Von Windows XP bis Windows 8: Gruppenrichtlinien versionsübergreifend einsetzen

Je nach Windows-Version variieren die Möglichkeiten beim Einsatz der Gruppenrichtlinieneinstellungen. So gelingt die versionsübergreifende Nutzung.

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Desktop-Management

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Als die verschiedenen Windows-Versionen eingeführt wurden, hat sich die Liste der Gruppenrichtlinienobjekte, die gesetzt werden können, enorm verändert und erweitert. Viele Gruppenrichtlinienobjekte in Windows Vista und 7/8 existieren zum Beispiel nicht in Windows XP oder 2000. Die früheste Version von Windows, die Gruppenrichtlinien unterstützt, ist Windows 2000 Service Pack 5. Mit Windows 98 müssen Sie noch die ältere Systemrichtlinien-Technologie verwenden

Aufgrund der großen Anzahl von Windows-Versionen, sowohl auf der Client- als auch auf der Server-Seite, werden ständig Gruppenrichtlinienobjekte hinzugefügt oder überarbeitet. Dies ist so lange kein Problem, wie Sie mit nur einer Produkt-Generation arbeiten, beispielsweise mit Windows Server 2008 R2 und Windows 7. Wenn Sie allerdings eine heterogene Konfiguration mit mehreren verschiedenen Server- und Client-Generationen aufbauen, kann es schwierig werden festzustellen, welche Einstellung an welcher Stelle unterstützt wird.

Microsoft bietet verschiedene Übersichten zum Download an, die zeigen, welche Gruppenrichtlinienobjekte für die einzelnen Windows-Versionen unterstützt werden. Jede Tabelle befasst sich mit den zur Verfügung stehenden Windows-GPOs für Clients und Server. Die Liste wird ständig erweitert, wenn neue Systeme hinzugefügt werden. Derzeit sind folgende Übersichten verfügbar:

Windows Server 2003 SP2 und Windows XP SP3

Windows Vista (ohne Service Packs)

Windows Server 2008 und Windows Vista SP1 +

Windows Server 2008 R2 und Windows 7

Windows Server 2012 und Windows 8

Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1

Windows Server 2012 R2 Update 1 und Windows 8.1 Update 1

Sie sollten immer das aktuellste Servicepack der Betriebssysteme einsetzen, da auch hierbei neue Richtlinien integriert werden. Sogar Windows 8.1 Update bietet schon mehr Richtlinien als Windows 8.1. Daher kann sich auch durchaus eine Aktualisierung innerhalb des Betriebssystems lohnen, selbst wenn dadurch keine neuen Sicherheitseinstellungen implementiert werden.

Eine der wichtigsten neuen Funktionen seit Windows Server 2008, die alle Windows-Versionen betrifft, heißt Group Policy Preferences (GPP) und erweitert die Gruppenrichtlinieneinstellungen um etwa 20 Client-seitige neue Möglichkeiten. Damit können zum Beispiel Richtlinien bereitgestellt werden, die anschließend von Nutzern selbst geändert werden können. Beispiele hierfür wären Ordner-Optionen, Laufwerkszuordnungen, geplante Aufgaben und viele ähnliche Optionen, die nicht ausdrücklich von GPOs geregelt werden müssen. Diese Preferences oder Präferenzen werden nicht von oben herab durchgesetzt wie Gruppenrichtlinien, sondern können von Nutzern verändert werden. Daher ist die Benutzeroberfläche für die Änderung dieser Einstellungen nicht deaktiviert. Bei Gruppenrichtlinien hingegen sind die Einstellungen der Benutzer immer deaktiviert.

Gruppenrichtlinienpräferenzen können an jede Windows-Arbeitsstation hinzugefügt werden, wenn auf dieser mindestens Windows XP SP2 oder höher installiert ist. Allerdings benötigt die zentrale Verwaltung  Windows Vista bzw. Windows Server 2008 oder neuere Maschinen, bis hin zu Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1. Die gleiche Funktionalität wurde ursprünglich durch ein Tool namens PolicyMaker zur Verfügung gestellt. Microsoft bietet in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, Richtlinien zu migrieren.

Microsoft stellt für Group Policy Preferences auch eigene Dokumentationen zur Verfügung. Diese helfen dabei, herauszufinden, welche Art von Richtlinie am besten für Ihre Umgebung geeignet ist. Dies kann Ihnen helfen, wenn Sie nicht auf jeder Maschine die gleiche Betriebssystemversion installiert haben.

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Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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