Von Grundlagen bis vSAN-Management: Die wichtigsten CMDlets für PowerCLI 6

Seit Kurzem steht Version 6 der PowerCLI 6 zur Verfügung. Neu sind unter anderem Unterstützung für Hardwarelevel 11 und vSAN-Management.

Mit der neuen PowerCLI-Version 6 können Administratoren Server mit ESX/ESXi 5/5.5 verwalten, aber auch die neue...

Version ESXi 6. Wesentliche Neuerungen in PowerCLI 6 ist die Möglichkeit, auch die neue VM-Hardwareversion 11 zu verwenden. Alle CMDlets zur Verwaltung virtueller Maschinen, zum Beispiel New-VM und Set-VM, unterstützen die neue Hardwareversion von ESXi 6. Außerdem wurden Befehle integriert, um vSANs in der PowerCLI zu verwalten. Eine Liste der neuen CMDlets zu diesem Thema wird mit dem Befehl get-vicommand *vsan* angezeigt.

Zur Verwaltung von VMware-6-Produkten mit der PowerShell muss erst eine Verbindung zu einem vCenter-Server oder direkt mit einem Virtualisierungs-Host aufgebaut werden. Dazu wird das CMDlet Connect-VIServer verwendet. Die Syntax dazu lautet: Connect-VIServer -Server <IP-Adresse> -Protocol https. Zum erfolgreichen Verbindungsaufbau muss eine Anmeldung am Server erfolgen.

Mit PowerCLI Virtualisierungs-Hosts und Speicherverbrauch anzeigen

Eine Liste aller VMware-Hosts, die an den vCenter-Server angebunden sind, wird mit Get-VMHost angezeigt. Eine umfangreiche Liste erhalten Sie mit Get-VMHost |fl. Hier kann PowerCLI auch den Hersteller anzeigen, die CPU-Daten und den verfügbaren Arbeitsspeicher. Ebenfalls wichtig sind Daten zum freien Festplattenspeicher der VMware-Hosts. Diese Daten lassen sich am schnellsten mit Get-Datastore anzeigen.

Der Vorteil der PowerCLI liegt in der Möglichkeit, die Ergebnisse eines CMDlets an ein anderes weiterzugeben. Das andere CMDlet kann dann weitere Daten auslesen. Sinnvoll ist das zum Beispiel, wenn nicht nur Daten zum Speicherverbrauch angezeigt werden sollen, sondern der Speicherverbrauch aller VMs auf einem vCenter oder einem Host. Dazu wird der Befehl Get-Datastore | Get-VM | select name,usedspacegb verwendet. Sollen nur die Daten eines einzelnen Datastores angezeigt werden, dann geben Administratoren den Befehl mit folgender Syntax ein:

Get-Datastore <Name des Datastore> | Get-VM | select name,usedspacegb

Sollen die Daten in eine CSV-Datei exportiert werden, ist die Syntax folgende:

Get-Datastore | Get-VM | select name,usedspacegb | Export-Csv <Pfad und Name der CSV>

Der Befehl kann natürlich noch erweitert werden. Sollen alle möglichen Abfragewerte eines Datestores angezeigt werden, dann geben Sie den Befehl Get-Datastore | Get-VM | Get-Member ein. Die Werte, die hier angezeigt werden, lassen sich als Ersatz für die Werte name und usedspacegb des oberen PowerCLI-Befehls verwenden.

Wollen Sie zum Beispiel alle möglichen Informationen von allen VMs eines Datastores oder aller Datastores in der Umgebung anzeigen, dann verwenden Sie den Befehl:

Get-Datastore | Get-VM | Export-Csv c:\temp\vm.csv -NoTypeInformation

Informationen effizient in der PowerCLI abrufen

Um Daten der VMware-Umgebung anzuzeigen, lässt sich der PowerCLI-Befehl Get-CMDlet verwenden. Um sich eine Liste aller Get-CMDlets anzuzeigen, wird der Befehl get-command get*-* verwendet. Dieser Befehl zeigt auch die anderen CMDlets der PowerShell an. Um nur die CMDlets der PowerCLI anzuzeigen, wird der Befehl Get-VICommand eingegeben, der Befehl Get-VICommand get*-* zeigt wiederum alle Get-CMDlets für VMware an.

