Von Stromversorgung bis Kühlung: Konzeption eines zukunftssicheren Data Centers

Heutige Data Center müssen im Vergleich zu früher kleiner, flexibler und anpassungsfähiger sein. Das sollten Sie bei der Konzeption beachten.

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Data-Center-Design

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Das Data Center der Zukunft wird in der Regel nicht größer, sondern eher kleiner und anpassungsfähig sein. Workloads...

werden konsolidiert, dynamischer und an verschiedene Standorte verteilt. Hier zeigen wir, wie ein modernes Data Center aufgebaut sein sollte.

Die IT-Welt verändert sich. Die Rationalisierung von Anwendungen, Hardware-Virtualisierung und -Konsolidierung ziehen weitreichende Folgen nach sich. Viele Unternehmen mit großen Alt-Anlagen sind im Vergleich zu vorher nur noch zu 50 Prozent oder weniger ausgelastet.

Neue High-Density-Server, fortschrittliches Storage- und Netzwerk-Equipment bewirken, dass weniger Platz für eine effizientere Rechenleistung im unmittelbaren Geschäftsbetrieb erforderlich ist. Konvergente Infrastruktur-Systeme wie VCE Vblock Systems, Cisco Unified Data Center, IBM Puresystems oder Dell Active Systems tragen ebenfalls dazu bei.

Cloud-Computing ist auf dem besten Weg, sich zum Mainstream zu entwickeln.

Seit der Einführung von Cloud Computing müssen Data-Center-Manager und Systemarchitekten nicht mehr nur entscheiden, wie ein Workload unterstützt werden kann. Sie müssen auch bestimmen, mit welchen Mitteln die Unterstützung vonstattengehen soll. Ein Workload, der normalerweise komplett von einem firmeneigenen Stack übernommen wird, könnte jetzt an eine Colocation-Anlage übergeben werden. Es wäre auch möglich, sie mithilfe von Infrastructure (IaaS)-, Platform (PaaS)- oder Software-as-a-Service (SaaS) auszulagern.

Selbst interne Workloads werden vielleicht nicht auf Dauer intern bleiben. Daher ist es nicht sinnvoll, ein Data Center so zu gestalten, dass bestimmte Prozesse endlos laufen. Cloud-Computing ist auf dem besten Weg, sich zum Mainstream zu entwickeln. Unternehmen, die ein Data Center für langfristige Workloads aufgebaut haben, könnten dadurch im Nachteil sein.

Der Aufbau eines flexiblen Data Centers

Wenn Sie ein zukunftsorientiertes Data Center gestalten wollen, sollten Sie sowohl auf Gebäude und Infrastruktur als auch auf die unterstütze IT-Hardware achten. Vom Hardware-Standpunkt aus gehört zu einer dynamischen Infrastruktur auch ein vollständiges IT-Lifecycle-Management. 

Dadurch können die Hardware-Ressourcen durch Cloud-Modelle dem schwankenden Bedarf angepasst werden, während überzähliges Equipment verkauft werden kann. Mit Abo-Modellen können IT-Abteilungen Ihre Software-Lizenzen besser verwalten und die An- oder Abmeldung kann meist recht flexibel erfolgen.

Die wichtigsten Fragen drehen sich jedoch um die Anlage selbst. Ein Data Center ist meistens eine feste Einrichtung. Angenommen, es ist 1.000 Quadratmeter groß. Das Unternehmen beschließt aber, dass 500 Quadratmeter ausreichen, um die internen IT-Workloads zu bewerkstelligen. Dann lassen sich die Wände nicht einfach verschieben. Selbst wenn die Hälfte des vorhandenen Platzes umfunktioniert wird – wie zum Beispiel durch Abgrenzung von Büroflächen – löst das nur einen kleinen Teil des Problems.

Ein älteres Data Center hat entsprechend der Services eine feste Aufteilung: Stromverteilungseinheiten (PDUs) und Computerraum-Klimaanlagen-Systeme (CRAC) sind fest installiert. Unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme (USV) und Hilfsgeneratoren sind auf die ursprüngliche Gestaltung des Data Centers zugeschnitten. Daher sollten Sie bereits bei der Planung eines Data Centers die folgenden Punkte beachten:

Raumplanung: Wenn Sie ein zukunftssicheres Data Center konzipieren, beginnen Sie am besten mit der physischen Raumplanung. Schräge Untergründe und erhöhte Fußböden im Data Center bieten eine Lösung, wenn dem Risiko einer Überschwemmung Rechnung getragen werden soll. Planen Sie in diesem Fall mehrere Abläufe anstatt eines einzelnen, V-förmigen Systems. Wird eine Verkleinerung erforderlich, dann markieren erhöhte Wände jeden Ablauf, der verwendet werden kann, um neue Wände einzuziehen. Auf diese Weise lässt sich das Data Center weiterhin bei Notfällen entwässern.

Verkabelung: Die Verkabelung eines Data Centers muss vollständig durchstrukturiert sein. Daten und Strom sollten auf getrennten Wegen transportiert werden. Bauen Sie einfache Möglichkeiten ein, um die Verlegung der Kabel anzupassen, falls es zu einer Änderung im Grundaufbau kommt.

Wenn Sie ein zukunfts- orientiertes Data Center gestalten wollen, sollten Sie sowohl auf Gebäude und Infrastruktur als auch auf die unterstütze IT-Hardware achten.

Strom: Installieren sie PDUs nicht an Wänden oder Pfeilern, sondern freistehend. Die Stromversorgung sollte von einer strukturieren Verkabelung auf dem Dach kommen. Im Falle einer Restrukturierung kann die Stromverteilung dann so flexibel verlagert werden wie der Rest der IT-Geräte.

Im Hinblick auf die USV-Geräte und Hilfsgeneratoren gibt es zwei Möglichkeiten. Ein monolithisches System erfordert entweder eine massive Über-Ausstattung für alle Eventualitäten oder den Kauf einer neuen Einheit, wenn das Data Center verändert wird.

Der Kraftstoffverbrauch der Generatoren hängt direkt mit der Leistung zusammen. Ein Generator, der unterhalb seiner Nennleistung läuft, wird daher viel mehr Kraftstoff verbrauchen als bei einer stimmigen Konfiguration.

Kühlung: Eine Umstellung auf (indirekte) Freiluftkühlung oder andere Niedrigenergie-Systeme ist inzwischen durchaus sinnvoll. Dadurch lassen sich auch die Risiken und Kosten bei einer möglichen Neugestaltung der Kühlung minimieren, wenn sich die Größe des Data Centers ändert. Werden bei Bedarf effiziente Kaltgang-/Warmgang-Ansätze mit zugeführter Kühlung kombiniert, entspricht das Kühlsystem den Anforderungen, ohne dass man sich um die Platzierung Sorgen machen muss.

Sollte sich ein CRAC-basiertes System für das Design des Data Centers anbieten, wählen Sie ein modulares System mit mehreren, balancierten CRAC-Einheiten, die unterschiedliche Geschwindigkeiten als Option bieten.

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Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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