Wie Citrix XenApp und XenDesktop die VMware vSphere noch besser machen

Citrix XenDesktop und XenApp und VMware vSphere haben eine Gemeinsamkeit: sie sind Marktführer in ihren Bereichen. Wird VMware vSphere bei der Server-Virtualisierung eingesetzt, können XenApp 6.5 und XenDesktop 5.5 sehr nützlich sein.

Was VMware vSphere für die Server-Virtualisierung ist, das sind Citrix XenDesktop und XenApp für die Desktop- und...

Anwendungsvirtualisierung: Marktführer. Haben Sie sich einmal für VMware vSphere als Standard für die Server-Virtualisierung entschieden, dann kann es enorm nützlich sein, sich mit dem Einsatz von Technologien wie Citrix XenApp 6.5 und XenDesktop 5.5 in Ihrer VMware-Infrastruktur auseinanderzusetzen.

Hinzu kommt: XenDesktop oder XenApp auf VMware werden sogar unterstützt. Jedes dieser beiden Citrix-Tools kann Administratoren dabei helfen, ihre Hardware zu konsolidieren, flexibler zu arbeiten und ihre Umgebungen besser zu verwalten. Im Folgenden können Sie erfahren, wie Sieeine solch leistungsfähige Kombination zu Ihrem Vorteil einsetzen können.

Die Verwendung von XenApp auf VMware

Die VMware-Funktionalität ähnelt der von XenServer 6.0 und ist mit der neuesten Version von XenApp 6.5 kompatibel. Sie benutzen dabei quasi eine virtuelle Maschine (VM) auf einem Windows Server 2008 R2 mit einer zusätzlichen Installation von XenApp obendrauf. Mit Citrix XenApp auf VMware sind Administratoren in der Lage, Windows-basierte Anwendungen über Ihre bestehende Plattform zur Server-Virtualisierung zentral zu verwalten, zu administrieren und auszuliefern.

Warum aber sollte man XenApp überhaupt auf VMware vSphere einsetzen und nicht direkt? Wie bei allen mehrstufigen Anwendungen kann XenApp über viele einzelne Server verteilt oder auf einigen wenigen konsolidiert werden. Hardware-Wildwuchs belastet viele Systemumgebungen, daher versuchen Administratoren, ihre physischen Server loszuwerden.

Oft führen auch Gründe wie leistungsfähigere Server-Hardware oder die Tatsache, dass die meisten Anwendungen die verfügbaren Ressourcen nicht im vollen Umfang nutzen können, zu einer Konsolidierung. Mit VMware vSphere können Sie Ihre Anwendungen zusammenführen und die entsprechenden Ressourcen besser zuweisen.

Für VMware-Administratoren, die mit Citrix-Werkzeugen noch nicht vertraut sind, hier eine kurze Beschreibung der XenApp-Komponenten:

  • Lizenzserver: für alle XenApp-Installationen erforderlich
  • Datastore: die Datenbank, in der alle Informationen gespeichert werden, wie die Konfiguration der Anwendungen, der Benutzer, Drucker, und Server.
  • Datensammler: hier werden Daten wie Lizenz-Nutzung, Sitzungsstatus, Server-Auslastung, verbundene Benutzer und veröffentlichte Anwendungen aufbewahrt.
  • Web-Interface: erforderlich, wenn Nutzer auf Anwendungen über das Online-Plug-in oder einen Web-Browser zugreifen.
  • XML-Dienst und XML-Broker: der Vermittler zwischen dem Web-Interface und den XenApp-Servern.
  • Anwendungsserver: hier werden die veröffentlichten Anwendungen gehostet, zu denen Anwender eine Verbindung herstellen.

Eine Installation von XenApp auf VMware vSphere bedeutet, dass Sie jede Rolle in ihrer eigenen VM und in ihrem eigenen Betriebssystem isolieren können. Damit verfügen Sie über ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten. Die vCenter Management-Konsole ermöglicht Ihnen, die Nutzerzahl pro Server zu überwachen und zu verwalten sowie Systemressourcen dort zuzuordnen, wo sie gerade gebraucht werden.

