Wie Spoon und Browsium Kompatibilitäts-Probleme lösen können

Viele Unternehmens-Anwendungen benötigen ältere Browser und verursachen Kompatibilitäts-Probleme. Browser-Virtualisierung kann Abhilfe schaffen.

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Desktop-Management

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Browser-Lock-Ins sind für viele Unternehmen beim Einsatz von Web-Apps immer noch ein ziemliches Problem. Allerdings...

gibt es von spoon.net ein neues Virtualisierungs-Tool für Browser, mit dem sich bestimmte Applikations-Anforderungen umgehen und Kompatibilitäts-Probleme lösen lassen.

Das Virtualisierungs-Tool von spoon.net benutzt Applikations-spezifische virtuelle Maschinen, um Applikationen an den Endanwender zu streamen. Es schickt also nicht ein komplettes Betriebssystem plus Applikationen auf die Reise, vielmehr ist in der VM nur der für die Applikation relevante Teil enthalten. Der Spoon-Client nutzt dabei die darunterliegende Instanz von Windows, die bereits installiert ist. Dort wird die Applikation dann in einer sicheren und isolierten Umgebung ausgeführt.

Vor kurzer Zeit hat Spoon.net ein neues Virtualisierungs-Tool für Browser mit Namen Browser Studio veröffentlicht, das speziell die Bedürfnisse von Unternehmen adressiert, die mit Browser-Lock-Ins und Kompatibilitäts-Problemen zu kämpfen haben. Für jedes Unternehmen, das vollständig auf Windows 7 migriert ist, finden Sie fünf andere, die Probleme mit Applikationen haben, die ActiveX-Controls älterer Browser-Versionen benötigen oder Browser-Plugins nutzen, die von neueren Versionen nicht mehr unterstützt werden. Viele Unternehmen haben daher, trotz Kompatibilitätsmodus beispielsweise des Internet Explorers, weiterhin auch ältere Browser-Versionen im Einsatz.

Browser Studio und Browsium adressieren Kompatibilitätsprobleme

Browser Studio verwendet die Applikations-spezifische virtuelle Maschine, die auch Spoon.net benutzt. Hinzu kommt eine Management-Konsole, mit der Sie durch wenige Klicks Instanzen bilden können, die aus verschiedenen Browser- und Plug-In-Kombinationen bestehen. Zum Beispiel könnten Sie damit Internet Explorer 6 mit Java 5 Update 14, Flash 9 und .Net Framework 3.5 SP1 an Systeme ausgeben, auf denen Windows 7 installiert ist. Das wäre ohne ein Eingreifen von Drittanbieter-Software so nicht möglich.

Der beste Teil an Browser Studio ist aber, dass Sie sich nicht um die Paketierung kümmern müssen. Die Software nimmt Ihnen auch dies ab und streamt das Gesamt-Konstrukt dann direkt an den Anwender. Sie haben also weder Arbeit mit der Zusammenstellung des Pakets, noch mit der Plattform, von der es ausgeliefert wird.

Spoon ist dabei natürlich nicht das einzige Unternehmen, das Browser-Virtualisierung und andere Tools für das Adressieren von Kompatibilitäts-Problemen bietet. Browsium zum Beispiel hat sich mit einer ähnlichen Herangehensweisen einen Namen gemacht. Ursprünglich hatte Browsium Kompatibilitäts-Probleme mit dem Produkt UniBrows adressiert. Damit konnten Anwender die IE6-Engine innerhalb IE8 und IE9 laufen lassen. Das Produkt hatte aber gegen einige Regeln verstoßen, worauf Browsium ein weiteres Tool mit Namen Ion entwickelte, das zum Ausführen von IE6-Applikationen weiterhin die Browsium-Engine nutzt und ebenfalls verschiedene Browser-Konfigurationen ermöglicht.

Aus all dem sollte man lernen, dass entsprechende Schritte zur Ablösung älterer Software, Web Apps und Plugins eingeleitet werden sollten, bevor es zu spät ist. Vielleicht haben Sie zwar keine Entscheidungsgewalt darüber, ob diese Applikationen überhaupt noch in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden. Sie können aber kontrollieren, wie Anwender auf diese Applikationen zugreifen. So kann Ihnen Browser-Virtualisierung vielleicht sogar dabei helfen, die letzten paar Maschinen mit Windows XP zu migrieren. Zudem verschaffen Sie Ihren Entwicklern damit mehr Zeit, die entsprechenden Applikationen auf Vordermann zu bringen.

Der größte Vorteil dieser Herangehensweise ist aber, dass Sie so natürlich auch Ihre IT-Umgebung modernisieren und straffen. Vielleicht können Sie dadurch zum Beispiel auf ein einziges Betriebssystem umstellen und müssen womöglich sogar nur ein Image pflegen. Zusätzlich vermindern Sie damit potenzielle Sicherheitslücken. So oder so gibt es eigentlich keine Entschuldigung mehr, alte und nicht mehr unterstützte Betriebssysteme und Browser-Versionen zu nutzen.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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