für Windows 10 Enterprise gibt es zudem die spezielle LTSB-Version, die aus dem Current Branch for Business herausgenommen wird und für längere Zeiträume von mehreren Monaten keine Funktions-Updates vorsieht – Security-Updates aber schon. Die Edition muss also nicht mit neuen Updates versorgt werden, um den Support-Anspruch nicht zu verlieren. Bei dieser Version müssen lediglich Security-Updates und kritische Aktualisierungen installiert werden, keinerlei Zusatzfunktionen. Im Gegensatz zu Windows 8/8.1 lässt sich die LTSB-Version also längere Zeit ohne Updates betreiben, ohne den Support einzuschränken.

Updates über Gruppenrichtlinien und System Center 2016 steuern

Wie in den Vorgängerversionen lassen sich Updates auch über Gruppenrichtlinien steuern. Hier stehen ähnliche Funktionen wie in den Vorgängerversionen zur Verfügung, aber auch einige der neuen Update-Funktionen von Windows 10. Die meisten Einstellungen finden sich über Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Windows Update. Alle Funktionen, die Windows Update for Business bietet, sind derzeit noch nicht integriert. Windows-10-Rechner lassen sich natürlich bereits jetzt mit Windows-Updates versorgen, auch mit WSUS in Windows Server 2012 R2. Auf neue Funktionen müssen Unternehmen derzeit noch warten.

Um Gruppenrichtlinien für Windows 10 zu erstellen, müssen Administratoren die entsprechenden administrativen Vorlagen herunterladen und in den Server einbinden. Diese stellt Microsoft kostenlos zum Download zur Verfügung. Die Templates werden auf Domänencontrollern eingebunden und erlauben anschließend die Konfiguration der Updates. Microsoft hat aber auch angekündigt, die Funktionen von Windows Update for Business in System Center 2016 zu integrieren sowie in die Enterprise Mobility Suite. Auch in neuen Versionen von Microsoft Intune sollen die Einstellungsmöglichkeiten integriert werden.

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Artikel wurde zuletzt im September 2015 aktualisiert

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