Wird ein CMDlet ohne Zusatzinformation angegeben, zeigt PowerCLI nur rudimentäre Informationen an, zum Beispiel mit Get-vm. Um sich alle wichtigen Daten anzuzeigen, helfen zwei Befehle. Get-vm | select * und get-vm |fl zeigen alle verfügbaren Informationen zu allen VMs an. Um die Daten auf einzelne VMs zu fokussieren, wird der Befehl get-vm -name <Name> | Select * verwendet. Dieser Befehl zeigt auch Informationen zur verwendeten Hardwareversion an.

Mit der PowerShell kann man aber auch eine weitere Filterung zum Anzeigen von Informationen vornehmen. Soll zum Beispiel nur der Name und die IP-Adresse der VMs angezeigt werden, kann der Befehl

Get-VM | Select Name, @{N="IP Address";E={@($_.guest.IPAddress[0])}}

genutzt werden. Setzen Unternehmen auf einen VMware-Cluster, lassen sich auch hier die IP-Adressen der einzelnen VMs auslesen:

Get-Cluster | Get-VM | Select Name, Host, @{N="IP Address";E={@($_.guest.IPAddress[0])}}

Alle Daten, die sich in der PowerCLI anzeigen lassen, können automatisiert in CSV-Dateien geschrieben werden. Dazu wird einfach noch die Option | Export-Csv <Pfad und Name der CSV-Datei> an den Befehl abgehängt.

VMs in der PowerCLI steuern

Mit PowerCLI lassen sich Einstellungen virtueller Maschinen über die PowerShell ändern, genauso können VMs auch gesteuert werden. Der Befehl start-vm startet eine VM, das CMDlet restart-vm startet VMs neu. Wollen Sie eine VM ausschalten, verwenden Sie das CMDlet stop-vm. Sie können VMs aber auch pausieren lassen und mit dem Befehl suspend-vm anhalten.  VMs, die nicht mehr benötigt werden, lassen sich aus dem Inventar entfernen. Dazu wird der Befehl remove-vm verwendet.

CMDlets für vSAN und Storage Policy Based Management (SPBM)

Viele VMware-Kunden setzen zur Datenspeicherung auf vSANs, eine Lösung, die vor allem in Software-Defined-Storage-Umgebungen zum Einsatz kommt. Die einzelnen Einstellungen für den Storage lassen sich seit PowerCLI 6 ebenfalls mit der PowerShell verwalten. Dazu stehen die folgenden CMDlets zur Verfügung:

  • Export-SpbmStoragePolicy
  • Get-SpbmCapability
  • Get-SpbmCompatibleStorage
  • Get-SpbmEntityConfiguration
  • Get-SpbmStoragePolicy
  • Import-SpbmStoragePolicy
  • New-SpbmRule
  • New-SpbmRuleSet
  • New-SpbmStoragePolicy
  • Remove-SpbmStoragePolicy
  • Set-SpbmEntityConfiguration
  • Set-SpbmStoragePolicy

Mit diesen CMDlets erstellen Administratoren umfassende Skripte oder können Einstellungen automatisieren. Für alle CMDlets lassen sich mit get-help Hilfen anzeigen, mit get-help <CMDlet> -examples lassen sich Beispiele anzeigen.

PowerCLI-CMDlet for NFS

Neben den Standardbefehlen der PowerCLI bietet VMware auch die Erweiterung PowerCLI CMDlet for NFS. vSphere 6 bietet die Möglichkeit, NFSv4.1 sowie Kerberos zu verwenden. Die Einrichtung der NFS-Clients ist allerdings nicht ganz einfach. PowerCLI 6 unterstützt wiederum bei der Einrichtung von Benutzern und Kerberos-Principals zusammen mit NFSv4.1. Damit Sie diese neuen Funktionen nutzen können, müssen Sie die NFS-Erweiterung für PowerCLI herunterladen und das Archiv in ein Verzeichnis entpacken, zum Beispiel C:\Powercli. Danach fügen Sie die Befehle über die PowerCLI ein:

C:\PS>$env:PSModulePath = $env:PSModulePath + ";C:\powercli"

 C:\PS>import-module VMware.VimAutomation.Storage.Fling

 C:\PS>get-command -Module VMware.VimAutomation.Storage.Fling

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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