Sie sollten auch den Einsatz weiterer Werkzeuge in Betracht ziehen, wie zum Beispiel Citrix EdgeSight for Load Testing zur Simulation von Nutzer-Auslastungen bei XenApp unter VMware vSphere. Ein sorgfältiger Belastungstest mit ähnlichen Vorgaben wie bei der zu erwartenden realen Auslastung ist absolut notwendig, um korrekte Werte für die optimale Anwenderdichte zu erhalten.

XenDesktop auf VMware vSphere

So wie XenApp unterstützt vSphere auch vollständig Citrix XenDesktop 5.5. Mithilfe dieses Citrix-Produkts sind Administratoren in der Lage, vielfache virtuelle Desktop-Arten in ihrer VMware-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Hier die Komponenten von Citrix XenDesktop, die Sie kennen sollten: 

  • Desktop Delivery Controller: Der Desktop Delivery Controller ist die Verbindung zwischen Web-Interface und der XenDesktop-Site. Er überwacht die Ressourcen jedes Endnutzers und leitet Nutzer-Startanfragen an den entsprechenden virtuellen Desktop weiter.
  • Web-Interface: Das Web-Interface stellt für die Benutzer den Zugang zur XenDesktop-Umgebung bereit. Hier werden die Anmelde-Daten entgegengenommen und für Authentifizierung und Enumeration an die XenDesktop-Site weitergeleitet. Für hohe Verfügbarkeit werden mindestens zwei Webinterface-Server pro Rechenzentrum empfohlen. Im Idealfall sollte für den Lastausgleich des Datenverkehrs mit diesen Servern Citrix NetScaler eingesetzt werden. 
  • Virtual Desktop Agent: Beim Virtual Desktop Agent (VDA) handelt es sich um einen Software-Agenten im virtuellen Desktop, der die Schnittstelle zur Kommunikation zwischen der XenDesktop-Infrastruktur und dem Windows-Betriebssystem darstellt. 
  • SQL-Datenbank: Die Microsoft SQL-Datenbank bildet die Grundlage des XenDesktop. Hier werden sämtliche Informationen über Konfigurationen, virtuelle Desktops und Ressourcen-Nutzung gespeichert.
  • Citrix Licensing Server: Der Lizenz-Server verwaltet die Lizenzen aller Komponenten von XenDesktop 5.5.
  • Citrix Receiver: Citrix Receiver ist eine einfach zu installierende Client-Software, mit der Sie über Endgeräte wie iPhones, Android-Smartphones, iPads, Windows-Mobilgeräte oder Blackberrys auf Unternehmensdaten, Anwendungen und Desktops zugreifen können; ebenfalls möglich ist dies über Desktops unter Windows, Mac OS X oder Linux.
  • HDX-Technologie: Die HDX-Technologie ermöglicht eine HD-Nutzererfahrung für alle Anwendungen, Endgeräte und Netzwerke.

VMware vCenter gibt Administratoren die Möglichkeit, über ihre gesamte Umgebung hinweg Ressourcen-Cluster zu konfigurieren sowie Storage und Hochverfügbarkeit zu verwalten. Allerdings gibt es beim Einsatz von XenDesktop unter VMware einen wichtigen Punkt zu beachten: Vor der Installation des XenDesktop VDA (Virtual Desktop Agent) müssen die VMware Tools installiert werden. Denn sowohl VMware Tools als auch XenDesktop 5 VDA installieren einen Bildschirm-Treiber nach dem Windows Display Driver Model (WDDM). Für XenDesktop muss der Citrix-WDDM-Treiber korrekt funktionieren – werden die VMware Tools erst nach dem VDA installiert, wird der Citrix-Treiber jedoch wieder entfernt.

Die Installation von XenApp oder XenDesktop unter VMware vSphere kann Ihnen dabei helfen, Ihre Performance zu erhöhen und Desktops oder Anwendungen in Ihrer Infrastruktur zu virtualisieren. Manche Werkzeuge lassen sich leichter zusammen mit vSphere einsetzen als andere. Die unterstützen Produkte von Citrix sind deshalb bestimmt ein guter Anfang.

Artikel wurde zuletzt im Januar 2013 aktualisiert

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