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Windows Server 10 Hyper-V: Virtuelle Maschinen auf VM-Version 6 aktualisieren

Hyper-V in Windows Server 10 setzt auf virtuelle Maschinen der Version 6. Das Upgrade ist unkompliziert möglich, sollte aber nicht unbedacht erfolgen.

Wer einen Wechsel von Windows Server 2012 R2 Hyper-V zur nächsten Version von Hyper-V in Windows Server 10 in Erwägung...

zieht, der sollte auch überlegen, bestehende virtuelle Maschinen (VMs) auf die neueste Version zu migrieren. 

Nur so lassen sich alle Vorteile von Hyper-V in Windows Server 10 nutzen. Die nächste Hyper-V-Version wird eine Rolling-Upgrade-Funktion bieten, mit der sich bestehende Cluster-Nodes erstmals einer nach dem anderen upgraden lassen, ohne dass dafür Cluster offline genommen werden müssen. 

Trotz dieser deutlichen Erleichterung müssen Administratoren beim Upgrade auf die neue Hyper-V-Version wohlüberlegt vorgehen. Natürlich werden aber auch Unternehmen, die keine Hyper-V-Cluster betreiben, virtuelle Maschinen per Live-Migration von alten Hyper-V-Servern auf die nächste Hyper-V-Generation migriert können. 

Die Live-Migration muss dabei noch nicht einmal eine dauerhafte Option sein: So lange die VM-Version nicht auf die kommende, neue Versionsnummer 6 aktualisiert wurde, haben Administratoren immer die Möglichkeit, ihre virtuellen Maschinen zurück zu alten Hyper-V-Hosts zu migrieren. 

Erst durch diese Kompatibilität von Windows Server Hyper-V 10 mit Version-5-VMs ist schließlich auch das Rolling Update von Hyper-V-Clustern möglich. Erst wenn Hyper-V-VMs auf die neue Version 6 aktualisiert wurden, sind sie nur noch mit Hyper-V in Windows 10 kompatibel.

Wie auch bereits in früheren Versionen der Fall, muss der Hyper-V-Host aber zunächst konfiguriert werden, um entsprechende Live-Migrationen zu ermöglichen.

Abbildung A: So wird die Live-Migration konfiguriert. 

Die oben aufgeführte Abbildung A zeigt, wie die Konfiguration funktioniert. Über das Get-VM-Cmdlet der PowerShell lässt sich die Versionsnummer der virtuellen Maschine herausfinden. Im obigen Beispiel handelt es sich um die Version 5, das exakte PowerShell-Cmdlet sieht wie folgt aus:

Get-VM <VM name> | Select-Object Name, Version

Abbildung B: Über das Get-VM-Cmdlet lässt sich die Versionsnummer herausfinden.

Die Live-Migration selbst funktioniert dabei genau wie in früheren Hyper-V-Versionen. Auch eine Live-Migration, die von einem älteren Hyper-V-Host aus durchgeführt wird, kann virtuelle Maschinen auf die Version 6 für Hyper-V in Windows Server 10 migrieren.

Abbildung C zeigt die alte VM, die jetzt auf den Hyper-V-Server auf Basis von Windows Server 10 migriert wurde. Entscheidend dabei ist, dass die virtuelle Maschine ihre alte Versionsnummer 5 behalten hat, obwohl sie jetzt auf dem neueren Hyper-V-Server läuft.

Abbildung C: Die alte virtuelle Maschine nach der Migration zu Hyper-V in Windows Server 10

Nachdem die virtuelle Maschine ihre alte Versionsnummer 5 bei der Migration behalten hat, kann sie nach wie vor auch wieder zurück zu Windows Server 2012 R2 migriert werden. Wie anfangs bereits erwähnt, werden virtuelle Maschinen erst mit einem Update auf Version 6 inkompatibel zu älteren Hyper-V-Versionen.

Dabei gilt es, eine wichtige Sache für die anfangs ebenfalls bereits erwähnte Rolling-Upgrade-Funktion für Cluster-Nodes zu beachten. Wenn eine virtuelle Maschine nämlich auf einem Cluster ausgeführt wird, der gleichzeitig aus alten und neuen Hyper-V-Versionen besteht, kann die VM-Version erst dann auf Version 6 aktualisiert werden, wenn alle Nodes im Cluster Hyper-V in Windows Server 10 nutzen.

Bei einem Rolling Upgrade werden also zunächst alle Nodes aktualisiert, bis der gesamte Cluster auf Hyper-V in Windows Server 10 läuft. Die virtuellen Maschinen behalten zunächst ihre Versionsnummer 5, mit der auch die neue Hyper-V-Version umgehen kann. Im Anschluss werden auch die virtuellen Maschinen auf Version 6 aktualisiert.

Das wirft natürlich die Frage auf, ob und wenn ja welche Vorteile ein Upgrade der VM-Version mit sich bringt. Vor allem auch, weil ein Downgrade der VM-Version nicht möglich ist. Erst virtuelle Maschinen mit der Versionsnummer 6 unterstützen aber die neuen Funktionen in Windows Server 10 Hyper-V wie Storage Replica oder das neue Konfigurationsdateiformat VMCX. Dementsprechend verhält sich eine Version-5-VM auch auf der neuen Hyper-V-Version so, als würde sie noch auf Windows Server Hyper-V 2012 R2 ausgeführt werden.

Das Upgrade einer virtuellen Maschine auf Version 6 kann allerdings schnell und einfach mit folgendem PowerShell-Befehl erledigt werden:

Update-VMConfigurationVersion <VM name>

Nach der Eingabe dieses Cmdlets wird zunächst eine Warnung ausgegeben, dass sich eine einmal aktualisierte VM nicht mehr auf eine ältere VM-Version downgraden lässt. Abbildung D zeigt, wie die Warnmeldung aussieht.

Abbildung D: Warnung beim Upgrade virtueller Maschinen auf die neue Version 6

Das Upgrade virtueller Maschinen auf Version 6 ist also leicht durchzuführen und ermöglicht es erst, alle neuen Funktionen in Windows Server 10 Hyper-V zu nutzen. Mit dem Upgrade ist aber auch die Kompatibilität zu älteren Hyper-V-Versionen nicht mehr gegeben, daher sollte eine Aktualisierung bestehender VMs sorgfältig überlegt werden.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2015 aktualisiert

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